Ubuntu »Quantal Quetzal« vs. Gnomebuntu »Quantal Quetzal«

Die Tage werden kürzer. Der September hat schon begonnen, da ist es auch Zeit, sich mit der neuen Ubuntu-Version zu befassen. Voller Neugierde warte ich doch bei jeder neuen Version auf das, was da kommen mag. In diesem Jahr gibt es was wirklich komplett Neues. Nicht nur wird es eine neue Ubuntu-Version geben, namentlich hört sie auf den (Bei)Namen Quantal Quetzal, sondern es wird endlich auch eine eigene Ubuntu Version geben, die nicht Unity als Desktop-Umgebung vorinstalliert hat, sondern stattdessen nativ auf Gnome 3.6 setzt.

Ein neuer Sproß im Kreis der Canonical Familie

Viele Fans haben darauf gewartet und insbesondere die Leute, sie sich mit Unity nach wie vor nicht anfreunden können, warten nun gespannt auf Gnomebuntu. Ich habe mir in den letzten Wochen beide Pakete angeschaut. Ubuntu hatte ich seit der dritten Alpha auf meinem Rechner und Gnomebuntu hatte ich ebenfalls installiert, seit eine aktuelle Entwicklerversion herauskam. Auch in 2012 kann man Canonical ein gutes Zeugnis ausstellen. Die dritte Alpha von Ubuntu 12.10 war schon beeindruckend stabil. Fehlermeldungen, die man auf der dritten Alpha Version noch ab und an sah, die aber den Betrieb niemals störten, gehören (auf meinem Notebook) seit der ersten Beta komplett der Vergangenheit an.

Ubuntu »Quantal Quetzal« vs. Gnomebuntu »Quantal Quetzal«

Ich nutze meistens Gnome (aktuell in der Version 3.6). Allerdings bin ich ein Desktop-Hopper. Wenn ich also Lust habe, dann nutze ich auch mal Ubuntu per Unity. Ich habe mir die Oberfläche mit Unsettings ein wenig auf meine Wünsche eingestellt und finde so auch Unity sehr hübsch. Gnome 3.6 kann man mit dem bewährten Tweak Tool vollständig auf die eigenen Belange einstellen. Das ist zwar nicht nicht neu. Es sorgt aber trotzdem immer wieder für ein wohliges Gefühl. Ich arbeite mit meinem Desktop, nicht mit einem Desktop von der Stange. Mein Hopping wird allerdings dafür sorgen, dass ich weiter bei Ubuntu bleiben werde und ich mir Gnome dazu installiere, wenn ich es haben will. Gnomebuntu bietet mir nach dem, was ich bisher sehen kann, keine bessere Integration von Gnome. Deshalb gewinnt in meinem kleinen Wettstreit Ubuntu gegen Gnomebuntu knapp nach Punkten.

Veröffentlicht von

Markus

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6 Gedanken zu „Ubuntu »Quantal Quetzal« vs. Gnomebuntu »Quantal Quetzal«“

  1. Naja, also, von einer schlechten Integration will ich da gar nicht sprechen. Abgesehen davon steht Ubuntu 12.10 derzeit auf Beta 1 Status und nicht in der 12.10 Alpha 2, auf dessen Inhalte sich Dein Link bezieht.

    Canonical hat aktuell Gnome 3.6 integriert. Was mich dazu bringt, weiter lieber Ubuntu zu verwenden, ist die Vielfalt der möglichen Desktops, siehe Desktop-Hopping, und andererseits die Tatsache, dass man bei Canonical die Extensions für den Gnome-Desktop offenbar weiterhin via Software-Centre einbinden will und leider nicht über die Extensions-Seite von Gnome.org. Das ist nachteilig, finde ich. Aber, da beobachte ich nur den Ist-Zustand. Kann auch sein, dass die das derzeit nur deshalb so machen, weil viele Extensions noch nicht kompatibel sind mit Gnome 3.6. Das hab ich auf einer Fedora 17 Maschine selber erleben »dürfen«. Vielleicht wird das also noch geändert, wenn alle Extensions auch auf Gnome 3.6 laufen.

    Fazit: Eile mit Weile! ;-)

  2. Ich bin noch auf 12.04, das ist stabil und ich habe mich mittlerweile an Unity gewöhnt. Weiss noch nicht, ob ein Umstieg auf 12.10 nötig ist, habe bislang noch keinen Grund gefunden..

  3. Hallo Ulrich, es ist sehr schön, mal wieder von Dir zu hören. :-)

    Ja, die Version 12.04 ist auch auf meiner Hardware sehr stabil. Der Wechsel hin zu 12.10 war eher dem Spieltrieb geschuldet. Natürlich gibt es Neuerungen. Vieles davon, wenn nicht sogar alles, kann man sich aber auch per ppa oder auf andere Art und Weise dazu holen, auch mit Ubuntu 12.04. Bei mir ist es so, dass meine Zeit mit Canonical und Ubuntu derzeit ein wenig zuende scheint, zumindest vorläufig. Mark Shuttleworth schiebt Ubuntu immer mehr in eine kommerzielle Richtung. Ich höre und lese viel zu häufig vom Ubuntu Ökö-System. Natürlich bleibt ihm unbenommen, in welche Richtung er Ubuntu schiebt. Ich bin nicht der Mensch, der sagt, dass er das nicht darf, aber: das ist dann nicht mehr meine Idee von offener Software. Und da auch über andere Distributionen im großen und Ganzen die gleichen Pakete zur Verfügung stehen, bin ich derzeit gerade dabei, mir eine neue Basis zu suchen. Oder noch anders: eigentlich habe ich die neue Basis mit Fedora schon gefunden. Ich brauche noch ein zweites Standbein. Da könnte Sabayon zum Zug kommen. Das ist eine Distribution, die auf Gentoo basiert. Man kann in Bezug auf die Desktop-Umgebungen zwischen KDE, Gnome und XFCE wählen und es gibt sogar eine MATE Variante, also einen Desktop, der gerade für Leute, die Gnome 2 sehr vermissen, vielleicht eine Wahl ist.

    Ich finde UNITY gar nicht so schlecht. Ich habs mir mithilfe des Compiz-Managers ein wenig angepasst und finde das dann ganz brauchbar. Am liebsten ist mir aber Gnome 3. Generell muss man sich gegenüber Gnome 2 ein wenig umstellen und seinen Workflow ein wenig anpassen, aber dann flutscht es besser als jemals zuvor. :)

    Ich hoffe, Dir und Deiner Familie geht es gut und Deine Kameras werden auch noch regelmäßig ausgeführt. Ich muss doch endlich mal wieder vorbeischauen auf Deiner Website. :-)

  4. Ich weiß nicht mehr genau wann und wie, aber es sollen z.B. AGB’s eingeführt werden, die man abzeichnen muss. Und es gibt ja beispielsweise bei Ubuntu 12.10 auch diesen „Amazon-Case“. Lies mal: http://www.heise.de/open/meldung/Ubuntu-12-10-integriert-Amazon-Suche-1715366.html

    Ich meine: Einerseits kann ich verstehen, dass Canonical sind refinanzieren muss, um zu überleben. Andererseits bin ich nicht sicher, ob ich dazu Firmen wie Amazon einen Einblick in mein Such-Leben geben will. Das sind Dinge, die gehen mir zu weit.

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