Alle Artikel des Monats: Januar 2007

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Starkstrom. Schwachstrom. Ein Plädoyer.

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Die Schönsten Freuden begegnen einem unerwartet. Gerade las ich einen Beitrag auf jetzt.de. Gustav Seibt schreibt über das Erleben von Kultur. Genauer schreibt er über die Voraussetzungen, die man notwendig braucht, um überhaupt Literatur, eine tollen Opernabend, ein interessantes Buch etc. erleben und geniessen zu können. Er schreibt:

Die Abstraktheit der Literatur – Ereignisse, Personen, Gefühle, Bilder, Motive und Ideen entstehen aus nichts als Buchstaben, Wörtern und Sätzen -, diese Indirektheit ist kein Makel, sondern die Quelle ihres Reizes: Mit einem Minimum an Aufwand, etwas Papier und Druckerschwärze, oder, beim Vorlesen, einer Stimme, wird ein Maximum an Phantasie angeregt. Die Lebendigkeit von Thomas Manns Rahel in den Josephsromanen ist eine andere, als die glutäugigste Schauspielerin sie erzeugen könnte. Denn Rahel ist eine Erinnerung ihres Schöpfers an eigene Verliebtheit, also mehr und zugleich weniger als eine Person, und umso rührender muten die individuellen Züge an, die dann doch vom Autor gezeichnet werden.

Filme, Musik und Fernsehen kleistern uns heutzutage permanent mit vorgefertigten Eindrücken zu. Dem Zuschauer wird das Mitdenken, oftmals sogar das Mitfühlen abgenommen. In vielen Momenten hat man den Eindruck, dass viele Menschen den Zugang zu den oben zitierten Welten vollends verloren haben, weil sowohl ihre Sinne als auch ihre Gedankenwelten vollkommen zugedröhnt sind von schlechter Musik und allzu lauten anderen Sinneseindrücken. Die Seele flieht, es ist unmöglich, mit solchen Vorbedingungen einem Buch, einem Film oder einem Theaterstück überhaupt etwas Schönes abzugewinnen. Gustav Seibt spricht in diesem Zusammenhang von zwei vollkommen unterschiedlichen Welten. Auf der einen Seite ist die mit Wucht daher kommende Starkstromwelt des Fernsehens. Auf der anderen Seite erhält man in die Welt des Schwachstroms nur Einblick, wenn man mit vollkommen anders gewichteten Sensibilitäten an ein Buch herangeht oder an ein Stück Kammermusik. Ich bin mir beinahe sicher, dass Gustav Seibts Artikel von vielen Menschen überhaupt nicht verstanden wird, weil sie gar nicht mehr gewohnt sind, sich zurück zu ziehen, um Neues und Sinnliches erleben zu können. Mir spricht der Autor aber zutiefst aus der Seele. Ich kann die Lektüre des kompletten Beitrages nur empfehlen. Ihr findet ihn hier. Quelle: jetzt.de

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WP 2.1: Sprachdatei fertig gestellt

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Gerade sehe ich, dass sowohl die erweiterte deutsche Version von WordPress 2.1 als auch die vollkommen überarbeitete deutsche Sprachdatei fertigestellt worden ist und nun zum Download bereit steht. Ich habe die deutsche Sprachdatei natürlich gleich mal ausprobiert und die ersten Eindrücke sind wunderbar. Denglisch hat ein Ende, hihi. Ich bedanke mich bei allen fleissigen Helfern, die es immer wieder ermöglichen, sooo schnell die lokalen Versionen von WordPress auf die Beine zu stellen. Vielen Dank an Euch alle!

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Zwischenstop und Ausblicke ..

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Rückkehr zum Simpla Theme. Irgendwann konnte ich die alte Optik meines bearbeiteten grauen K2 Themes dann doch nicht mehr sehen. Die Zeiten ändern sich, die Mode schreitet stetig voran und ich stehe derzeit auf helle, leichte Farben, auf eine neutrale oder zumindest ungewöhnliche typographische Optik, auf Schwarz-Weiss und noch so vieles mehr. Es ist wichtig, dass die Inhalte zwar abwechselungsreich vorhanden sind, sich aber nicht alles gegenseitig erdrückt. Sehr verkürzt dargestellt sind das die Ansprüche an meine neue Optik. Technisch hatte ich ursprünglich vor, widget-ready zu sein. Die Neuentdeckung des Simpla Themes als Grundlage macht mich da aber wieder unsicher. Man kann den kleinen technischen Schnickschnack auch von Hand einbauen. Widget-Ready sein heisst aber eben auch, dass Anpassungen schneller und einfacher zu verwirklichen sind. Hmm, der Denkprozess ist noch nicht abgeschlossen. Hach ja, man hat ja soooo viele Möglichkeiten ;-) .. und demgemäss die Qual der Wahl.