Kein BarcampRuhr5 für mich

Ich trage diesen Gedanken schon eine ganze Weile mit mir herum. Gestern habe ich endgültig beschlossen, am BarcampRuhr5 nicht teilzunehmen. Die Entscheidung fällt mir schwer, denn dieses Barcamp ist für mich so etwas wie mein Heimat-Barcamp. Heimat bezieht sich dabei vor allem darauf, dass ich mich im Unperfekthaus extrem wohl fühle und auch die Orga durch Stefan Evertz immer wieder ein tolles Camp-Erlebnis ermöglicht. Im kommenden Jahr will ich aber mal auf andere Camps gehen. Ich bin in Essen geboren und so werde ich sicher eine Möglichkeit finden, der Stadt auch im kommenden Jahr mindestens einen Besuch abzustatten. Vielleicht ist dann sogar mehr Zeit da, Zeit für Gespräche mit Leuten, mehr Zeit, um durch die Stadt zu streifen, mehr Zeit, um mal zur Villa Hügel zu fahren oder/und an den Baldeneysee und nicht zuletzt auch Zeit, um diejenigen zu besuchen, die nicht mehr leben. Mehr Zeit eben und gleichzeitig die Chance auf vollkommen neue Erlebnisse, Emotionen und Eindrücke auf anderen Veranstaltungen an anderen Orten und mit anderen, neuen und alten Leuten. 2012 wird anders.

Das BarcampRuhr4. Notizen ..

Ich bin spät dran mit meinen Notizen zum Barcamp. Ich habe mir ein paar Tage genommen, um meine Gedanken und Gefühle zu ordnen. Das BarcampRuhr4, welches am vergangenen Wochenende stattgefunden hat, hat sich in diesem Jahr für mich anders angefühlt wie die Jahre davor. Ich hatte mich in diesem Jahr dazu entschlossen, mein Hauptaugenmerk auf die Leute zu legen und auf Gespräche. Natürlich war ich auch in Vorträgen. Ich habe dort einmal mehr tolle Anregungen bekommen und war — wie immer — begeistert davon, mit wieviel Verve Leute freiwillig ihr Wissen teilen wollen. Das Niveau war unterschiedlich. Es gab Themenaufbereitungen, die etwas für Einsteiger waren, aber sicher auch solche, die ohne Vorkenntnisse kaum zu bewältigen sind/waren.

Lass uns drüber sprechen

Abseits dieser Fachvorträge habe ich viele Gespräche geführt. Ich habe mich sehr über das Wiedersehen mit Leuten gefreut und ebenfalls mir fremde Leute kennenlernen dürfen. Die Atmosphäre war von großer Offenheit geprägt und als ich sonntags auf der Rückfahrt war, fühlte ich mich gestärkt und gleichzeitig entspannt. Ich kann nur zutiefst hoffen, dass es auch im kommenden Jahr wieder ein BarcampRuhr geben wird. Bis dahin bedanke ich mich sehr bei allen Gesprächspartnern, seien sie aus dem wilden Osten angereist, aus Münster, aus dem Umfeld Kölns oder gar aus Rheinhessen. ;-)

Danksagung als Bedürfnis

Ich habe es auch im letzten Jahr geschrieben und die Jahre davor. Auch in 2011 gilt: Stefan Evertz hat einmal mehr einen tollen Job getan und eine wirklich einmalige Veranstaltung geschaffen. Auch das Team des Unperfekthauses hat durch sehr guten Service, eine gehörige Portion Positivität und nicht zuletzt mit einem sehr genialen Buffet dafür gesorgt, dass neben der geistigen Nahrung auch das kulinarische Wohl nicht zu kurz kam. Vielen vielen Dank dafür! Und hoffentlich auf ein BarcampRuhr5 im kommenden Jahr ..