Fedora 15. Kleine Ärgernisse. Große Erkenntnisse

Plötzlich war es passiert. Neulich und natürlich direkt vor einer geplanten Reise. Nach einer Software-Aktualisierung hatte Fedora meine kompletten Netzwerkeinstellungen zerschossen. Es ging nichts mehr. Kein WLAN, kein LAN. Ich konnte endlich mal ungestört arbeiten. Wenn ich dem mal was Positives abgewinnen soll. ;-)

Lösungswege

Sehr schnell fand ich Leutchen, die für das Problem Lösungen parat hatten. Leider hatte ich in der letzten Woche kaum Zeit, um die angedeuteten Lösungswege auszuprobieren. Da stand ja unsere Fahrt ins Elsass an und eine kleine Auszeit, auf die ich soooo lange gewartet hatte. Also nahm ich statt meines Standard-Notebooks schlicht unser Netbook mit und beschloss, dem Fehler in Ruhe nach unserer Rückkehr auf den Leib zu rücken. In meinem Hinterkopf spielte ich die möglichen Lösungswege aber schon einmal durch. Schlußendlich entschloss ich mich dazu, nicht den im Forum angedeuteten Weg des Downgradens der NetworkManagers zu gehen, sondern einen umfassenderen. Zur Erklärung: Mein Fedora 15 hatte ich schon als Alpha Version auf den Rechner gespielt und ich hatte seither unendlich viel herumprobiert, getestet, neue Software aufgespielt, wieder herunter geschmissen, hatte kleine Hacks gewagt und wollte schon deshalb sowieso das System mal neu aufsetzen, um ein sauberes F15 auf dem Rechner zu haben. Zudem wollte ich jetzt, nach dem offiziellen Erscheinen von Fedora 15, auf die 64 Bit Version umsteigen. Zu Alpha Zeiten las ich noch von zu vielen Problemen damit und hatte mich dann entschieden, zum Testen eine 32 Bit Version zu benutzen. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich spielte gestern ein komplett frisches Fedora 15 64 Bit auf. Alles verlief erwartbar glatt und schnell. Auch das Rückspielen der Einstellungen ging schnell. Evolution macht es einem über die Sicherungsfunktion unendlich leicht, nicht nur die Einstellungen in Bezug auf Formatierung zu sichern, sondern gleich die kompletten (Email)Konten. Gerade wenn man viele Konten gleichzeitig nutzt, ist das eine feine Sache. Auch die Browser sind sehr schnell wieder in dem Zustand, dass ich sie gut nutzen kann. Und das andere Gedöns auch.

Fazit

Nun sitze ich also hier und tippe diesen Beitrag und beinahe unhörbar schnurrt mein F15 64 Bit vor sich hin. Was bleibt ist ein Schreck und die Erkenntnis, dass Ubuntu einen solchen Bock in vier Jahren Nutzung nicht geschossen hat. Was aber auch bleibt ist, dass ich dennoch richtig bin bei Fedora. Ich hatte gestern im Kopf durchgespielt, ob ich nicht doch eine andere Distribution aufspielen soll. Aber die Ausganssituation hat sich ja nicht geändert: Ubuntu wird mir durch Unity verleidet. Auch einige andere Entwicklungen im Ubuntu-Projekt gefallen mit nicht, so dass ich mich wohl auch ersteinmal nicht wieder mit Ubuntu einlassen werde. Andere Distributionen, die auf Ubuntu aufsetzen, nutzen teilweise noch Gnome 2. Man könnte nun sagen, man könnte erstmal weiter Gnome 2 nutzen (mit Ubuntu oder auch mit anderen Ubuntu basierten Distris). Gnome 2 ist aber eine Benutzeroberfläche, die aus heutiger Sicht zwar schön ist und effektiv. Sie ist aber eben per se alte Technik. Ich will aber idealerweise gleich auf ein System wechseln, bei dem ich dann auch bleibe. Fedora 15 scheint mir diese Zukunftssicherheit zu bieten. Gnome 3 ist toll und zudem hat sich seit den ersten Tagen des Nutzens von F15 ein kleiner Vorrat an Erfahrungen angesammelt, der mir eine wohlige Sicherheit verschafft beim Nutzen des Systems. Ich seh natürlich auch meine nach wie vor vorhandenen Schwächen. Aber ich will diese Schwächen allmählich ausmerzen. Und ich will das mit Fedora 15 tun. Und wieso? Weil ich es (sehr) mag und weil es aktuell einfach richtig ist für mich.

Veröffentlicht von

Markus

Dies ist ein privates Blog. Ich schreibe hier über alles, was mich interessiert. Du darfst mich also getrost einen Ego-Blogger schimpfen oder mich auch wahlweise liebkosend so nennen. Der Vorteil von soviel Selbstzentriertheit ist, dass ich mir aussuchen kann, wie oft ich schreibe, worüber ich schreibe und nach welchen Grundsätzen das Blog und ich funktionieren. Dir gefällt dies? Oooh, ich bin überrascht und gleichzeitig auch durchaus ein wenig »amused«.

16 Gedanken zu „Fedora 15. Kleine Ärgernisse. Große Erkenntnisse“

  1. Es wäre ja kein Linux, wenn eine Neuinstallation nicht unproblematisch funktionieren würde. Diese Erfahrung habe ich auch schon einige Male gemacht. Ich wünsche noch viel Spaß mit F15 und werde das weiter verfolgen. Ubuntu 11.04 macht nämlich – auch mit Gnome 2 – noch nicht so richtig viel Spaß.

  2. Hallo Markus!
    Bei mir läuft es ja nun auch wieder. Gnaaa! Aber du erwähnst in dem Beitrag auch Evolution. Ich habe echt ein Problem damit. Es ruft einfach diese Mails nicht richtig ab. Ich nutze im Moment Claws was aussieht wie aus den 90igern. Ich glaube Du hast mich auf die Idee gebracht auch auf ein sauberes 64Bit Fedora umzusteigen. Das könnte echt was bringen. Aber Deine Erfahrungen mit Fedora teile ich. Auch was den Bock und Ubuntu angeht. Ich bleibe auch bei Fedora.

    Gruß, Steffen

  3. @Matthias Da stimme ich Dir vollkommen zu :) .. (Es wäre ja kein Linux und so)

    Zu Ubuntu 11.04: Es ist beinahe folgerichtig, dass Ubuntu derzeit nicht rund laufen kann. Unity ist neu und gleichzeitig fängt man auch noch andere neue Fronten an. Sooo groß ist Canonical nicht, dass man da Probleme schnell in den Griff bekommt. Was weniger überraschend ist und auch noch Manpower kostet: Die vielen unzufriedenen Nutzer wollen befriedet werden. Wenn ich mir die News anschaue, die aus Richtung Canonical derzeit kommen, so kann man wohl zwei Sachen sagen: 1) Sie werden Unity (trotzig) treu bleiben. 2) Soweit ich gelesen habe, wird Ubuntu in der 11.10 Unity 2D als fallback bringen. Gnome 2 fällt dann vollkommen raus. Das ist einerseits stringent. Andererseits kann man schon jetzt erkennen, dass man auf Gnome 2 wohl nicht mehr lange setzen kann. Ich hatte ja auch einen Wechsel auf eine andere Ubuntu basierte Distri erwogen, diese Alternative aber auch gleich wieder eingestampft, weil beinahe alle alternnativen Distris Gnome 2 einsetzen und damit eben auch wenig zukunftssicher sind. Mir persönlich erschien es sinnvoll, schnell was Neues, zukunftssicheres zu suchen. Und diese Gedanken führten mich zu Fedora 15 mit Gnome 3. Was auch noch denkbar wäre (mir aber nicht so gefällt): Ein Linux mit KDE als Desktop-Umgebung. Aber wie gesagt: Das wäre nicht so mein Weg. Zudem mag ich F15 schon jetzt wirklich sehr gerne.

    Btw.: Wie immer gilt: Schön, Dich hier zu lesen .. :-)

  4. @Steffen Der Schrecken war gehörig, weil er auch zur Unzeit passierte. Ich war gerade in der finalen Phase eines Großprojektes und konnte nicht großartig Fehlersuche betreiben. Jetzt scheint wieder alles im grünen Bereich zu sein. :-)

    Zu Evolution: Manche mögen die Integration von Terminen, Aufgaben und Mail nicht. Sie wollen eher einen schlanken Email-Client. Diesen Leuten empfehle ich stets Thunderbird. Ich benutze beide Programme. Manchmal mag ich es schlank (und nutze Thunderbird) und manchmal mag ich die tollen Möglichkeiten von Evolution. Zukünftig wird Thunderbird sich sicher immer besser in das Linux integrieren, denn kürzlich hat ja Canonical angekündigt, dass ab Ubuntu 11.10 Thunderbird Evolution als Standard-Email Software ablösen wird. Ich meine, auch Fedora hat ähnliches für die kommenden Versionen angekündigt (da bin ich aber nicht sicher). Ganz neu entdeckt habe ich Postler. Damit habe ich aber keinerlei praktische Erfahrungen. Es schaut aber immerhin sehr schick aus. Und schlank. Generell lese, schreibe und verwalte ich meine Mails via IMAP. Probleme hatte ich mit Email schicken/empfangen noch nie. Da kann ich also keine Erfahrungswerte beisteuern, leider. Ich wünsche Dir aber, dass die Probleme in Sachen Emails bald überstanden sind.

    Viele Grüße, Markus

  5. Hallo zusammen,
    ich habe heute zum ersten mal Fedora ausprobiert und natürlich auch gleich die neuste Version. Einmal als Gnome und einmal als KDE. Zur Vorgeschichte ich nutze persönlich Ubuntu seid Version 9.10 und bin es eben gewohnt mit Gnome zu arbeiten und zwar in diesem Fall mit Gnome 2.
    Dar hat ich leider schon mein erstes negativ Erlebnis mit Fedora und Gnome 3. Erst zeigte er Darstellungsprobleme und zwar die Schrift unter den Anwendungen war kaum lesbar und dann ist er mir komplett abgestürzt. Dar hab ich mir gedacht, es fängt ja schon mal gut an!
    Danach habe ich Fedora mit KDE ausprobiert und bin wirklich positiv überrascht. Trotz Live CD, lief das ganze recht gut und flott. Mir ist zwar der Desktop zwei mal abgestürzt (kenn ich leider auch unter Ubuntu) hatte aber dennoch zwischen durch das Gefühl dass es sogar besser lief als KDE (4.6) unter Ubuntu. Hatte ich vor kurzem installiert und dann wieder runter geschmissen, weil es einfach zu instabil lief.
    Ich werde mir auf jeden fall Fedora 15 KDE weiter ausprobieren und wenn es mit Gnome 3 bzw. Unity (habe ich vor kurzem auch ausprobiert) nicht besser wird, werde ich vielleicht sogar auf KDE umsteigen, in diesem fall Fedora, falls Kubuntu nicht endlich stabiler läuft.

  6. Hallo Luigi, zuerst einmal vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar! :)

    Was die Stabilität von Linux Distributionen angeht, so schreibe ich darüber relativ wenig. Das liegt daran, dass sowohl Ubuntu (sowohl mit Gnome als auch mit KDE) bei mir immer extrem absturzfrei liefen. Über die Jahre habe ich viel getestet und mich natürlich auch viel mit gleichgesinnten ausgetauscht. Mein Fazit overall: die Stabilität hängt stark von der verbauten Hardware ab. Ich habe da wohl Glück gehabt. Meine letzte Hardware, die nicht Out-Of-The-Box unterstützt wurde war das WLAN (unter Ubuntu 8.04).

    Zur Schriftdarstellung: Bei mir schauen Schriften generell recht gut aus. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass die von Fedora vewendeten Schriften generell am besten ausschauen. Abgesehen davon kann man aber auch ein wenig tunen, indem man das sogenannte Tweak Tool installiert und dann unter Fonts am Hinting schraubt. Das bringt keine 100prozentige Verbesserung, aber es hat schon Einfluss. Probiers doch mal. :)

    KDE: Ich bin ja eigentlich ein eingefleischter Gnome Fan, habe aber auch schon daran gedacht, mal wieder KDE zu testen. Allerdings war das nie wirklich nötig, da ich mit Gnome 3 sehr glücklich bin.

    Zukunft (Unity, Gnome 3 & Co.): Meiner Meinung nach wird es noch etwas dauern, bis Ubuntu wieder stabiler ist. Allerdings wird Canonical alles dran setzen, dass man für 11.10 schon deutliche Fortschritte spüren können wird. Mir gefallen so manche philosophische Richtungsentscheidungen nicht. Heute jetzt und hier sage ich, dass ich wohl eine Weil bei Fedora bleiben werde. Ich mag es sehr (subjektiv) und kann damit auch effizient arbeiten, was vor allem anderen wichtig ist für mich. Ansonsten lerne ich noch ab und an Fedora. Da fungieren ja manche Sachen ein wenig anders.

    Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du bald ein stabiles System bekommst. Viel Glück dafür! :-)

  7. Hallo Markus,
    ich nutze Ubuntu schon ne ganze weile, aktuell Ubuntu 10.10 und bin im großen und ganzen zufrieden. Wenn nicht dass eine oder andere Problem nicht.
    Einmal sind die Desktop abstürze die immer wieder auftauchen und zwar passiert es immer wenn ich Partitionen (z.B. Daten Part.) oder externe Festplatten nutze, wobei nur der Desktop kurz abstürzt und dar bei alle Anwendungen schließt samt Festplatten, der Rechner stürzt Gott sei Dank nicht ab, solche Probleme hatte ich früher mit Windows XP zu genüge.
    Dann sind die Darstellungsprobleme die sich vor allem kurz nach dem Hochfahren vom Desktop zeigen, manchmal auch zwischen durch (z.B. beim zoomen von Bilder in der Darstellung), es scheint aber ein generelles Problem zu sein unter 10.10.

    Um auf den Problem mit Fedora 15 (Gnome) zurück zu kommen, ich glaube dass ist ein Grafik Chip Problem (ATI). Die Anwendungen unter Aktivitäten bzw. deren Schrift wird fehlerhaft dargestellt und dann kam der Absturz. An sich gefällt mir Gnome 3 ganz gut, im Gegensatz zu Unity. Gnome 3 unter Fedora sieht gefälliger aus. Dieses Violett unter Ubuntu 10.10 ist nicht so meins.
    KDE im Gegensatz gefällt mir sehr gut sowohl unter Fedora wie auch unter Ubuntu.
    Die Startsequenz ist echt ne Augenweide und unter Ubuntu gefällt sie mir ein tick besser.
    Auch die Möglichkeiten die man hat um den Desktop zu modden finde ich sehr gut, mehr als unter Gnome, obwohl man hier auch sehr viel machen kann.
    Mal sehen was die Zukunft bringt, ich hoffe sowohl Gnome wie auch KDE, dass sie bald stabiler laufen werden.
    Wenn ich aber die Probleme die ich unter Windows XP gehabt habe und die zwei oben genannte Probleme, dann sind diese Probleme nichts dar gegen.

  8. Ich habe noch einen Rechner, der mit Ubuntu Maverick Meerkat (Version 10.10) läuft. Den werde ich auch erstmal nicht umrüsten, denn der Rechner ist von 2003 und läuft noch mit einem Pentium 4 und einer Radeon 9600 TX Grafikkarte. Nur einen neuen Monitor und etwas Arbeitsspeicher hab ich da neu gekauft. Immerhin bringt er eine 1920 x 1200 er Auflösung und für Mailen und Surfen genügt es noch. ;-)

    Desktop-Abstürze sind nicht sehr fein. Je mehr ich lese, desto mehr habe ich den Eindruck, dass ich mit meiner Hardware echt Glück habe. Und eines steht jetzt schon fest: Wenn ich mir mal was Neues zulegen werde, dann werde ich vorher sehr genau schauen, was von Linux (und natürlich von den einzelnen Distributionen) gut unterstützt wird und was nicht. ATI Grafikkarten machen offenbar öfters Probleme. Soviel kann man in Foren schon lesen. Auch Freunde, die Notebooks mit ATI Grafikkarten haben, müssen sich manchmal schon ziemlich schinden, um ihre Systeme zum Laufen zu bringen.

    Modden: Generell kann man derzeit beobachten, dass die Desktopumgebungen erstmal „ab Werk“ weniger Einstellungen zur Verfügung stellen, verglichen mit der „Generation Gnome 2“. Das gilt gleichermaßen für Unity und Gnome 3. Ich nehme an, dass mit der Zeit mehr Tweaks erscheinen und man schon bald ähnliche Möglichkeiten hat, sein System grafisch zu verändern wie früher. Gerade in Sachen Splash-Screen kann man derzeit lesen, dass es zukünftig Einstellmöglichkeiten geben wird, zumindest bei Ubuntu 11.10.

    Gnome 3 gefällt mir sehr sehr gut. Ich liebe einen aufgeräumten Desktop und ich bin ein Fan von effizienter Bedienung. Beides bietet mir Gnome der aktuellen Generation. Natürlich muss man seine Gewohnheiten ein wenig anpassen. Bis Gnome 3 habe ich die Windows-Taste überhaupt nicht benutzt. Jetzt ist sie im Dauereinsatz .. ;-)

    Auch in bin schon sehr neugierig und gespannt, was die Zukunft in Sachen Linux bringen wird. :-)

  9. Ich bin schon immer ein großer Modding Fan gewesen, unter Windows habe ich dar mit Stunden verbracht, teilweise tage.
    Nach zwei Wochen, habe ich dann alles verworfen und neu angefangen. Ich habe z.B. auch nie ein Thema zwei mal verwendet, oder ein Wallpaper.
    Auch unter Ubuntu bzw. Gnome kann man sehr viel machen, aber nichts was mit Windows Like war, dar habe ich mir nach zehn Jahre Windows Nutzung satt gesehen.

    Effizienz ist mir auch sehr wichtig, das schönste System bringt nichts (z.B. KDE), wenn es nicht stabil und effizient arbeitet.
    Aber das Auge isst nun mal mit, wenn ich mir z.B. Ubuntu 9.10 in der Standard Konfiguration an seh, oh mann!
    Ich weiß über Geschmack kann man sich streiten, dar sieht Ubuntu 10.10 schon etwas besser aus.

  10. Hihi, ich konnte Windows XP auch irgendwann nicht mehr sehen. Und die Optik ist ja nicht das einzige, was Kopfschmerzen bereitet hat. Ich hatte zwar keine Probleme mit Abstürzen. Generell wollte ich aber nicht mehr mit Software arbeiten, die mit Grundsätzen an den Mann gebracht wird, die nicht meine sind. Lustigerweise scheidet Apple aus denselben Gründen aus. Und das, obwohl es ja sogar ausgesprochen schön ist. Das ist wohl die Stelle, an der man sagen muss: Optik ist nicht alles (obwohl ich ein schönes System sehr schätze!). :)

    Meine Abneigung gegen KDE kommt glaube ich vor allem daher, dass es „windows ähnlich“ ausschaut.

    Btw.: Auch ich habe Stunden um Stunden damit zugebracht, um meine Systeme hübsch zu machen. Immerhin verbringe ich die meiste Zeit meines Lebens am Bildschirm. Da mag ich keinen Augenkrebs ansehen müssen. ;)

  11. Hallo Markus,
    ich habe viel Geld für Windows XP ausgegeben, weil XP so wie es mittlerweile ausgeliefert wird kaum zu nutzen ist, dar ist gerade mal Office in einer 60 Tage Test Version drauf.
    Ich kann mich noch an mein aller ersten PC, ein HP Pavilion, vor gut 10 Jahren erinnern. Der war voll gestopft mit Software. Dar war z.B. ein komplettes Microsoft Office installiert (Vollversion), mit Powerpoint und Outlook. Sogar Works war drauf.
    Installiert war auch Encarta Welt Atlas und Autoroute. Mann konnte also sofort loslegen, der Rechner war aber nicht gerade billig.
    Trotz alle dem, habe ich gut 6 Jahre dar mit gearbeitet, bis er den Geist aufgegeben hat!
    Heute laufen Rechner vielleicht max. 4 Jahre dann kann man sich ein neuen kaufen, weil er auch total veraltet ist.

    Oh mann, ich könnte auch ein Lied dar von singen, was ich schon Stunden am Rechner verbracht habe, teilweise läuft der PC bzw. Notebook bei mir den ganzen Tag, dar für bleibt aber der Fernseher aus, weil eh nichts gescheites läuft.

  12. Tröstlich ist (aus meiner Sicht), dass Hardware heutzutage kaum was kostet. Und ich persönlich schiele gar nicht mehr auf die „Vollaustattung“ aus Redmond. Ich nutze OpenOffice oder jetzt halt LibreOffice. Das genügt mir. Für mich zuhause verwende ich sogar meist nur Abiword (Textverarbeitung) und Gnumeric (Tabellenkalkulation). Wenn ich beispielsweise einen Rechner für einen Kumpel kaufe oder für ein Familienmitglied ist es der erste Schritt, mal die ganzen Testversionen vom Rechner zu entfernen. Manchmal ist das gar nicht so einfach. Manchmal will derjenige auch bewusst MS Office nutzen oder Adobe Produkte. Dann kauf ich sie für ihn (oder er hat sie schon) und richte sie ihm ein und gut ist.

    Stichwort Fernsehen: Och, ich finde schon noch genügend gute Sachen. Nicht selten nehm ich halt auf, weil die Sachen, die mich interessieren, meist zu Unzeiten laufen. OnlineTVRecorder hilft da stets .. ;-)

    Soo, jetzt muss ich aber mal was Schaffen. Bis demnächst .. :-)

  13. Hallo Markus,
    klar wenn man sich die Gesamtkosten anschaut, also Rechner / Notebook am Anfang und die dar zu gehörige Software die man sich mit der Zeit zusätzlich kauft, würde ich auch sagen das die Hardware kaum was kostet.
    Ein Rechner / Notebook kauft man sich im Durchschnitt alle so 3-4 Jahre, Software kauft man sich schon fast jedes Jahr neu.
    Es fängt ja schon beim Antivirus Programm an, der muss eben jedes Jahr neu gekauft werden, dann kommt ein Backup Programm, im Durchschnitt alle zwei Jahre, z.B. Acronis ist nach zwei Jahre nicht mehr zu gebrauchen.
    Dann wehre es sinnvoll unter Windows, Programme wie Tuneup zu verwenden um die Festplatte regelmäßig sauber zu machen, werden im Durchschnitt auch alle 2-3 Jahre neu gekauft.
    Es gibt ja noch Programme wie Nero und eben Office, vielleicht braucht man ja noch Programme zur Bild- oder Videobearbeitung usw.
    Es entstehen mit der Zeit kosten ohne Ende und das meiste dar von ist Software. Rechner, Drucker kauft man sich ja schließlich alle paar Jahre neu.
    Und wenn man sich dann ein neuen Rechner kauft, dann fängt dass ganze wieder von vorn an.
    Sag ich ganz ehrlich, raus geschmissenes Geld!
    Wenn ich aber ein System zur Verfügung gestellt bekomme, dass genau so gut, produktiv und zuverlässig arbeiten kann, der mir Programme und Anwendungen anbietet, in hülle und fülle und die meisten dar von auch noch kostenlos sind, dann wähle ich natürlich dieses System.

  14. Natürlich kosten Rechner und Software Geld. Allerdings gibt es Unterschiede. Nehmen wir meinen Vater: der surft ein wenig, schreibt Briefe und Mails und hat den Rechner vor allem, um sein Mathematica (eine wissenschaftliche Mathematik-Software) zu betreiben. Er nutzt ein 17″ Notebook mit Windows 7. Als OfficePaket nutzt er LibreOffice, als Mail Client Thunderbird und als Browser den Firefox. Virenschutz geschieht via der kostenlosen Privat Edition von AntiVir und gegen Malware nutzt er eine andere kostenlose Software, deren Namen mir gerade nicht einfällt. Kosten tun nur zwei Programme etwas: Windows (das war drauf beim Kauf) und Mathematica. Alles andere war kostenlos, inklusive täglichen Aktualisierungen in Sachen Sicherheit (Virenschutz & Co.). Viren hatte er übrigens noch nie auf dem System. Das alles spart viel Geld.

    Wenn man dagegen beruflich mit dem Rechner arbeitet, dann wird es teurer. Das ist in jedem Fall richtig. Ich würde auch gar nicht unbedingt sagen, dass man generell alle drei Jahre einer neuen Rechnern braucht. Es hängt wirklich davon ab, was man mit welchem Anspruch machen will. Aber, am Ende kostet er natürlich Geld. Das ist vollkommen richtig.

  15. Ich würde auf jeden Fall raten unter Windows Tuneup oder ein ähnliches Programm zu installieren, weil Windows müllt sich sehr schnell zu und wird mit der Zeit immer langsamer, dar bin ich froh dass ich Ubuntu hab.
    Mit Antiviren Programme, habe ich vor allem mit Norton gute Erfahrungen gemacht und mit den Kosten hellt sich dass noch in Grenzen, bremst auch den Rechner nicht so stark aus, wie z.B. GData.
    Ein anderer Fall ist Office und dar habe ich doch die besten Erfahrungen mit Microsoft Office gemacht. Ich nutze heute noch ganz gern die alte 2000 Version und ich hatte bis heute kaum Probleme, im Gegensatz zu Open Office.
    Open Office ist ganz gut zu gebrauchen, wenn man ab und zu ein einfaches Brief schreibt, will man dar mit mehr machen, wirds schwierig. Vor allem die 3.1 Version war nicht ausgereift, nicht mal das herstellen von URL links ging gut, mal funktioniert es mal nicht. Vor allem wenn man sich schnell eine Seite notieren möchte, mit der aktuellen 3.2 geht es etwas besser. Hier wiederum gibt es Probleme mit dem herstellen von Tabellen, es gibt häufig Darstellungsprobleme.
    Mann muss leider sagen, es kommt einfach nicht an ein MS Office ran, vor allem die neue 2010, hat ein immensen Vorsprung.
    Ich hoffe dass die Macher von Libre Office das besser hin bekommen, und auch den Libre Office ein moderneren Look verpassen, aber die Stabilität ist mom. das wichtigere Problem.

  16. Ich glaube, jetzt fangen wir an, unterschiedlicher Meinung zu sein. OpenOffice kann nicht exakt das gleiche wie MS Office, es kann aber weitaus mehr als ein paar einfache Sachen. Meine Lebensgefährtin ist eine Excel Fetischisten und meint, dass es nur relativ wenig Bereiche gibt, die OpenOffice/LibreOfice nicht kann. Immerhin sollte man daran denken, dass 95 % Prozent aller Anwender, egal ob beruflich oder privat, nur etwa 10 Prozent des KnowHow einer Software ausnutzen. Gerade bei Office Paketen ist der Unterschied zwischen Funktionsumfang und dem Nutzen im täglichen Leben immens. Das seh ich jetzt über mehr als 20 Jahren in unterschiedlichen Branchen. Die Frage ist, ob ich viel Geld ausgeben soll, weil ich evtl. eines Tages eine Funktion benötige, die freie Software nicht kann. Am Ende sollte aber Jedermann selber entscheiden, welche Lösungen er benutzt. Du hasst aber recht, dass OpenOffice/LibreOffice optisch Nachholbedarf hat. Allerdings kann man sich da auch fragen, an welchem Ideal ich mich orientiere. Word und Excel finde ich jetzt auch nicht gerade effektiv und hübsch .. ;-)

    Ich glaube aber ohnehin, dass wir die Diskussion einfrieren sollten, denn die objektiven Argumente sind, glaube ich, gut rausgearbeitet worden. Entscheiden muss sich nun jedermann und jede Frau selber, welchen Weg er/sie gehen mag.

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