Alle Artikel des Monats: August 2008

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Regenerative Energie und ihre kurzfristige Zwischenlagerung

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Regenerative Energie ist ja derzeit in aller Munde. Und wie sehr das sogar wörtlich zu nehmen ist, dazu möchte ich heute einen kleinen Blogbeitrag schreiben. Das Chaosblog warf dereinst ein Stöckchen in die Blogosphäre, dass mich über Umwege auch erreicht hat ;). Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei Writingwoman sehr herzlich bedanken und gleichzeitig entschuldigen. Meine ganze persönliche WWW (nur wenige Menschen auf unserem wunderschönen Planeten dürfen sie soooo nennen ) bewarf mich mit dem Stöckchen und ich habe nun sooooo lange gebraucht, um endlich meinen Beitrag zum Thema zu verfassen. Liebste WWW: Entschuldigung vielmals. Ich bin einfach nicht dazu gekommen, irgendwann sinnvolle Bilder meiner Tassen anzufertigen. Nur deshalb brauchte ich sooooo lange. Sorry vielmals! Aber, zurück zu den Regenerativen Energien und deren Zwischenlagerung.

Energie? Zwischenlagerung? Was will denn der Mensch?

Wie schon beim Chaosblog nachzulesen ist, fabulieren wir alle am Stöckchen beteiligten über das Thema Kaffee, Tee, Genussmittel und ihre zwischenzeitliche Aufbewahrung. Wir sprechen und schreiben namentlich über Tassen. Wir schreiben über Lieblingstassen und eigentlich könnte ich nun damit beginnen, eine komplette, historisch vollständig zusammengestellte Listung meiner (Kaffee)Tassen zu posten. Alleine, man bräuchte einen kompletten Portalauftritt, um das angemessen darzustellen ;). Ich beschränke mich also darauf, über zwei besondere Tassen zu schreiben.

WorldCom. Erinnerung an eine sehr schöne Zeit

Eine Firmentasse. Viele Leser werden nun denken: Na toll, eine Firmentasse. Ich möchte aber meinen werten Lesern zu bedenken geben, dass dies eine sehr besondere Tasse ist. Diese besondere Tasse gibt es nicht allzu häufig, denn sie ist Teil einer Kleinserie meiner ehemaligen Abteilung. Immer, wenn ich morgens meinen Kaffee aus ihr trinke, dann denke ich sofort an vergangene Zeiten, ich denke an lange Nächte im Büro, ich denke an einsame und extrem früh startende Bürotage, ich denke an eine tolle Mannschaft und ich denke an sehr besondere Vorgesetzte. Ich denke auch an Estland, habe den Akzent meines damaligen Chefs im Ohr und habe sofort ein Lächeln auf den Lippen, weil ich den ganz besonderen Stilmix mancher Email (Estnisch, Deutsch und Englisch) von ihm erinnere. Ich denke auch an Hunde und Babies, ich denke an durcharbeitete Nächte und da besonders an das Y2K und zugerodnete Projekte. Kurz, ich denke an einen Teil meiner beruflichen Vergangenheit, der zwar auch meist sehr stressig war und mit viel Arbeit verbunden, ich denke aber eben auch an ein Arbeiten, dass ich in Firmen soooo selten erlebt habe. Ich denke an Allesandro aus Mailand, an Cendrine aus Brüssel, ich denke an Yamil aus London (bzw. Indien), ich denke an Christine (heya, wo bist Du heute?) und viele andere Leutchen aus meinem Team, die es mittlerweile in alle Himmelsrichtungen und Länder verstreut hat. Und ich denke nicht zuletzt an Unmengen von Kaffee. Wir tranken damals sicher sechs, sieben oder acht grosse (amerikanische) Kannen pro Tag und nach WorldCom war mein Magen dann schliesslich dermassen hin, dass ich auf Milchkaffee umgestellt habe. Wirken tut der Kaffee ohnehin nur noch, wenn ich daran glaube ;) ..

Gegenwart. Eine Tasse von vielen aus einem Team

Und heute? Ich trinke immer noch meistens (Milch)Kaffee. Nur selten erwischt mich eine Teephase. Mein Vater hat mal gesagt, dass jemand, der einmal dem Kaffee verfallen ist, nicht mehr zum Teetrinker wird. Teilweise kann ich dem zustimmen, denn ich kann mir vorstellen, ohne Tee auszukommen. Ohne Kaffee geht es aber wirklich nicht. Mittlerweile arbeite ich als Freelancer. Ich bestimme die Menge des Kaffees und ich bestimme auch die Qualität dessen, was ich da so trinke. Früh morgens begrüsse ich meine vogelfreien Mitmenschen in virtuellen Welten und ein Käffchen gehört da immer auch dazu. Übrigens ist auch mein bevorzugter Kaffee ein “Coffee To Drink” und nur ausnahmweise gönne ich mir einen “Coffee To Go”. Genuss ist wichtig und geniessen unter Zeitdruck ist auch nach vielen Jahren nicht mein Ding. Dann lasse ich es lieber ganz und trinke einen schönen Kaffee, wenn wieder Zeit da ist. Das mit dem Geniessen ist wichtig für mich und es ist ein gelebter Ersatz für einen immer vermissten pünktlichen Feierabend, von dem ich immer wieder lese und höre, den ich aber schon seit vielen vielen Jahren nicht mehr wirklich kenne. Gibt es also sowas tatsächlich? ;)

Kaffee ohne Tassen? Das geht nicht ..

Zurück zu den Tassen. Es gibt da noch viel mehr Tassen bei uns zuhause .. natürlich. Und alle geben mir das Signal, dass es jetzt gleich etwas Gutes gibt, wenn ich sie aus dem Schrank nehme. Sie sind zum Synonym geworden und immer mal wieder, wenn ich eine lustige Tasse sehe, dann muss ich die auch haben. Meistens kaufen wir die grossen Tassen paarweise. Sie sollen sich schliesslich auch wohlfühlen bei uns :) ..

Staffel-, ähhhh, Stöckchenübergabe

Ich reiche das Stöckchen nun weiter an Daniel Ehniss, an Matthias Zellmer, Björn Koblow, Frank Hamm und Stefan Evertz. Natürlich wünsche ich mir, dass sich auch jedermann bzw. jedefrau an dem Stöckchen beteiligt, der jetzt nicht namentlich erwähnt wurde. Nur zu! An Kaffee denken oder an Tee, das ist schon an sich ein Vergnügen :) ..

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Die MetaRheinMain Chaosdays 111b

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“Die MetaRheinMain Chaosdays 111b”. Das ist ein Kongress, der jährlich von den regionalen Gruppen des Chaoscomupterclubs im Rhein-Main-Neckar-Raum ausgerichtet wird. In diesem Jahr findet der Kongress zwischen dem 5.9. und dem 7.9.2008 in den Räumlichkeiten der TU Darmstadt Piloti S2-02 statt (GPS: 49.879454 8.65551. Oder klickt einfach hier :) ).

Die Themenschwerpunkte in diesem Jahr sind:

Journalismus, Gesellschaft, Technik

Weitere Schlagworte sind: Wahlmaschinen, Überwachung, Kryptographie, IT-Sicherheit, Biometrie, Vorratsdatenspeicherung, BKA-Gesetz, Elektronische Gesundheitskarte, Auswirkung der Weiterentwicklung von Technik auf die Gesellschaft, Chaos Kultur, Projekt- und Selbstmanagement.

Das Darmstädter Chaosradio C-Radar sendet bei Radio Darmstadt live von der Veranstaltung. Die Sendungen werden auch via Stream übertragen. Weitere detailiertere Informationen findet ihr hier.

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Facebook Reloaded

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Seit einigen Wochen nutze ich wieder vermehrt Facebook. Ich hatte mich schon vor längerer Zeit angemeldet, war damals aber niemals so richtig warm geworden mit diesem Protagonisten der Social Network Szene. Facebook war damals voll von bunten, blinkenden Applikationen, deren Zweck sich mir nicht immer erschlossen hatten. Im Gegenteil hat mich allzu viel Verspieltheit geradezu abgehalten, das Tool zu nutzen.

Sanfte Anpassungen für Inhalte und Form

Seit einiger Zeit hat man offenbar auch auf Seiten der Facebook Macher erkannt, dass niemand einen Ersatz für eine Buddelkiste sucht, es aber durchaus Sinn macht, sich als Plattform zwischen Berufs- und Privatleben zu positionieren. Facebook ist erwachsener geworden. Mittlerweile gibt es unzählige Gruppen, in denen man sich themenfokussiert austauschen kann. Das Themenspektrum reicht dabei von Technologie über Software, weiter zum/ins Web 2.0, Enterprise 2.0 bis hin zu Musik, Festivals und allerlei anderen Themenfeldern. Der Fortschritt ergibt sich dabei einerseits aus der Lebendigkeit der Szene. Andererseits haben aber auch die Facebook Macher erkannt, dass sie mancher ungewollten Entwicklung Einhalt gebieten müssen, wenn sie nicht wollen, dass sich ihre Idee einer Community selbsttätig ins Aus manövriert.

Und? Wie isses?

Wenn man sich mit Veränderungsprozessen beschäftigt muss man sich immer klarmachen, dass diese Prozesse von jedem Einzelnen unterschiedlich wahrgenommen werden. Seit ich wieder mehr mit Facebook mache, stelle ich fest, dass ich innerhalb der Community schnell und unkompliziert kommunizieren kann. Ich kann mich andererseits auch ebenfalls beinahe ohne die üblichen Schwellen (das Finden einer themenspezifisch aufgestellten Gruppe von Menschen, das ins Gespräch kommen mit diesen Menschen, etc.) mit Spezialisten austauschen bzw. Themen diskutieren und erhalte sogar Antworten auf Fragen, die sich mir stellen. Ich ertappe mich auch immer wieder dabei, dass ich darauf warte, dass Facebook mich überrascht (mit tollen Features, mit einem tollen Design uvm.). Erst ganz langsam lerne ich neu, dass Facebook ähnlich wie XING oder andere Plattformen, seine Stärke vor allem dort zeigt, wo es eben Leute schlicht zusammen bringt. Mehr muss Facebook an sich gar nicht leisten. Mit der Zeit wird sich hoffentlich auch zeigen, dass man Facebook in Bezug auf die Sicherheit meiner persönlichen Daten tatsächlich vertrauen kann. In der Vergangenheit gab es leider Anlass, an diesem Vertrauen zu zweifeln. Ich bin sehr gespannt, wie sich Facebook in Deutschland und international zukünftig entwickeln wird. Heute, jetzt und hier ist Facebook für mich ein sehr effektives Tool. Ich nutze es gerne und bin gespannt, was die Zukunft bringen wird.