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Facebook? Klaro, wo glaubt ihr trag ich den Termin ein?

Facebook. Lokales Leben gestalten

Seit ich wieder in Seligenstadt lebe bin ich dabei, mein Leben neu einzurichten. Ich bin aufgewachsen in Seligenstadt, war aber ja seit vielen vielen Jahren nicht mehr hier. Wir haben Feste besucht, sind auch mal einfach so nach Seligenstadt gekommen, waren aber eben auf Besuch. Das Interesse eines Besuchenden ist natürlich grundsätzlich anders als die Interessen und Bedürfnisse, die man hat, wenn man an einem Ort lebt. Bei meinem Wiedereinstieg in Seligenstadt aber auch bei meinem neu Einleben im Rhein-Main-Gebiet kam mir etwas zu Hilfe, dass es früher so nicht gab und das ich nun nicht mehr missen möchte: Facebook. Ich lerne an jedem Tag neue Geschäfte kennen oder neue Leute, ich ergattere gebrauchte Regale, die mir von den neuen digitalen Nachbarn sogar gebracht wurden und ich erfahre von vielen Veranstaltungen, die ich sonst gar nicht kennen würde.

Kurz: Facebook bereichert mein Leben weitaus mehr, als ich mir das noch vor fünf sechs Jahren gedacht hätte. Natürlich schafft Facebook nur den Rahmen. Die Menschen bereichern mich, indem sie Veranstatungen und viele interessante Dinge teilen und so dafür sorgen, dass jemand wie ich leicht partizipieren kann. Das ist toll! Das wollte ich nur mal kurz loswerden. Viele Leute sehen Facebook kritisch und ich bin da in vielerlei Hinsicht bei ihnen (Stichworte: Datenschutz, Nutzerrechte, etc.) und doch gibt es auch diese andere Ebene, die ich persönlich nicht unterschätzen wollen würde und die wirklich hilft, sich heimisch zu fühlen in einer Region.

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  1. Ist das nicht eine Illusion, dass man sich heimisch fühlt in einer Region, wenn man auf Facebook ist? Mir kommt es vor wie ein Diktat. Nach dem Motto ‚Du bist ausgeschlossen vom lokalen Miteinander, wenn Du nicht bei Facebook mitmachst‘. Ich finde das sehr bedenklich.

  2. Markus

    Na, ich wollte den Artikel nicht so nach allen Seiten absichern (müssen). Sonst wäre es ein mehrere Kilogramm schwerer Text geworden. ;-)

    Natürlich fühle ich mich nicht nur wegen Facebook heimisch, aber, es gibt Bereiche, in denen Facebook eine adäquate Lösung anbietet. Ich sage nicht, dass dies der einzig gangbare Weg ist. Ein Freund mailte mich an und wollte so gar nicht gelten lassen, dass Facebook für was gut sein kann. Ich kann seine Sicht der Dinge nachvollziehen und wir müssen uns sicher auch nicht unterhalten über die Art und Weise, wie sich Facebook als Unternehmen aufführt. Nur, vieles, was wir zurecht an Facebook kritisieren, machen die so wie sie es machen, weil es nicht verboten ist. Will sagen: Viele Gewohnheiten, die Facebook und die anderen ausleben, muss man politisch bekämpfen. Mehr Datenschutz und Privatsphäre für den Nutzer durchzusetzen ist die Aufgabe der Politik. Natürlich, darüber müssen wir vermutlich auch nicht lange reden, ist derzeit kein politischer Wille da, da was zum Positiven hin zu verändern.

    Nun dazu, wobei Facebook mir konkret hilft. Facebook verhilft mir zu ganz einfachen und guten Lösungen. Ich bekam über eine lokale Tauschseite kostenarm Schuhregale, die ein Fehlkauf waren für denjenigen, der sie abgab. Da ich die nicht transportieren konnte, brachte man mir die Sachen sogar. Facebook bot die Infrastruktur dafür. Ich orientiere mich neu und dazu gehört, dass ich wissen will, was wann wo los ist. Und ich möchte gerne nicht per Gießkanne versorgt werden und dann noch viel Zeit aufwenden müssen, um mir die Informationen rauszufilten, die ich wirklich will, sondern ich möchte gerne möglichst direkt informiert werden. Das leistet Facebook ebenfalls auf effektive Art und Weise.

    Vieles konnte man früher woanders erfahren, etwa im lokalen Käseblättchen und es ist ja auch nicht so, dass ich nur Facebook nutze. Aber, ich beobachte eine Wanderung. Viele Informationen werden nun im Netz und eben auch bei Facebook behandelt und dargestellt: Will ich etwa gute neuen Restaurants finden, schaue ich ins Netz. Ich bleibe an den Locations auch dran, indem ich deren Facebook-Seite folge. Das sind kurze, effektive Wege. Daneben lese ich weiter das Käseblättchen und das Frankfurt-Journal und und und. Nirgendwo werde ich auch nur annähernd so umfangreich darüber informiert, wie der TUS 08 Klein -Welzheim gespielt hat, wo er steht in der Tabelle und wie das nun war bei der letzten Bürgermeisterwahl wie im örtlichen Käseblättchen. ;-) Es ist also eben am Ende kein entweder oder, es ist ganz eindeutig ein sowohl als auch.

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