Eine Osterüberraschung. Schon länger hatte ich mich für Salman Rushdies Des Mauren letzter Seufzer interessiert. Gestern habe ich das Buch geschenkt bekommen. Ich bin sehr fasziniert von der Aufmachung des Buches. In meinen Händen liegt ein wunderschön gebundenes Buch der SPIEGEL-Edition. Die Verantwortlichen dieser Serie haben sich sehr bemüht, nicht einfach nur ein paar Bücher neu aufzulegen. Vielmehr bekommt man beim Kauf eines Bandes der Edition ein Stück guten Handwerks. Das fängt an beim hochwertig, schönen und dennoch stabilen Einband des gebundenen Buches und reicht bis zur Fadenheftung und einem Lesefaden. Solche Details liebe ich sehr, aber eben sicher nicht nur ich, sondern ebenfalls viele andere bellestristisch interessierte Leutchen.

Das Buch ist ein Plädoyer für Toleranz. Dieses Stück Literatur macht in Bezug auf eigenes Handeln, Denken und Tun nachdenklich. Hier können wir alle etwas lernen, wenn wir das wollen. Zuforderst macht das Lesen aber einfach Spass. Die Geschichte spielt zwischen westlichen und östlichen Welten. Salman Rushdie erzählt eine Familiensaga zwischen Andalusien und Bombay. Das Buch sprüht vor Fabulierkunst und lyrischer Kraft. Der Autor erzählt uns vom letzten Mitglied der Sippe, welches am Ende seines Lebens mit aller Kraft versucht, eine manchmal allzu brutale Welt durch den Glauben an die Kraft der Kunst, den Glauben an die Liebe und die Schönheit zu überwinden.