Kolophon

Ein Kolophon (griech. κολοφων = Gipfel, Spitze) ist ein Text am Ende eines Buches, der Informationen über Ort, Zeit, Hersteller und Auftraggeber enthalten kann.

Quelle: Wikipedia – Kolophon

Text am Ende eines Buches. Hmm, am Ende bin ich ja hoffentlich noch nicht. Und ein Buch ist dies hier auch nicht. Und doch will ich dieses Kolophon sinnvoll befüllen nach der oben vorgegebenen Definition.

Schreibtira.de. Wieso ein neuer Name für ein bestehendes Blog?

Die sehr kurze Antwort: Es wurde Zeit. Die lange Antwort: Ich wollte was Neues anfangen, ohne die Vergangenheit zu negieren. Ich wollte und ich will bewahren und gleichzeitig neu weitermachen. Langjährige Leser werden sich vielleicht fragen, was denn eigentlich so anders ist? Das Neue ist nicht laut, es ist kein kompletter Bruch mit dem, was ich auf meiner Morgenlandfahrt gemacht habe. Es ist vielmehr eine Metamorphose. Und diese Verwandlung findet eher im Hintergrund statt. Ich finde nach vielen Jahren des öffentlichen Schreibens wieder zurück zu manchen arg verschütteten Wurzeln und gleichzeitig trenne ich mich von lästigem Ballast. Als Ballast bezeichne ich vor allem, dass ich immer mehr damit aufhöre Dinge zu tun, weil man sie so tut. Man veröffentlicht regelmässig (wenn möglich täglich), man schreibt über die Themen, die eine Zielgruppe interessieren könnte (auch wenn mich das Thema gar nicht interessiert), man nutzt bestimmte Tools und schaut danach, dass man diese möglichst alle im Blog einbindet, man nutzt Like-Buttons und allerlei anderes Gedöns etc.. Ich habe keine Lust mehr auf diese vielen Regeln und ich habe beschlossen, mich an Regeln nicht mehr gebunden zu fühlen, die für mich keinen Sinn machen. Der neue Name setzt eindeutig das Zeichen, dass hier was Neues angefangen wurde. Wer nun aufhört, hier vorbei zu schauen, der muss das eben tun. Ich will über Politik schreiben dürfen, wenn mir danach ist. Das habe ich früher tunlichst unterlassen. Ich will parteiisch sein (dürfen). Dabei achte ich ohnehin drauf, dass ich nicht bashe, also muss ich mir nicht extra vornehmen, dass ich zum Beispiel nicht negativ schreibe. Heute schreibe ich auch, wenn mir etwas gar nicht gefällt. Das habe ich früher nie gemacht. Wenn mir etwas nicht gefiel, kam es schlicht nicht vor im Blog. Man kann sagen: das Blog ist noch mehr als früher ein privates Blog. Ich als Betreiber schiele nicht mehr so auf Besucherzahlen, wie ich das zwischendurch gemacht habe. Beim Schielen hab ich zwischendurch immerhin beinahe die Lust am Bloggen verloren. Wie doof ist das denn?

Örtlichkeiten

Dieser Schuber zum Sammeln von gedachten und gefühlten Texten hat im Grunde keine konkrete Örtlichkeit. Der Server steht, glaube ich, körperlich in Düsseldorf. Die Texte entstehen nicht selten zuhause, also in Seeheim-Jugenheim, direkt gelegen an der hessischen Bergstrasse und doch kann ich die Texte nicht alleine dort verorten. Ideen habe ich auch unterwegs, im Flieger, im Zug, auf dem Motorrad oder anderswo. Und dann ist da ja auch noch dieses Internetz. Wo liegt das eigentlich?

Hersteller und Auftraggeber

Das ist doch endlich mal eine Frage, die ich konkret beantworten kann. Siehe hierzu das Impressum .. :-)