Pinterest. Pin It Baby!

Ich bei Pinterest

Seit einigen Monaten entdecke ich ein paar neue Services für mich. Jagen & Sammeln ist nicht mehr so ausgeprägt wie noch vor zwei drei Jahren. Wenn aber ein Service etwas bietet, was ich brauche oder er etwas tut, was mir gefällt, warum sollte ich da nicht anfangen?

Pin It Baby!

Pinterest ist so ein Service. Das Wort deutet an, worum es geht: Pin (In)terest(s)! Man kann an eigene Boards Pinnen, was einem gefällt. Dabei kann man nach Lust und Laune Themen zusammenbauen oder alles an ein großes Brett Pinnen. Die nötigen kleinen Hilfsmittel werden in Form von Bookmarklets mitgeliefert. Hat man sich diese in die Lesezeichenleiste an die richtige Stelle gezogen, kann es auch schon losgehen. Natürlich kann man die zu pinnenden Dinge taggen und man kann sie Themen (bzw. Sub-Boards) zuordnen.

Und was soll das?

Tja, was soll das? Hmm, mal schauen: warum schwimmt ihr gerne? Wieso fahrt ihr gerne mit Inlinern durch die Gegend? Und wieso soll ich nochmal Yoga machen? Okay, Yoga hat eine gesundheitliche Komponente, die Pinterest nicht bieten kann. Ansonsten bietet es interessierten Leuten die Möglichkeit, Dinge zu sammeln, die interessant sind. Man kann Shopping-Listen erzeugen, kann tolle Bilder anpinnen, etc.. Was man an seine Boards pinnt, dass ist wohl bei vielen Leuten unterschiedlich. Ich liebe es, auf Einrichtungsseiten zu stöbern, weil ich schon immer was übrig habe für tolle Wohnungen und Häuser. Ich mag auch Photograhie und auf Pinterest finden sich unendlich viele tolle Bilder. Anders als auf Foto-Communities sind diese Bilder meist nicht selber gemacht. Vielmehr sind es offizielle Aufnahmen von Schauspielern oder schlicht Szenen, die mal ordentlich gephotoshopt wurden. Es findet sich hier einfach alles und zudem findet man schnell Leute, die sich für ähnliche Dinge begeistern wie Du selbst. Mir macht Pinterest derzeit einfach unendlich viel Spaß!

Ach ja ..

Pinterest befindet sich derzeit noch in der Closed-Beta-Phase. Man kann sich also nicht einfach anmelden, sondern man muss eingeladen werden. Ein paar Invites hab ich noch .. ;)

Google Buzz. Ein neuer Versuch

Manchmal ist es gut, wenn man früh dran ist beim Nutzen neuer (Netz)Möglichkeiten und manchmal ist das frühe Dran-Sein eher ein Nachteil. In Sachen Google Buzz war ich früh dran, wenn auch nicht sehr früh. Jedenfalls geriet ich mitten hinein in die allererste Testphase. Damals wussten viele Leute noch nicht so genau, was sie mit Buzz machen sollten. Man spielte herum mit dem Tool und ehe ich mich umsah, setzte bei mir ein kurzfristiger Information Overload ein. Mittlerweile ist Zeit vergangen und ich habe beschlossen, Buzz noch einmal anzuschauen.

Was ist Buzz?

Google Buzz ist nach Meinung von Gizmodo Googles Antwort auf Facebook & Twitter. Was heisst das? Buzz bildet zunächst aus der Freundesliste von Googlemail eine Timeline. Anders als bei Facebook & Twitter lernt Buzz mit der Zeit, welche Interessen man hat. Das System schlägt daraufhin andere Leute vor, die sich für ähnliche Dinge interessieren. Im Unterschied zu Twitter & Co. werden die neuen Freunde automatisch zur Timeline hinzugefügt. Buzz bietet zudem die Möglichkeit, öffentliche und private Timelines zu führen. So kann man segmentieren. Die öffentliche Timeline kann dazu benutzt werden, um Neuigkeiten zu posten oder sich allgemein über berufliche Dinge auszutauschen. Die private Timeline kann helfen, den Kontakt zum Freundeskreis zu halten. Im Unterschied zu Twitter sind die Updates für die Timeline nicht auf 140 Zeichen begrenzt. Man kann also ausführlicher schreiben. Allerdings tut man gut daran, sich möglichst kurz zu fassen. Niemand liest in einer Timeline Romane. Für längere Artikel ist immernoch das eigene Blog die erste Wahl.

Buzz Nutzen

Google Buzz wird über die Website von Google Mail bedient. Buzz muss zuerst und einmalig freigeschaltet werden und stellt sich dann einfach als ein Eintrag mehr in der Inbox dar. Für Leute, die also ohnehin permanent via Google Mail kommunizieren, ist die Anwendung denkbar einfach. Buzz bietet aufgrund seiner erweiterten Möglichkeiten die Chance, Twitter im eigenen Umfeld zu ersetzen. Nach Außen bleibt Twitter die erste Wahl, denn gerade im Vergleich der möglichen Reichweiten ist Buzz (noch) unterlegen. Buzz ist dagegen sicher komfortabler und flexibler. Bilder erscheinen beispielsweise genauso wie Videos direkt und ohne weiteren Extra-Klick in der Timeline. Man muss den eigenen Stream nicht verlassen. Der Lese-Flow wird so gefühlt fluffiger. Wenn man voraussetzt, dass man genau nachdenkt, was man wem wohin postet, kann Buzz tatsächlich deutlich mehr bieten als Twitter, Facebook & Co.. Natürlich sollte man sich klarmachen, dass man im Zweifel noch mehr Daten als bisher gegenüber Google preisgibt. Es ist also schlussendlich eine Abwägung zwischen Aufwand und Nutzen. Für Menschen, die per se ein Problem mit Google haben (Stichwort: Datenkrake), ist Buzz keine Möglichkeit, sondern eher eine weitere Gefahr. Für alle anderen bietet Google mit Buzz ein weiteres Tool an, um Netzwerkern und -arbeitern eine noch reibungslosere Art der (Zusammen)Arbeit zu ermöglichen.