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	<title>Kommentare für Schreibtira.de</title>
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	<description>Mein Name ist Markus Sowada. Schreibtira.de ist mein privates Blog. Ich schreibe über alles, was mich interessiert. Du darfst mich also getrost einen Ego-Blogger schimpfen oder mich auch wahlweise liebkosend so nennen.</description>
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		<title>Kommentar zu Politik 2013: Neue T&#252;rw&#228;chter hat das Land von Markus Sowada</title>
		<link>http://www.schreibtira.de/2013/04/11/politik-2013-neue-turwachter-hat-das-land/comment-page-1/#comment-1171</link>
		<dc:creator>Markus Sowada</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Apr 2013 20:53:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Du sprichst mir aus der Seele. Das ist, was ich meinte als ich schrieb, dass ich mich frage, ob der traditionelle Journalismus einen Umschwung schaffen kann. Es ist fast schon paradox, denn es ist genau wie Du sagst: eigentlich br&#228;uchte es &quot;nur&quot; gute Artikel. Und die verschiedenen Leitungsebenen innerhalb der Redaktionen m&#252;ssten sich nur klarmachen, dass Hektik nicht Schnelligkeit ist und das Journalismus vor allem Gr&#252;ndlichkeit braucht. Abschreiben, Wiederk&#228;uen und Wiederholungen braucht es eigentlich nicht. 

Es ist wirklich verr&#252;ckt. Eigentlich braucht es in diesen Zeiten vor allem Analyse und Reflektion, aber in den Redaktionen ist man offenbar so verunsichert, dass eine eigenst&#228;ndige Handlungsf&#228;higkeit verloren gegangen ist. All das sind keine guten Voraussetzungen, um sich auf den Weg in eine gute Zukunft zu machen. Hm..]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du sprichst mir aus der Seele. Das ist, was ich meinte als ich schrieb, dass ich mich frage, ob der traditionelle Journalismus einen Umschwung schaffen kann. Es ist fast schon paradox, denn es ist genau wie Du sagst: eigentlich br&#228;uchte es &#8220;nur&#8221; gute Artikel. Und die verschiedenen Leitungsebenen innerhalb der Redaktionen m&#252;ssten sich nur klarmachen, dass Hektik nicht Schnelligkeit ist und das Journalismus vor allem Gr&#252;ndlichkeit braucht. Abschreiben, Wiederk&#228;uen und Wiederholungen braucht es eigentlich nicht. </p>
<p>Es ist wirklich verr&#252;ckt. Eigentlich braucht es in diesen Zeiten vor allem Analyse und Reflektion, aber in den Redaktionen ist man offenbar so verunsichert, dass eine eigenst&#228;ndige Handlungsf&#228;higkeit verloren gegangen ist. All das sind keine guten Voraussetzungen, um sich auf den Weg in eine gute Zukunft zu machen. Hm..</p>
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		<title>Kommentar zu Politik 2013: Neue T&#252;rw&#228;chter hat das Land von Ulrich</title>
		<link>http://www.schreibtira.de/2013/04/11/politik-2013-neue-turwachter-hat-das-land/comment-page-1/#comment-1170</link>
		<dc:creator>Ulrich</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Apr 2013 18:22:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich glaube nicht, dass &quot;traditionelle&quot; Zeitungen auf Dauer &#252;berleben. Ich bedaure es, aber es scheint, als k&#246;nnten sie einfach nicht innehalten, zur&#252;cktreten und etwas Neues schaffen. Dabei m&#252;ssten sie doch nur bei dem bleiben, was den Kern ausmacht: Neugkeiten zeitnah erfassen, dazu Fakten recherchieren, Zusammenh&#228;nge aufzeigen und Deuten. Das Neue w&#228;re dabei bloss das &#220;bertragen auf ein neues Medium wie das Netz.

Es ist einfach &#246;de, dieses Wiederk&#228;uen von Absonderungen Anderer. Die Presse gibt nur noch unreflektiert weiter, was sie irgendwo aufliest. Obendrein meist noch in schlechter Sprache dass schon das Lesen eine Qual ist, von geistiger Anregung ganz zu Schweigen. Und Kultur gleich welcher Art hat sich schon lange verabschiedet. 

Freie Rede und freier Geist finden sich nur noch im Netz und in der Literatur. Presse wie ich sie lesen w&#252;rde ist wirksam ausgemerzt von Werbung, Profitgier und Populismus.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube nicht, dass &#8220;traditionelle&#8221; Zeitungen auf Dauer &#252;berleben. Ich bedaure es, aber es scheint, als k&#246;nnten sie einfach nicht innehalten, zur&#252;cktreten und etwas Neues schaffen. Dabei m&#252;ssten sie doch nur bei dem bleiben, was den Kern ausmacht: Neugkeiten zeitnah erfassen, dazu Fakten recherchieren, Zusammenh&#228;nge aufzeigen und Deuten. Das Neue w&#228;re dabei bloss das &#220;bertragen auf ein neues Medium wie das Netz.</p>
<p>Es ist einfach &#246;de, dieses Wiederk&#228;uen von Absonderungen Anderer. Die Presse gibt nur noch unreflektiert weiter, was sie irgendwo aufliest. Obendrein meist noch in schlechter Sprache dass schon das Lesen eine Qual ist, von geistiger Anregung ganz zu Schweigen. Und Kultur gleich welcher Art hat sich schon lange verabschiedet. </p>
<p>Freie Rede und freier Geist finden sich nur noch im Netz und in der Literatur. Presse wie ich sie lesen w&#252;rde ist wirksam ausgemerzt von Werbung, Profitgier und Populismus.</p>
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		<title>Kommentar zu Politik 2013: Neue T&#252;rw&#228;chter hat das Land von Markus Sowada</title>
		<link>http://www.schreibtira.de/2013/04/11/politik-2013-neue-turwachter-hat-das-land/comment-page-1/#comment-1169</link>
		<dc:creator>Markus Sowada</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Apr 2013 10:27:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hallo Ulrich, sch&#246;n, dass Du wieder hier vorbei schaust .. :-) 

Also, ja, ich w&#252;rde auch sehr gerne f&#252;r gute Inhalte zahlen. Ich mache derzeit mal wieder den Selbstversuch und kaufe mehr Print. Aber, selbst bei anerkannten Sachen wie &quot;ZEIT Wissen&quot; habe ich den Eindruck (und werde diesen auch nicht richtig los), dass es da um Zweit-Verwertung geht. Die Heft-Inhalte wirken beliebig zusammengew&#252;rfelt, dann noch etwas optischen Zeitgeist dazu, einmal kr&#228;ftig umr&#252;hren und fertig ist der Mehrerl&#246;s!? In solchen Formaten kann man schon auf gute Inhalte sto&#223;en, aber wenn dies geschieht, so scheint es mir eher ein Zufall zu sein. Ich werde mich weiter durcharbeiten durch diese speziellen Print-Formate. In mir bleibt aber das Gef&#252;hl zur&#252;ck, dass die Dossiers, die in der alten Zeit noch Teil der normalen w&#246;chentlichen Ausgabe waren, deutlich gr&#246;&#223;eren Mehrwert boten. Damals schmiss man solche sperrigen Formate raus oder d&#252;nnte sie deutlich aus, man spendierte den ja auch wirklich sch&#246;nen neuen Look und machte sich auf zu neuen Lesern. Als Kollateralschaden nahm man in Kauf, dass durch die K&#252;rzung vieler Rubriken-Formate auch die Tiefe der Information oft auf der Strecke blieb und bleibt. Aber, das wissen die hippen, jungen Leser ja gar nicht mehr, denn die kennen die alte ZEIT gar nicht.

Was Online angeht, so gebe ich Dir vollkommen Recht. Heute gibt es Bezahlmodelle. Allerdings haben die Verlagsh&#228;user mit hirnrissigen Bezahlmodellen in den ersten Jahren viel Porzellan zerschmissen und auch Geld verbrannt. Da hat man bei der FAZ z.B. gerne mal den mehrfachen Preis der kompletten Print-Ausgabe bezahlt f&#252;r einen einzigen Artikel. Oder man ging eben doch zum Kiosk und bezahlte f&#252;r viel mehr Inhalt viel weniger Geld. 

&lt;strong&gt;Mut fehlt tats&#228;chlich allenthalben.&lt;/strong&gt; Ich will aber zugestehen, dass es schwierig ist, mutige Entscheidungen zu f&#228;llen, wenn man mit dem R&#252;cken zur Wand steht und sich in neuen Verh&#228;ltnissen eben auch nicht auskennt und hinreichend unsicher ist. Als die Rundschau jetzt insolvent ging, habe ich mich auch gefragt, wieso die nicht schlanker einen Neustart machen und nur noch auf Online setzen. Aber, dass w&#228;re quasi ein komplett neues Projekt/Produkt, dass den alten Namen als Marke beh&#228;lt. Und ob sich das in Deutschland halten k&#246;nnte, da habe ich meine Zweifel, ehrlich gesagt. Ohnehin ginge das nur mit sehr kleinen smarten Mannschaft. Das w&#228;re quasi so was wie &quot;CARTA&quot; mit mehr Autoren und nat&#252;rlich mit einer anderen inhaltlichen Ausrichtung. Aber, mit der (alten) &quot;Frankfurter Rundschau&quot; h&#228;tte das nur noch dem Namen nach etwas zu tun. 

Als Leser fehlt mir oft Qualit&#228;t und als Webworker &#252;berlege ich, ob ein Umschwung einer alten Branche / einer alten Firma auf komplett neue Verh&#228;ltnisse klappen k&#246;nnte. Ich meine: wie viele positive Beispiele gibt es, wo ein Unternehmen auf einem alten Markt eine gute Stellung hatte und diese, nach Anfangsproblemen, wiedererlangte? Klar, was ich anspreche ist quasi nur eine empirische Argumentation und damit kein Beweis. Aber, in mir bleiben diesbez&#252;glich viele Zweifel.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Ulrich, sch&#246;n, dass Du wieder hier vorbei schaust .. :-) </p>
<p>Also, ja, ich w&#252;rde auch sehr gerne f&#252;r gute Inhalte zahlen. Ich mache derzeit mal wieder den Selbstversuch und kaufe mehr Print. Aber, selbst bei anerkannten Sachen wie &#8220;ZEIT Wissen&#8221; habe ich den Eindruck (und werde diesen auch nicht richtig los), dass es da um Zweit-Verwertung geht. Die Heft-Inhalte wirken beliebig zusammengew&#252;rfelt, dann noch etwas optischen Zeitgeist dazu, einmal kr&#228;ftig umr&#252;hren und fertig ist der Mehrerl&#246;s!? In solchen Formaten kann man schon auf gute Inhalte sto&#223;en, aber wenn dies geschieht, so scheint es mir eher ein Zufall zu sein. Ich werde mich weiter durcharbeiten durch diese speziellen Print-Formate. In mir bleibt aber das Gef&#252;hl zur&#252;ck, dass die Dossiers, die in der alten Zeit noch Teil der normalen w&#246;chentlichen Ausgabe waren, deutlich gr&#246;&#223;eren Mehrwert boten. Damals schmiss man solche sperrigen Formate raus oder d&#252;nnte sie deutlich aus, man spendierte den ja auch wirklich sch&#246;nen neuen Look und machte sich auf zu neuen Lesern. Als Kollateralschaden nahm man in Kauf, dass durch die K&#252;rzung vieler Rubriken-Formate auch die Tiefe der Information oft auf der Strecke blieb und bleibt. Aber, das wissen die hippen, jungen Leser ja gar nicht mehr, denn die kennen die alte ZEIT gar nicht.</p>
<p>Was Online angeht, so gebe ich Dir vollkommen Recht. Heute gibt es Bezahlmodelle. Allerdings haben die Verlagsh&#228;user mit hirnrissigen Bezahlmodellen in den ersten Jahren viel Porzellan zerschmissen und auch Geld verbrannt. Da hat man bei der FAZ z.B. gerne mal den mehrfachen Preis der kompletten Print-Ausgabe bezahlt f&#252;r einen einzigen Artikel. Oder man ging eben doch zum Kiosk und bezahlte f&#252;r viel mehr Inhalt viel weniger Geld. </p>
<p><strong>Mut fehlt tats&#228;chlich allenthalben.</strong> Ich will aber zugestehen, dass es schwierig ist, mutige Entscheidungen zu f&#228;llen, wenn man mit dem R&#252;cken zur Wand steht und sich in neuen Verh&#228;ltnissen eben auch nicht auskennt und hinreichend unsicher ist. Als die Rundschau jetzt insolvent ging, habe ich mich auch gefragt, wieso die nicht schlanker einen Neustart machen und nur noch auf Online setzen. Aber, dass w&#228;re quasi ein komplett neues Projekt/Produkt, dass den alten Namen als Marke beh&#228;lt. Und ob sich das in Deutschland halten k&#246;nnte, da habe ich meine Zweifel, ehrlich gesagt. Ohnehin ginge das nur mit sehr kleinen smarten Mannschaft. Das w&#228;re quasi so was wie &#8220;CARTA&#8221; mit mehr Autoren und nat&#252;rlich mit einer anderen inhaltlichen Ausrichtung. Aber, mit der (alten) &#8220;Frankfurter Rundschau&#8221; h&#228;tte das nur noch dem Namen nach etwas zu tun. </p>
<p>Als Leser fehlt mir oft Qualit&#228;t und als Webworker &#252;berlege ich, ob ein Umschwung einer alten Branche / einer alten Firma auf komplett neue Verh&#228;ltnisse klappen k&#246;nnte. Ich meine: wie viele positive Beispiele gibt es, wo ein Unternehmen auf einem alten Markt eine gute Stellung hatte und diese, nach Anfangsproblemen, wiedererlangte? Klar, was ich anspreche ist quasi nur eine empirische Argumentation und damit kein Beweis. Aber, in mir bleiben diesbez&#252;glich viele Zweifel.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Politik 2013: Neue T&#252;rw&#228;chter hat das Land von Ulrich</title>
		<link>http://www.schreibtira.de/2013/04/11/politik-2013-neue-turwachter-hat-das-land/comment-page-1/#comment-1168</link>
		<dc:creator>Ulrich</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Apr 2013 09:12:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich w&#252;rde gern wieder eine oder mehrere Informationsquellen gegen Bezahlung abonnieren, wenn ich den Eindruck h&#228;tte, dass man dort guten Journalismus betreibt. Solange &quot;Presse&quot; und &quot;Medien&quot; hingegen nur noch alles wegsparen und echte Fakten zwischenzeitlich anderswo erarbeitet werden, geht das leider nicht. 

Es scheint niemand den Mut zu haben, Geld in guten Journalismus zu investieren. Zudem gibt es diese unselige Umsonst-Erwartung gegen&#252;ber allem, was im Netz ist und mithin kein etabliertes Bezahlsystem. Letzteres seltsamerweise obwohl es einige massentaugliche Systeme gibt.

Diese technische H&#252;rde erschwert es m.E. gute (Online-) Informationsquellen aufzubauen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich w&#252;rde gern wieder eine oder mehrere Informationsquellen gegen Bezahlung abonnieren, wenn ich den Eindruck h&#228;tte, dass man dort guten Journalismus betreibt. Solange &#8220;Presse&#8221; und &#8220;Medien&#8221; hingegen nur noch alles wegsparen und echte Fakten zwischenzeitlich anderswo erarbeitet werden, geht das leider nicht. </p>
<p>Es scheint niemand den Mut zu haben, Geld in guten Journalismus zu investieren. Zudem gibt es diese unselige Umsonst-Erwartung gegen&#252;ber allem, was im Netz ist und mithin kein etabliertes Bezahlsystem. Letzteres seltsamerweise obwohl es einige massentaugliche Systeme gibt.</p>
<p>Diese technische H&#252;rde erschwert es m.E. gute (Online-) Informationsquellen aufzubauen.</p>
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		<title>Kommentar zu Politik 2013: Neue T&#252;rw&#228;chter hat das Land von Markus Sowada</title>
		<link>http://www.schreibtira.de/2013/04/11/politik-2013-neue-turwachter-hat-das-land/comment-page-1/#comment-1167</link>
		<dc:creator>Markus Sowada</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 14:03:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vieles von dem, was Du schreibst, kann ich vollkommen unterschreiben. Bei manchen Sachen, wie dem &quot;Aufkl&#228;rung funktioniert nicht&quot; w&#228;re ich noch vorsichtig. Wir stecken in unserer Zeit fest und das ist f&#252;r ein Lebewesen mit einer Lebenszeit von vielleicht 80 Jahren ja auch beinahe nicht anders m&#246;glich. Wir k&#246;nnen prima andere, zur&#252;ckliegende Zeitr&#228;ume einordnen und beurteilen, was uns aber schwerf&#228;llt ist, uns abschlie&#223;end einordnend dazu zu &#228;u&#223;ern, was das Jetzt und Hier hervor bringt. Wir tun gut daran, dass nachfolgenden Generationen zu &#252;berlassen. Wir d&#252;rfen uns nat&#252;rlich eine Meinung bilden und Du ahnst, wie meine Momentaufnahme des aktuellen Zeitgeistes ausf&#228;llt. Ob man darauf aber schon tats&#228;chlich absolute Einordnungen ableiten kann, da habe ich meine Zweifel. Aber, nat&#252;rlich verstehe ich, was Du im Ganzen meinst. Mir geht es ja &#228;hnlich und auch ich habe derzeit vor allem dort Ruhe und etwas Befriedigung, wo ich mich meinen ureigenen Themen widme. Als Ergebnis muss ja nicht eine vollkommene Abkehr von der Welt herauskommen, vielmehr haushalten wir halt, wie viel Kraft man &#228;u&#223;eren Projekten widmet und wie viel Kraft man wieder aufbauen muss, um ausgegebene Energien wieder aufzuf&#252;llen. 

Die kleinen L&#246;sungen bieten an vielen Stellen einen direkten Zugang zu den Erfahrungen anderer. Bei vielen Themen ist das tats&#228;chlich deutlich hilfreicher als das Suchen in gro&#223;en oftmals beliebigen Werken, die doch so wenig mit einem selber zu tun haben. Jeder sucht sich seinen ganz pers&#246;nlichen Weg. Das ist ja auch, was Du oben geschrieben hast und das ist, im Grunde auch, was ich ganz weit oben, also namentlich im Artikel, vermitteln wollte. Selber Denken, selber Suchen, selber Finden und sich somit ein wenig autark machen. Das ist eine m&#228;chtige und wie ich finde auch gute Formel.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vieles von dem, was Du schreibst, kann ich vollkommen unterschreiben. Bei manchen Sachen, wie dem &#8220;Aufkl&#228;rung funktioniert nicht&#8221; w&#228;re ich noch vorsichtig. Wir stecken in unserer Zeit fest und das ist f&#252;r ein Lebewesen mit einer Lebenszeit von vielleicht 80 Jahren ja auch beinahe nicht anders m&#246;glich. Wir k&#246;nnen prima andere, zur&#252;ckliegende Zeitr&#228;ume einordnen und beurteilen, was uns aber schwerf&#228;llt ist, uns abschlie&#223;end einordnend dazu zu &#228;u&#223;ern, was das Jetzt und Hier hervor bringt. Wir tun gut daran, dass nachfolgenden Generationen zu &#252;berlassen. Wir d&#252;rfen uns nat&#252;rlich eine Meinung bilden und Du ahnst, wie meine Momentaufnahme des aktuellen Zeitgeistes ausf&#228;llt. Ob man darauf aber schon tats&#228;chlich absolute Einordnungen ableiten kann, da habe ich meine Zweifel. Aber, nat&#252;rlich verstehe ich, was Du im Ganzen meinst. Mir geht es ja &#228;hnlich und auch ich habe derzeit vor allem dort Ruhe und etwas Befriedigung, wo ich mich meinen ureigenen Themen widme. Als Ergebnis muss ja nicht eine vollkommene Abkehr von der Welt herauskommen, vielmehr haushalten wir halt, wie viel Kraft man &#228;u&#223;eren Projekten widmet und wie viel Kraft man wieder aufbauen muss, um ausgegebene Energien wieder aufzuf&#252;llen. </p>
<p>Die kleinen L&#246;sungen bieten an vielen Stellen einen direkten Zugang zu den Erfahrungen anderer. Bei vielen Themen ist das tats&#228;chlich deutlich hilfreicher als das Suchen in gro&#223;en oftmals beliebigen Werken, die doch so wenig mit einem selber zu tun haben. Jeder sucht sich seinen ganz pers&#246;nlichen Weg. Das ist ja auch, was Du oben geschrieben hast und das ist, im Grunde auch, was ich ganz weit oben, also namentlich im Artikel, vermitteln wollte. Selber Denken, selber Suchen, selber Finden und sich somit ein wenig autark machen. Das ist eine m&#228;chtige und wie ich finde auch gute Formel.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Politik 2013: Neue T&#252;rw&#228;chter hat das Land von schneeschmelze</title>
		<link>http://www.schreibtira.de/2013/04/11/politik-2013-neue-turwachter-hat-das-land/comment-page-1/#comment-1166</link>
		<dc:creator>schneeschmelze</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 13:12:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich sehe das vielleicht auch ein bi&#223;chen entspannter, weil ich als Jurist sowieso gelernt habe, mir aus einem mehrstimmigen „Chor“ zu streitigen Themen ein Meinungsbild herzustellen und mir dann aufgrund dessen erst eine eigene Meinung zu erarbeiten. Dazu braucht man Kriterien und Methode.

Was mich nachdenklich macht, ist der Erfolg der gro&#223;en kommerziellen Verlagsportale wie faz.net oder spiegel.de. Das ist f&#252;r mich als Frankfurter Sch&#252;ler ein Teil der Kulturindustrie und daher ein Zeichen daf&#252;r, da&#223; Aufkl&#228;rung eben nicht funktioniert. Das ist eine Gegenaufkl&#228;rung, der man sich unbedingt entziehen mu&#223;. Das geht aber nur mit Medien, die au&#223;erhalb der Mitte stehen oder die ganz von drau&#223;en auf unsere Verh&#228;ltnisse blicken. Daher mein Ausweichen auf die andere Rheinseite oder mein Blick &#252;ber den kleinen und den ganz gro&#223;en Kanal. Was die Deutsche Welle angeht: Die hatte immer ihre Richtungswechsel, wenn die politischen Mehrheiten im Parlament sich ge&#228;ndert hatten… &#246;fter mal die Quelle wechseln, ist schon eine ganz gute Strategie.

Vor allem versuche ich in letzter Zeit, meine eigenen Themen zu setzen und mich dann damit zu besch&#228;ftigen (Energie, Umwelt, politischer Extremismus, „Wissensgesellschaft“ usw.), ohne irgendwelchen Trends hinterherzulaufen. Und: Kleine Postillen bevorzugen. Selbsthilfezeitschriften von und f&#252;r Betroffene bestimmter Krankheiten sind glaubw&#252;rdiger als Magazine von Krankenverb&#228;nden. Gerade aus dieser Richtung l&#228;uft immer noch sehr viel ausschlie&#223;lich in Print.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sehe das vielleicht auch ein bi&#223;chen entspannter, weil ich als Jurist sowieso gelernt habe, mir aus einem mehrstimmigen „Chor“ zu streitigen Themen ein Meinungsbild herzustellen und mir dann aufgrund dessen erst eine eigene Meinung zu erarbeiten. Dazu braucht man Kriterien und Methode.</p>
<p>Was mich nachdenklich macht, ist der Erfolg der gro&#223;en kommerziellen Verlagsportale wie faz.net oder spiegel.de. Das ist f&#252;r mich als Frankfurter Sch&#252;ler ein Teil der Kulturindustrie und daher ein Zeichen daf&#252;r, da&#223; Aufkl&#228;rung eben nicht funktioniert. Das ist eine Gegenaufkl&#228;rung, der man sich unbedingt entziehen mu&#223;. Das geht aber nur mit Medien, die au&#223;erhalb der Mitte stehen oder die ganz von drau&#223;en auf unsere Verh&#228;ltnisse blicken. Daher mein Ausweichen auf die andere Rheinseite oder mein Blick &#252;ber den kleinen und den ganz gro&#223;en Kanal. Was die Deutsche Welle angeht: Die hatte immer ihre Richtungswechsel, wenn die politischen Mehrheiten im Parlament sich ge&#228;ndert hatten… &#246;fter mal die Quelle wechseln, ist schon eine ganz gute Strategie.</p>
<p>Vor allem versuche ich in letzter Zeit, meine eigenen Themen zu setzen und mich dann damit zu besch&#228;ftigen (Energie, Umwelt, politischer Extremismus, „Wissensgesellschaft“ usw.), ohne irgendwelchen Trends hinterherzulaufen. Und: Kleine Postillen bevorzugen. Selbsthilfezeitschriften von und f&#252;r Betroffene bestimmter Krankheiten sind glaubw&#252;rdiger als Magazine von Krankenverb&#228;nden. Gerade aus dieser Richtung l&#228;uft immer noch sehr viel ausschlie&#223;lich in Print.</p>
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		<title>Kommentar zu Politik 2013: Neue T&#252;rw&#228;chter hat das Land von Markus Sowada</title>
		<link>http://www.schreibtira.de/2013/04/11/politik-2013-neue-turwachter-hat-das-land/comment-page-1/#comment-1165</link>
		<dc:creator>Markus Sowada</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 11:31:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&lt;strong&gt;Ja, lieber Herr @schneeschmelze&lt;/strong&gt; (bin gerade nicht sicher, ob ich Dich beim Vornamen nennen darf/soll), da hast Du vollkommen Recht. Neutralit&#228;t gibt es nicht. Was es aber dereinst schon einmal gab war das Ringen um einen m&#246;glichst hohen Grad an Objektivit&#228;t. Um diesen Parameter herum bildet sich auch das, was wir Glaubw&#252;rdigkeit nennen. Nat&#252;rlich sind da noch mehr Faktoren, aber das sp&#252;rbare Bem&#252;hen um Objektivit&#228;t ist wichtig, und aktuell ziemlich unmodern. 

Ich schreibe ja vom ganzen Paket des Sich-Informierens. Was nun den Feed-Reader angeht, so habe ich darin kein &quot;News-Portal&quot; mehr, also namentlich keine SZ, kein ZEIT Online, kein faz.net o.&#228;.. Und doch lese ich da ab und an. Nur die Gewichtung hat eine ziemlich kleine Dimension angenommen. Um das Mainstream-Paket dennoch abzubekommen, damit man auch wei&#223;, was das Land gerade so bewegt, lese ich das Portal der Deutschen Welle, zum Beispiel. Sie ist ein Musterbeispiel daf&#252;r, dass gute Information auch heute m&#246;glich ist. Ich glaube allerdings auch, dass ihr das m&#246;glich ist, weil sie nicht zu stark im grellen Licht steht und sie damit auch den H&#228;schern der Agendabeauftragten entgeht. Es lohnt sich nicht, dahin PR-Leute zu schicken oder Politiker und deshalb, schlimm genug, kann man dort noch in Ruhe und seri&#246;s arbeiten. 

&lt;strong&gt;Zur Zahl der Quellen und einem mehr oder weniger regelm&#228;&#223;igen Wechsel:&lt;/strong&gt; Zeit meines Lebens haben mich Leute immer komisch angesehen, wenn ich erz&#228;hlte, dass ich immer mehrere Zeitungen lese (in der Zeit vor dem Netz), darunter nat&#252;rlich auch welche, die mir alles andere als nahe sind. Filterbubbles gab es schon immer. Da braucht es kein Internet f&#252;r. Wir alle tragen unsere Bubble mit uns herum und es geh&#246;rt dazu, sich das klar zu machen und dem entgegen zu wirken. Aber, auch diese an sich normalen Handlungen werden immer weniger betrieben.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ja, lieber Herr @schneeschmelze</strong> (bin gerade nicht sicher, ob ich Dich beim Vornamen nennen darf/soll), da hast Du vollkommen Recht. Neutralit&#228;t gibt es nicht. Was es aber dereinst schon einmal gab war das Ringen um einen m&#246;glichst hohen Grad an Objektivit&#228;t. Um diesen Parameter herum bildet sich auch das, was wir Glaubw&#252;rdigkeit nennen. Nat&#252;rlich sind da noch mehr Faktoren, aber das sp&#252;rbare Bem&#252;hen um Objektivit&#228;t ist wichtig, und aktuell ziemlich unmodern. </p>
<p>Ich schreibe ja vom ganzen Paket des Sich-Informierens. Was nun den Feed-Reader angeht, so habe ich darin kein &#8220;News-Portal&#8221; mehr, also namentlich keine SZ, kein ZEIT Online, kein faz.net o.&#228;.. Und doch lese ich da ab und an. Nur die Gewichtung hat eine ziemlich kleine Dimension angenommen. Um das Mainstream-Paket dennoch abzubekommen, damit man auch wei&#223;, was das Land gerade so bewegt, lese ich das Portal der Deutschen Welle, zum Beispiel. Sie ist ein Musterbeispiel daf&#252;r, dass gute Information auch heute m&#246;glich ist. Ich glaube allerdings auch, dass ihr das m&#246;glich ist, weil sie nicht zu stark im grellen Licht steht und sie damit auch den H&#228;schern der Agendabeauftragten entgeht. Es lohnt sich nicht, dahin PR-Leute zu schicken oder Politiker und deshalb, schlimm genug, kann man dort noch in Ruhe und seri&#246;s arbeiten. </p>
<p><strong>Zur Zahl der Quellen und einem mehr oder weniger regelm&#228;&#223;igen Wechsel:</strong> Zeit meines Lebens haben mich Leute immer komisch angesehen, wenn ich erz&#228;hlte, dass ich immer mehrere Zeitungen lese (in der Zeit vor dem Netz), darunter nat&#252;rlich auch welche, die mir alles andere als nahe sind. Filterbubbles gab es schon immer. Da braucht es kein Internet f&#252;r. Wir alle tragen unsere Bubble mit uns herum und es geh&#246;rt dazu, sich das klar zu machen und dem entgegen zu wirken. Aber, auch diese an sich normalen Handlungen werden immer weniger betrieben.</p>
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