Eigentlich fällt es mir relativ schwer, ein Produkt von Adobe zu loben. Dies liegt vor allem daran, dass Adobe zwar sehr gute Produkte entwickelt und produziert, sich dann aber auch teilweise Phantasiepreise dafür zahlen lässt. Zudem ist der Service von Adobe eher berüchtigt als berühmt. Dennoch gilt: Adobe trifft mit AIR (Adobe Integrated Runtime) den Nerv der Zeit. Es wird möglich, wovon man innerhalb der Software-Branche schon lange redet: man schafft es, Netzapplikationen mit dem Desktop des Anwenders zu verbinden.

Snitter. Ein Beispiel

Als Beispiel sei hier nur Snitter erwähnt. Snitter ist ein kleiner smarter Twitter-Client. Vorbei sind die Zeiten, in denen man immer einen Tab seines Firefox Browsers offen halten musste, um twittern zu können. Snitter ist für mich der interessanteste Ansatz, um sich innerhalb der TwitterWelten zu bewegen. Snitter bietet beinahe alle Funktionen, die man auch hat, wenn man sich auf der Twitter Website bewegt. Bisher hatten Apple Fanboys immerhin schon Twitterrific. Wie es aber scheint, ist Snitter sogar in der Lage, die besagten Fanboys zumindest neugierig zu machen. Einziger Wermutstropfen scheint das gewöhnungsbedürftige Design von Snitter zu sein. Gerade für den Apple Nutzer, der es gewohnt ist, nicht nur funktionelle, sondern daneben auch schöne Anwendungen nutzen zu dürfen, scheint Snitter beinahe ein Kulturschock zu sein. Am Ende zählen für mich die Funktionen und die Bedienbarkeit und da hat Snitter klar die Nase vorn.