Alle Artikel des Monats: Juli 2007

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Twitter. Trojaner und Herausforderungen

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Intensive Momente. Manchmal stressig, manchmal nervig und am Ende dennoch lehrreich. Die Kalenderwoche 27 war eine solche Woche. Zum ersten Mal überhaupt musste ich anerkennen, dass ein Virus sich einen Weg auf meinen Rechner gebahnt hat. Im ersten Moment bin ich ein wenig erschrocken, obwohl: Ist es nicht beinahe ein Wunder, dass es so lange gedauert hat, bis es soweit war? Hmm, ich habe den obligaten ersten Schrecken verdaut, habe dann geforscht, was man machen kann und habe einen erstaunlich simplen Weg gefunden, diesen Trojaner wieder los zu werden. Ich hatte offenbar Glück im Unglück.

Twitter Stories

Und sonst? Es war meine persönliche Twitter-Woche. Es ist nicht die erst Woche mit Twitter. In KW27 fand aber sowas wie meine persönliche Initialisierung in Sachen Twitter und seinen Clone Brüdern und Schwestern statt. Manchmal erscheint einem der Drang zum permanenten Online-Sein-Müssen als ziemlich nervig. Und dann kommst Du irgendwann darauf, dass man ja gar nicht ständig Online sein muss. Wenn man diese an sich nicht vollkommen neue Entdeckung ;) einmal verdaut hat, dann wandelt sich das Bild, dass man vom Twittern hat. Twitter schafft sowas wie Nähe und Twitter ist ein ideales Tool, um sich in aller Kürze mit anderen, gleichgesinnten Menschen auszutauschen. Ob es um Musik geht, das kommende Grillen, ob es um ein neues Tool geht oder jemand einfach eine interessante Website entdeckt hat und mit anderen teilen will. In jedem dieser Momente kann Twitter seine Stärke ausspielen, kann Dir einfach die Plattform zur Verfügung stellen, um Gemeinschaft zu erleben. Natürlich ersetzen solche virtuellen Gemeinschaften nicht das wirkliche Leben. Aber, das sollen sie ja auch gar nicht. Sie bringen Menschen aber ins Gespräch. Den Rest müssen die Menschen dann schon selber geregelt bekommen. Und das ist ja auch gut so :) ..

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Pownce. Joost. Skitch + Co. KG

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Nicole Simon hatte hier von einer prima Idee berichtet. Kurz gesagt geht es um Invites für (noch) nicht offene Dienste wie pownce, joost, skitch etc.. Wer eine Einladung für solche Systeme/Dienste haben will, muss sinnigerweise Leute treffen, die über solche Einladungen verfügen. Nicole hatte die Idee, einfach eine Google-Group zum Thema zu eröffnen. Natürlich hat man mit diesem kleinen Marktplatz keine absolute Berechtigung für den Zugang. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, eine Einladung zum subjektiv meist geliebten System seiner Wahl zu ergattern, ziemlich gross. Mehr Details erfahrt ihr in Nicole Simons Blog. Hier füge ich noch den Link zur entsprechenden Google-Group bei. Sie ist nur einen Klick entfernt ;-).

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Nachdenklichkeit

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Viele Gedanken rauschen mir durch den Kopf. Sehr häufig schmeckt das Leben aktuell nach Veränderung. Ich habe hier schon eine Zeit lang nichts mehr geschrieben. Es ist derzeit wenig Zeit für das Blog. Zeit alleine erklärt mein relativ stark ausgeprägtes Schweigen aber nicht vollends. Die sich andeutenden Veränderungen sind nicht nur kosmetisch und finden auch nicht immer nur an der Oberfläche statt. Am Wochenende habe ich es dann zum ersten Mal sehr deutlich gefühlt: ich will die Themen, die ich im Blog behandele, wieder mehr durchmischen. Ich will wieder mehr über Persönliches schreiben. Dabei denke ich nicht alleine daran, über persönliche Befindlichkeiten zu schreiben. Und doch auch. Das hört sich sicher nicht sehr durchdacht an. Ich will versuchen, besser heraus zu arbeiten, was ich meine. Gerade in den letzten beiden Wochen gab es Themen im Netz, die mich sehr beschäftigt haben. Ein Beispiel: Flickr greift seit kurzer Zeit sehr stark in die Persönlichkeitsrechte des einzelnen Nutzers ein. Diese Eingriffe finden statt, weil Yahoo!, der Mutterkonzern, zu dem auch Flickr gehört, keine juristischen Streitigkeiten im Umfeld der Darstellung von bestimmten Bildinhalten riskieren will. Lieber werden ungefragt die Persönlichkeitsrechte von Nutzern verletzt. Viele bislang sehr überzeugte Flickr-Nutzer sind ob dieser Entwicklung teilweise extrem empört. Auch ich habe meine kompletten Aktivitäten von Flickr abgezogen und bin mit vielen Freunden der Community zu ipernity umgezogen. Soweit das Beispiel. Die Zusammenhänge zwischen dem Handeln von Flickr und dem Reagieren der Community hätte ich gern genauer beleuchtet. Solche Inhalte will ich mehr thematisieren und dabei durchaus nach einer sachlichen Analyse der jeweiligen Situation meine eigenen Gefühle und meine eigene Haltung schildern.

Mancher wird nun dennoch denken: ..Du lieber Gott, noch ein Befindlichkeitsblogger mehr… So schlimm wird es aber hoffentlich nicht werden. Die hier beschriebenen Veränderungen im Blog haben zweierle Ursachen: Aktuell kommt mir mein eigenes Blog eher fremd vor. Das Blog hat sich – aus heutiger Sicht – durch falsche Richtungsentscheidungen meinerseits in der Folge einfach falsch entwickelt. Ich will dies nun korrigieren. Der andere Grund hat mit mir nur mittelbar zu tun. Ich fühle mich als (sehr kleiner) Teil der deutschen Blogszene. Beim Lesen verschiedenster Blogs stelle ich immer wieder fest, dass diese deutsche BlogSzene oder besser die deutschsprachige BlogSzene durchaus nicht so prall voller Leben ist, wie sie vielleicht sein könnte. Bitte, ich möchte nicht falsch verstanden werden. Es gibt sehr viele sehr gute Blogs. Es gibt aber auch viele Blogs, die sich mittlerweile nur noch darin ergehen, kleine Informationsschnipsel zu veröffentlichen, um den Regeln von Technorati, Google und Co. genüge zu tun und somit ihr Ranking nicht zu riskieren. Persönlich ist mir mein Ranking egal. Ich würde mich einfach freuen, wenn die Blogszene hierzulande möglich unterschiedlich ist und auch um sperrige Themen keinen Bogen macht.

Auf die Realisierung meiner Pläne bin ich (selber) gespannt. Gerade am Anfang werde ich den Peak so mancher Diskussion sicher verfehlen. Ich muss nicht nur das Schreiben verbessern. Ich muss auch mein Workflow anpassen, damit ich meinen eigenen Ansprüchen gerecht werden kann.