Ubuntu Oneiric Ocelot. Erste Eindrücke

Ich konnte es einmal mehr nicht abwarten und habe die neue Ubuntu Version früh installiert, allerdings nicht super früh. Es gab Zeiten, da habe ich das neue Ubuntu regelmäßig ab der Alpha-Phase auf dem Rechner gehabt. Und wieso? Weil ich es konnte und auch, weil Ubuntu meist da schon sehr stabil lief.

Unity und die eigenen Gewohnheiten

Seit Ubuntu Unity als Desktopumgebung einsetzt, verändere ich meine Gewohnheiten. Die Vorabversionen sind ungewohnt instabil. Oder sagen wir: sie sind instabiler als früher. Seit gestern habe ich die gerade erschienene erste Beta von Oneiric Ocelot aber trotzdem installiert. Es läuft auf meinem Notebook runder als seinerzeit Natty Narwhal (Ubuntu 11.04). Manchmal verschluckt es sich zwischendurch, aber dafür ist es eben eine Vorabversion und keine finale Version.

Erste Eindrücke

Nach der Einführung von Unity in Ubuntu 11.04 haben sich die Entwickler offensichtlich vor allem vorgenommen, das neue Ubuntu einem optischen bzw. usabilitymässigen Finetuning zu unterziehen. Viele kleine Dinge sind jetzt logischer integriert. Manche, wie z.B. der Ort, an dem man die Systemeinstellungen finden kann, ist ein wenig umgezogen. Usability-Verbesserungen all around. Und tatsächlich fühlt sich Oneiric Ocelot runder an, vieles ist nachvollziehbarer. Mir gefallen die diesbezüglichen Anpassungen sehr gut. Ubuntu Oneiric Ocelot. Erste Eindrücke weiterlesen

Fedora 15. Kleine Ärgernisse. Große Erkenntnisse

Plötzlich war es passiert. Neulich und natürlich direkt vor einer geplanten Reise. Nach einer Software-Aktualisierung hatte Fedora meine kompletten Netzwerkeinstellungen zerschossen. Es ging nichts mehr. Kein WLAN, kein LAN. Ich konnte endlich mal ungestört arbeiten. Wenn ich dem mal was Positives abgewinnen soll. ;-)

Lösungswege

Sehr schnell fand ich Leutchen, die für das Problem Lösungen parat hatten. Leider hatte ich in der letzten Woche kaum Zeit, um die angedeuteten Lösungswege auszuprobieren. Da stand ja unsere Fahrt ins Elsass an und eine kleine Auszeit, auf die ich soooo lange gewartet hatte. Also nahm ich statt meines Standard-Notebooks schlicht unser Netbook mit und beschloss, dem Fehler in Ruhe nach unserer Rückkehr auf den Leib zu rücken. In meinem Hinterkopf spielte ich die möglichen Lösungswege aber schon einmal durch. Schlußendlich entschloss ich mich dazu, nicht den im Forum angedeuteten Weg des Downgradens der NetworkManagers zu gehen, sondern einen umfassenderen. Zur Erklärung: Mein Fedora 15 hatte ich schon als Alpha Version auf den Rechner gespielt und ich hatte seither unendlich viel herumprobiert, getestet, neue Software aufgespielt, wieder herunter geschmissen, hatte kleine Hacks gewagt und wollte schon deshalb sowieso das System mal neu aufsetzen, um ein sauberes F15 auf dem Rechner zu haben. Zudem wollte ich jetzt, nach dem offiziellen Erscheinen von Fedora 15, auf die 64 Bit Version umsteigen. Zu Alpha Zeiten las ich noch von zu vielen Problemen damit und hatte mich dann entschieden, zum Testen eine 32 Bit Version zu benutzen. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich spielte gestern ein komplett frisches Fedora 15 64 Bit auf. Alles verlief erwartbar glatt und schnell. Auch das Rückspielen der Einstellungen ging schnell. Evolution macht es einem über die Sicherungsfunktion unendlich leicht, nicht nur die Einstellungen in Bezug auf Formatierung zu sichern, sondern gleich die kompletten (Email)Konten. Gerade wenn man viele Konten gleichzeitig nutzt, ist das eine feine Sache. Auch die Browser sind sehr schnell wieder in dem Zustand, dass ich sie gut nutzen kann. Und das andere Gedöns auch.

Fazit

Nun sitze ich also hier und tippe diesen Beitrag und beinahe unhörbar schnurrt mein F15 64 Bit vor sich hin. Was bleibt ist ein Schreck und die Erkenntnis, dass Ubuntu einen solchen Bock in vier Jahren Nutzung nicht geschossen hat. Was aber auch bleibt ist, dass ich dennoch richtig bin bei Fedora. Ich hatte gestern im Kopf durchgespielt, ob ich nicht doch eine andere Distribution aufspielen soll. Aber die Ausganssituation hat sich ja nicht geändert: Ubuntu wird mir durch Unity verleidet. Auch einige andere Entwicklungen im Ubuntu-Projekt gefallen mit nicht, so dass ich mich wohl auch ersteinmal nicht wieder mit Ubuntu einlassen werde. Andere Distributionen, die auf Ubuntu aufsetzen, nutzen teilweise noch Gnome 2. Man könnte nun sagen, man könnte erstmal weiter Gnome 2 nutzen (mit Ubuntu oder auch mit anderen Ubuntu basierten Distris). Gnome 2 ist aber eine Benutzeroberfläche, die aus heutiger Sicht zwar schön ist und effektiv. Sie ist aber eben per se alte Technik. Ich will aber idealerweise gleich auf ein System wechseln, bei dem ich dann auch bleibe. Fedora 15 scheint mir diese Zukunftssicherheit zu bieten. Gnome 3 ist toll und zudem hat sich seit den ersten Tagen des Nutzens von F15 ein kleiner Vorrat an Erfahrungen angesammelt, der mir eine wohlige Sicherheit verschafft beim Nutzen des Systems. Ich seh natürlich auch meine nach wie vor vorhandenen Schwächen. Aber ich will diese Schwächen allmählich ausmerzen. Und ich will das mit Fedora 15 tun. Und wieso? Weil ich es (sehr) mag und weil es aktuell einfach richtig ist für mich.