Manjaro Linux. Neue Liebe

Vor einiger Zeit machte mich jemand auf Manjaro Linux aufmerksam. Ich habe es mir gleich herunter geladen und spielte es auf ein freies Stück externer Platte auf. Manjaro ist eine relativ neue, eigenständige Distribution, die ein wenig Arch Linux Tools nutzt und, zuerst und nativ, auf Xfce als Desktop-Umgebung setzt. Manjaro ist eine sogenannte Rolling-Release, d.h. es gibt keine regelmäßigen Versions-Updates, sondern die Entwicklung verläuft stetig und permament. Neuerungen werden zeitnah eingebaut bzw. zum Update bereit gestellt. Ich habe viel Spaß mit Manjaro und überlege derzeit, ob ich es als erstes System verwenden soll. Das wäre nur für ein Unterschied und es würde bedeuten, dass ich es auf die interne Notebook-Platte spiele, wo es sicher noch einmal flotter zugange ginge als ohnehin schon, denn meine interne Platte ist eine SSD.

Veröffentlicht von

Markus

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9 Gedanken zu „Manjaro Linux. Neue Liebe“

  1. Interessant. Wie würdest Du Manjaro und Ubuntu vergleichen? Lohnt sich der Umstieg für einen konservativen Linux-Nutzer, der auf Stabilität bedacht ist und wenn ja, warum?

  2. Manjaro nutzt XFCE als Desktop-Umgebung. Wenn Du damit klarkommen würdest, dann ist Manjaro aus meiner Sicht sicher ein interessanter Kandidat zum Umsteigen. Manjaro ist sehr stabil. Manjaro ist eine Rolling-Release, die Updates kommen regelmäßig aber nicht ununterbrochen. Zwischendurch hast Du auch mal eine oder zwei Wochen komplett ohne Updates. Für mich als Fedora-Nutzer war dies anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, denn da passierte gefühlt so wenig. Sie machen aber, was nötig ist. Du bist stets auf dem letzten Stand (beim Kernel, bei den Endprogrammen). Man hat mächtige Tools (per Kommandozeile als auch per GUI), die Dein System mit einfachen Schritten in Ordnung halten. Du nutzt die Community. Ist beispielsweise ein Paket nicht in den Repos gelistet, findet sich sicher entweder ein Repo oder Du kannst per yaourt-Befehl suchen, ob jemand vor Dir schon einmal ein Installationskript geschrieben hat. Wenn ja, was quasi für alle gängigen Programme gilt, dann kannst Du sein Script nutzen oder es abändern auf Deine Vorlieben. Im Vergleich zu Ubuntu kommt mir Manjaro deutlich ressourecenschonender vor. Wirklich gemessen habe ich das nicht, aber gerade das Gegenstück zum Ubuntus-Software-Center ist deutlich schneller und smarter (Manjaros Softwar-Center heißt Pamac). Bei Ubuntu habe ich den Eindruck, dass man sich Apple sehr als Vorbild genommen hat, gerade beim Software-Center. Manjaro will schlank sein, hypermodern und dabei so asketisch wie möglich (ohne das es zulasten der Bequemlichkeit für den Nutzer geht). Die Nähe zu Arch-Linux sorgt für Modernität einerseits, sie sorgt aber auch dafür, dass Dein System nicht zu barock anmutet. Alles ist sehr schnell und effizient.

    Im Zweifel zieh Dir doch einfach eine aktuelle iso und baue Dir einen Live-USB Stick. Dann bekommst Du 1) mal einen Eindruck, ob Deine Hardware und Manjaro sich verstehen und 2) bekommst Du einen subjektiven Eindruck, wie sich das für Dich anfühlt. Ein solcher kurzer Test ist auch ziemlich unaufwendig.

  3. Habe Manjaro mit XFCE von einem Live-USB-Stick aus für ein Weilchen ausprobiert. Es läuft alles tadellos und flott. Allerdings wirklich ‚zuhause‘ fühlt man sich ja erst, wenn man die zahlreichen Anpassungen vorgenommen hat, die man für sich persönlich als effizient empfindet.

    Ich werde es mal auf einem sehr alten Notebook installieren, dann kann ich länger und eingehender damit arbeiten und sehe gleich auch, wie sich Manjaro auf nicht sehr leistungsfähiger Hardware verhält.

    Ich dachte schon einige Zeit, dass es doch ein Linux geben müsste, das schlanker ist als Ubuntu. Manjaro scheint es zu sein und zudem noch moderner und offener, ich bin gespannt, danke für Deinen Tipp!

  4. Hallo Ulrich, ja, ich hatte Manjaro auch erst auf einer alten Maschine laufen bzw. ich habs auf eine externe USB-Platte installiert. Da kann man dann an den Einstellungen herumfummeln, Icons anpassen, Anzeige-Modi verändern und es sich, wie Du auch sagst, zueigen machen. Grundsätzlich ist XFCE ja ein wenig anders als Unity oder Gnome 3. Auch das braucht ein wenig Umstellungszeit. Und der XFCE-Desktop ist von der Werkssettings her erstmal schlanker und systemschonender als Unity. Natürlich kann man diesen Vorteil auch wieder einbüssen, wenn man sich zuuu viele Funktiönchen dazu added. Aber, dass muss man selber austesten. Ich habe mir Icons dazu installiert und das Wallpaper verändert. Das wars im großen Ganzen. Der Screenshot, der oben im Beitrag abgebildet ist, zeigt eben keinen der Standard-Wallpapers, sondern einen, der mir gefiel. Außerdem habe ich die Taskleiste normalerweise auf „automatisch ausblenden“ stehen und habe sie nur für den Screenshot eingeblendet. Sonst täte man ja nur das Wallpaper sehen. ;-) Ich mag es einfach, dass ich beispielsweise für den Browser den vollen Bildschirm nutzen kann. Wenn ich große externe Monitore dran habe, ist das natürlich nicht soooo nötig. Eh klar ..

    Na, dann wünsche ich Dir viel Spaß beim Ausprobieren, Einstellen und dann eben auch beim eigentlich Arbeiten mit dem System. :)

  5. Die Taskleiste habe ich auch immer auf „automatisch ausblenden“, nutze auch immer gern die volle Bildschirmhöhe. Leider ist der Test nicht ganz so glatt weitergegangen. Pamac läuft auf einen Paketierungsfehler und kann das System nicht auf den neuesten Stand bringen. Language-Packages könen nicht nachgeladen werden, weil sie ein aktuelles System verlangen. Zudem finden sich einige Programme nicht als Pakete für Manjaro.

    Ich glaube, Debian liegt mir näher als ich dachte, aber das muss ja nichts Schlimmes sein ;)

  6. Uuups, das hört sich ja nicht gut an. Solche Probleme hatte ich in der ganzen Zeit nicht. Das tut mir Leid. Welche Programme fehlen denn? Hast Du mal den yaourt Befehl in der Kommandozeile probiert? Es genügt z.B. ein ‚yaourt -S spotify‘. Für spotify kannste natürlich alles mögliche einsetzen, eh klar.

    Was Debian angeht, so isses nie zu spät. ;)

  7. Hallo Ulrich, noch eine kleine Anmerkung am Rande: Bin jetzt ein paar Tage Offline. Ich vermute, dass ich am kommenden Sonntag wieder Online bin.

  8. z.B. DVBCut, aber ich werde mal yaourt probieren. Nicht schlimm ansonsten, Manjaro bleibt auf meiner Beobachtungsliste. Nochmals danke für den Tipp!

  9. So, wieder zuhause. So ein paar Tage Off tun auch mal gut, zumal bei uns mal wieder kein wirklich richtiger Urlaub drin ist. Zeit, Projekte, Zoichs. ;-)

    Zum Thema Unterstützte Programme: Okay, hmm.

    Eine sinnvolle Distribution ist immer auch Fedora, finde ich. Die sind ziemlich „cutting-edge“, verwenden immer sehr neue Technik. Früher hat das dazu geführt, dass sie manchmal die Sache zuuuu sehr übertrieben. Umsteigern und gerade denjenigen, die von Ubuntu kommen, sollten sich vielleicht anfangs damit zurückhalten, Repos mit zu verwenden, die die Technik noch weiter in Richtug neu drehen. Sonst haste schnell mal Alpha-Versionen im System. Über die letzten Jahre ist Fedora zwar auch immer stabiler geworden, aber, wie gesagt, manchmal übertreiben sie es. Grundsätzlich kann man zu Fedora noch sagen, dass sie bewusst viel Wert legen auf open-source. Für den Nutzer heißt das, dass nach der Installation, die bei mir schon seit Ewigkeiten Out-Of-The-Box fungiert, kein Flash installiert ist (auch nicht die Plugins für den Firefox-Browser). Auch einige Codecs fehlen, lassen sich aber leicht über Repos nachinstallieren. Wie gesagt: die Jungens und Mädels wollen keinen prorietären Sachen drin haben in ihren Packages. Ist einfach eine Richtungsentscheidung, die mich anfangs ein wenig genervt hat, die ich aber seit einiger Zeit quasi von Tag zu Tag besser finde. Das ist ein Zeichen und das nachträgliche Installieren von Flash & Codecs mache ich derweil schon mit dem Rückenmark. ;-) Wenn Du magst, kannste Dir Fedora ja mal anschauen. Fedora gibt es mit allen üblichen Desktop-Umgebungen (Gnome, KDE, Mate, XFCE, etc. ..).

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