Ils se Marierent et eurent Beaucoup d’Enfants – Happyend mit Hindernissen

Draussen ist es trübe und kalt. Immerhin steht neben mir ein kleiner Helfer in Sachen Ars Vivendi. Manche regelmässigeren Leser werden es ahnen. In einem grossen Becher neben mir steht ein frisch zubereiteter Café au lait.

Zusätzlich hellt sich meine Stimmung ein wenig auf, weil ich an den Film denke, dessen Titel diesem Beitrag seinen Namen verdankt. Der Film lief gestern abend in der ARD und ich kann nur sagen, dass ich mich unbändig amüsiert habe. Wieso können nur die Franzosen solche Filme machen? Der Film atment Leichtigkeit, ist zwar eine Komödie und ist dennoch in keiner einzigen Sekunde plump oder langweilig. Natürlich begeistern vor allem die Darsteller. Charlotte Gainsbourg (als erfolgreiche Immobilienmaklerin) und Yvan Attal (Vincent, der Nobelautos verkauft) spielen ein Ehepaar, das versucht, dem Alltag wenigstens manchmal ein Schnäppchen zu schlagen. Yvan Attal hat neben der männlichen Hauptrolle auch das Drehbuch geschrieben und Regie geführt. Der Film zeigt das Leben der drei Freunde Vincent, Georges und Fred. Alle drei haben so ihre Probleme mit den Frauen, alle drei erleben Abenteuer, machen sich Gedanken um das Leben und der Zuschauer darf all diese Gedanken und Abenteuer mit ansehen. Natürlich ist man in diesem Film auch immer ein wenig Voyeur.

Ich muss Euch zurufen, dass jedermann, der einmal endlich wieder einen wundervollen kleinen Film ansehen will, bei dem er/sie gut unterhalten werden will bzw. einfach nur Spass haben will, dann sollte er mal prüfen, ob der Film nicht demnächst nochmal auf den dritten Kanälen wiederholt wird. Ils se Marierent et Eurent Beaucoup d’Enfants ist ein Film, der neue Einblicke und Erfahrungen zulässt, der aber vor allem unheimlich Spass macht. Hach ja, manchmal erlebt man wundervolle Überraschungen :-) .. Apropos Überraschungen: Hatte ich schon erwähnt, dass der Wahlfranzose Johnny Depp in diesem Film einen wundervollen kleinen Gastauftritt hat? Ich sags ja, der Film ist einfach klasse :-) ..

OscarNacht. Der Tag danach

Gestern nacht war Oscar-Nacht. Und, wir haben ziemlich lang ausgehalten, haben erst gegen 5 Uhr das Licht ausgemacht, nicht aber den Fernseher. Ich gestehe freimütig: ich hatte zuerst aufgegeben, musste dann aber immerhin den Fernseher ausschalten. Die Fernbedienung war im Bett vergraben und was soll man da machen? Aufstehen, Glotze ausschalten, hmfrrrrr. Und wieder wach werden, leider. Beinahe hätte man wirklich besser durchmachen sollen.

Roter Teppich

Ja, und wie war die Oscarnacht jetzt? Hmm, mal überlegen. Einstiegsdroge »Roter Teppich«? Ich will Anke zurück! Der Typ gestern war ja vollkommen daneben. Man sollte ihm erklären, dass man die Berichte vom »Roten Teppich« sehen will, weil man Leute sehen will, Kleider sehen will, Aufregung erleben will, Glamour sucht oder auch nur erste Eindrücke, wie die Leutchen drauf sind. Jedenfalls will man keine blonde Schnarchnase sehen, die sich gerne reden hört und der auch gar nichts anderes übrig bleibt, weil ohnhein kaum jemand bei ihr stehen bleibt. Nochmal: Wo ist Anke? Das war jedenfalls gar nix ..

Unnnd, was noch?

Und die Show an sich? Ellen de Generes mag ich sehr .. sie war gestern aber entweder nicht besonders in Form oder es ist, wie Anke Gröner vermutet, nicht ihr Rahmen, es ist einfach zuuu gross für sie. Mag sein.. schade ist es trotzdem. Weil ich den Film wirklich sehr mag, freut mich der Auslandsoscar für Florian Henckel von Donnersmarcks Das Leben der anderen wirklich sehr; ich hatte eher auf Pans Labyrinth getippt. Vielleicht wollte die Jury auch gerecht sein und Weise, denn Pans Labyrinth hatte bis zur Vergabe des Auslandsoscars schon drei weitere Academy Awards eingeheimst. Aber, was rede ich: Congratulations! Und sonst? Und sonst war es für mich eine der schwächsten Oscar-Nächte der letzten Jahre. Aber, was solls, ich bin FilmFan und es kann nicht immer nur suuupi sein ;-) ..