Kleine Freuden: DIE ZEIT lesen

Für Stunden in Die Zeit versunken. Ich las Beiträge über Familienpolitik, fand für mich neue Zusammenhänge, die mir woanders nicht aufgezeigt werden. Dies stelle ich immer wieder fest und alleine schon deshalb mag ich die Zeit soo gerne. Es ist selten geworden, dass ich einer Zeitung vollkommen vertraue und es dauert. Immer wieder muss man sich heutzutage ärgern, wenn man die immer gleichen oberflächlichen Informationsbrocken hingeschmissen bekommt und einem genauso oft Detailinformationen vorenthalten werden. Die Zeit ist anders. Gewiss, auch dieses alterwürdige, hanseatisch geprägte Blatt hat sich verändert, ist ein Stück weit mit der Zeit gegangen und huldigt mancherorts dem Zeitgeist. Ich empfinde dies aber gar nicht als falsch. Wo steht schliesslich geschrieben, dass man unmodern sein muss, um glaubwürdig zu sein?

Die Zeit entführt mich in faszinierende Welten. Wenn ich möchte, dann kann ich beispielsweise mit Wolfram Siebeck reisen und aktuell die WM Städte (neu)entdecken. Ich kann mich in die Rubrik Lesen stürzen und erfahren, „Über was man gerade spricht“. Ich erfahre, was Frau Merkel gerade mit Herrn Bush bespricht und ich erfahre auch, was innenpolitisch nicht- oder falsch angegangen wird. Die Zeit hilft mir, mich zu orientieren, sie hilft mir auch, einfach nur Spass am Leben zu haben und mal abschalten zu können. Hoffentlich kommen schon bald wieder bessere Zeiten und wenn diese dann wirklich eines Tages anbrechen, werde ich so schnell als möglich wieder Abonnent werden, um auch die Papierausgabe geniessen zu können. Man gönnt sich ja sonst nichts.