Viele Gedanken rauschen mir durch den Kopf. Sehr häufig schmeckt das Leben aktuell nach Veränderung. Ich habe hier schon eine Zeit lang nichts mehr geschrieben. Es ist derzeit wenig Zeit für das Blog. Zeit alleine erklärt mein relativ stark ausgeprägtes Schweigen aber nicht vollends. Die sich andeutenden Veränderungen sind nicht nur kosmetisch und finden auch nicht immer nur an der Oberfläche statt. Am Wochenende habe ich es dann zum ersten Mal sehr deutlich gefühlt: ich will die Themen, die ich im Blog behandele, wieder mehr durchmischen. Ich will wieder mehr über Persönliches schreiben. Dabei denke ich nicht alleine daran, über persönliche Befindlichkeiten zu schreiben. Und doch auch. Das hört sich sicher nicht sehr durchdacht an. Ich will versuchen, besser heraus zu arbeiten, was ich meine. Gerade in den letzten beiden Wochen gab es Themen im Netz, die mich sehr beschäftigt haben. Ein Beispiel: Flickr greift seit kurzer Zeit sehr stark in die Persönlichkeitsrechte des einzelnen Nutzers ein. Diese Eingriffe finden statt, weil Yahoo!, der Mutterkonzern, zu dem auch Flickr gehört, keine juristischen Streitigkeiten im Umfeld der Darstellung von bestimmten Bildinhalten riskieren will. Lieber werden ungefragt die Persönlichkeitsrechte von Nutzern verletzt. Viele bislang sehr überzeugte Flickr-Nutzer sind ob dieser Entwicklung teilweise extrem empört. Auch ich habe meine kompletten Aktivitäten von Flickr abgezogen und bin mit vielen Freunden der Community zu ipernity umgezogen. Soweit das Beispiel. Die Zusammenhänge zwischen dem Handeln von Flickr und dem Reagieren der Community hätte ich gern genauer beleuchtet. Solche Inhalte will ich mehr thematisieren und dabei durchaus nach einer sachlichen Analyse der jeweiligen Situation meine eigenen Gefühle und meine eigene Haltung schildern.

Mancher wird nun dennoch denken: ..Du lieber Gott, noch ein Befindlichkeitsblogger mehr… So schlimm wird es aber hoffentlich nicht werden. Die hier beschriebenen Veränderungen im Blog haben zweierle Ursachen: Aktuell kommt mir mein eigenes Blog eher fremd vor. Das Blog hat sich – aus heutiger Sicht – durch falsche Richtungsentscheidungen meinerseits in der Folge einfach falsch entwickelt. Ich will dies nun korrigieren. Der andere Grund hat mit mir nur mittelbar zu tun. Ich fühle mich als (sehr kleiner) Teil der deutschen Blogszene. Beim Lesen verschiedenster Blogs stelle ich immer wieder fest, dass diese deutsche BlogSzene oder besser die deutschsprachige BlogSzene durchaus nicht so prall voller Leben ist, wie sie vielleicht sein könnte. Bitte, ich möchte nicht falsch verstanden werden. Es gibt sehr viele sehr gute Blogs. Es gibt aber auch viele Blogs, die sich mittlerweile nur noch darin ergehen, kleine Informationsschnipsel zu veröffentlichen, um den Regeln von Technorati, Google und Co. genüge zu tun und somit ihr Ranking nicht zu riskieren. Persönlich ist mir mein Ranking egal. Ich würde mich einfach freuen, wenn die Blogszene hierzulande möglich unterschiedlich ist und auch um sperrige Themen keinen Bogen macht.

Auf die Realisierung meiner Pläne bin ich (selber) gespannt. Gerade am Anfang werde ich den Peak so mancher Diskussion sicher verfehlen. Ich muss nicht nur das Schreiben verbessern. Ich muss auch mein Workflow anpassen, damit ich meinen eigenen Ansprüchen gerecht werden kann.