PC. Apple. GedankenPlanspiele

Ich wiederhole mich. Schon einmal hatte ich neulich über neue RechnerWelten geschrieben. Es beschäftigt mich eben. Irgendwann in diesem Jahr steht es an, dass ich einen neuen Rechner brauche. In den letzten Wochen ertappe ich mich schon dabei, dass auf meinen FeedReader vermehrt Feeds landen, die sich damit auseinadersetzen, welche neue Hardware es gibt, was Intel und AMD an CPU herausbringen wollen und wie es in Sachen Chipsätzen steht. Ich lese mich wieder ein, lerne die Feinheiten beim Einsatz des richtigen Arbeitsspeichers, lerne auch, wieviel Arbeitsspeicher man braucht und welche Vorteile die RAID-Technik bietet.

Apple oder doch wieder PC

Beim Kauf der neuen Hardware treffe ich, wie eigentlich bei jedem neuen Rechner, auch eine Richtungsentscheidung. Die Entscheidungslinie verläuft dabei direkt zwischen PC-Technik und der AppleWelt. Auf dem Zettel stehen dabei neben harten Fakten, die ich oben schon ansatzweise aufgezählt habe, auch mehr und mehr weiche Faktoren. Als ich beispielweise in den letzten Monaten immer wieder las, dass Microsoft bei der aktuellen Generation des Internet Explorer einmal mehr den Pfad der Tugend verlässt und nicht standardkonformen Code verwendet und man einen gleichen Effekt auch im hauseigenen OfficePaket antreffen kann, da habe ich mir in mein Pflichtenheft für eine neuen Rechner geschrieben, dass die Damen und Herrn aus Redmond möglichst wenig zum Zuge kommen sollen, wenn ich diesen neuen Rechner betreibe. Beim Design von Code brauche ich Microsoft ohnehin nicht und für alle Aufgaben im Office gibt es dankenswerter Weise das überaus geniale OpenOffice. Für die vielen anderen schönen Dinge des Lebens gibt es zahlreiche kleine Helfer, von denen die meisten OpenSourceWelten entstammen. Nur im Grafikbereich stellt sich die Frage, ob man um den anderen QuasiMonopolisten herum kommt. Namentlich hege ich bei aller Bewunderung für die Fähigkeiten von Photoshop und Co. eine ähnliche Abneigung gegen Adobe wie gegen Microsoft. Beide Firmen bekommen den Hals nicht voll. Die Lizenzpolitik der Kanadier ist schlicht unsäglich. Soweit eine sehr kurze Zusammenfassung meiner Gedanken, die mich umtreiben, wenn ich an meine neue RechnerWelt denke.

Pflichten oder Wünsche?

Sehr schnell habe ich beim Lesen festgestellt, dass es die Gesamtlösung, die vollkommen ohne Haken und Ösen auskommt, nicht gibt. Gerade von Apple bin ich diebsbezüglich ein wenig enttäuscht. Generell habe ich nichts dagegen, etwas mehr Geld auszugeben, wenn ich dafür einen Mehrwert erhalte. Bei Apple bekomme ich beispielsweise ein Subnotebook für einen doch ziemlich gepfefferten Preis. Gäbe ich dasselbe Geld im PC-Segment aus, so bekäme ich u.U. schon ausgewachsene Edelnotebooks mit grossen Festplatten und mehr als ausreichendem Speicherriegeln. Selbstversändlich wäre auch eine Mehrkern-CPU. Sowas gibt es bei Apple immerhin auch. Reden wir von Qualität. Das kleine MacBook ist von der qualitativen Anmutung her aus meiner Sicht unterirdisch. Erste Selbstversuche haben mich ziemlich erschreckt. Das MacBook Pro ist viel besser, aber eben auch erheblich teurer. Das ich Applesoft- und Hardware ausschliesslich im Verbund und von Apple bekomme und sogenannte MacClones nicht mehr am Markt sind, kann und will ich Apple nicht alleine ankreiden. Natürlich ist es aber exakt dieser Tatsache zu verdanken, dass es sooo keinerlei Druck auf die (Mond)Preise von Apple gibt. Was bleibt also am Ende meiner Gedankenspiele? Muss ich, wenn ich wirklich State Of The Art kaufen will, wirklich doch PC-Rechnertechnik individuell zusammenstellen und dann kaufen? Oder soll ich mich aus dem Sortiment von Apple bedienen und muss dann zumindest in Kauf nehmen, dass ich eben hardwareseitig nicht auf dem letzten Stand der Technik arbeiten kann?

So hatte ich mir eine Entscheidung eigentlich nicht vorgestellt. Ich war und ich bin bereit, mehr Geld auszugeben, will aber dafür nicht unbedingt auch noch ein weniger an Qualität und Entwicklungsstufe bekommen. Ohnehin müsste ich auch so damit leben, dass man mit der Appletechnik festgelegt ist. Mit PC-Technik hätte ich in Bezug auf Betriebsysteme und Peripherie deutlich mehr Freiheit, würde aber wohl zumindest auch Software aus Redmond auf dem Rechner haben müssen. Ich muss gestehen, dass ich bislang noch keine gute Idee habe, diesen gordischen Knoten zu durchschlagen.

Fazit

Hmm .. weiter Lesen, weiter Auswerten und noch etwas weiter auf Zeit spielen. Man kann in amerikanischen Blogs lesen, dass demnächst die iMac-Reihe vor einer grundlichen Überarbeitung steht. Das wäre was, wenn neue iMacs nicht auch gleich wieder viel teurer werden würden.

Veröffentlicht von

Markus

Dies ist ein privates Blog. Ich schreibe hier über alles, was mich interessiert. Du darfst mich also getrost einen Ego-Blogger schimpfen oder mich auch wahlweise liebkosend so nennen. Der Vorteil von soviel Selbstzentriertheit ist, dass ich mir aussuchen kann, wie oft ich schreibe, worüber ich schreibe und nach welchen Grundsätzen das Blog und ich funktionieren. Dir gefällt dies? Oooh, ich bin überrascht und gleichzeitig auch durchaus ein wenig »amused«.

Ein Gedanke zu „PC. Apple. GedankenPlanspiele“

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