Alle Artikel des Jahres: 2009

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»Aber um die Zerstörung der Erde wirklich zu stoppen, müsste der Mensch aufhören, nach Profit und Fortschritt zu streben«

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„Gerade las ich auf ZEIT Online einen Artikel aus der Rubrik Karriere/Beruf. Der Artikel erzählt die Geschichte einer Umweltaktivistin, die für den WWF arbeitet. Die Autorin gibt eine Aussage der Aktivistin wie folgt wieder:

Aber um die Zerstörung der Erde wirklich zu stoppen, müsste der Mensch aufhören, nach Profit und Fortschritt zu streben. Meint sie wirklich, dass der Mensch zu so großen Schritten der Veränderung bereit ist? Dass der Kern ihrer Botschaft ankommt? »Eigentlich nicht.«

Ich horche auf, wenn ich lese, dass wir aufhören müssen, nach Profit und Fortschritt zu streben. Beim Begriff des Profit bin ich sofort einer Meinung. Wenn ich aber an den Begriff Fortschritt denke, so möchte ich der WWF-Mitarbeiterin unwillkürlich ins Wort fallen und möchte nachfragen, ob wir also wirklich aufhören sollten, fortschrittlich zu sein? Vielleicht kann man an diesem Ausspruch aber auch feststellen, wie sehr sich die (Be)deutung des Begriffes Fortschritt verändert hat. Es gab eine Zeit, in der dieser Begriff bzw. der dahinter stehende Inhalt von allen Menschen als etwas Positives angesehen wurde. Seit einiger Zeit hat sich das verändert. Es gilt schon als Fortschritt, wenn eine Firma ihren Umsatz steigern konnte und vor allem mehr Gewinn macht. Dass bei der Erreichung solcher (angeblich positiver) Ziele immer öfter Menschen auf der Strecke bleiben, hat auf lange Sicht folgerichtig Einfluß darauf, welche Bedeutung man Begriffen zubilligt. Ich finde, wir alle sollten wieder mehr darauf achten, welchen Fortschritt wir wollen, denn an sich ist Fortschritt doch etwas Positives. Wir sollten uns diesen Begriff und die positive Utopie, die dahinter steht, nicht von Menschen und Organisationen wegnehmen lassen, die anderes im Sinn haben bzw. die gar nicht bis zuende bedenken, welche Folgen ihr Tun auf lange Sicht hat.

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Kaffeegeschichten. Meine kleine Bialetti

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Es gibt nur wenige tägliche Begleiter, die mir treuer an jedem neuen Anfang eines Tages zur Verfügung stehen. Meine kleine Bialetti begleitet mich nun schon seit Jahren. Mittlerweile hat sie ihre kleine Wehwehchen. Aber: die habe ich ja auch, besonders morgens. Bis jetzt versorgt sie mich aber dennoch immer wieder neu mit wundervoll schmeckendem Kaffee. Und das rechne ich ihr hoch an. Falls ich einen (hoffentlich) fernen Tages gezwungen sein werde, mir eine neue Kaffeemaschine zu kaufen, so wird die es wohl schwer haben. Sie wird immer mit meiner kleinen Bialetti verglichen werden. Und natürlich werde ich dann die alte Kleine behalten. Sie wird einen Ehrenplatz erhalten. Futter braucht sie ja glücklichweise kaum einmal ;) ..

[Erstveröffentlichung am 7.9.2009 in meinem Posterous Blog]

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Posterous. Ein Zwischenbericht

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Ich war in Sachen Posterous spät dran und das hatte Gründe. Als ich anfing, via Posterous zu bloggen, habe ich an sich schon sehr sehr wenig gebloggt. Zudem wusste ich nicht genau, wohin mich die Reise in Sachen Bloggen & Co. führen würde. Kurz gesagt, ich war misstrauisch, ob es sinnvoll sein würde, noch eine Baustelle aufzumachen, um die an sich schon wenigen Inhalte ohne Not zu streuen. Schlussendlich hat aber die Neugierde gesiegt und ich begann, via Posterous zu bloggen.

Meine Posterous Geschichte

Ich war schon nach kurzer Zeit begeistert, weil das Bloggen an sich unendlich einfach war. Der Weg zwischen dem Gedanken im Kopf und dem veröffentlichten Artikel war aberwitzig kurz. Sogar ganze Bilder-Reihen konnte man auf simple Art und Weise veröffentlichen. Ich schrieb schnell und für meine Verhältnisse viel. Alles lief prima und ich habe sogar überlegt, ob ich mein normales Blog nicht schliessen soll. Posterous schaffte es sogar, meiner Community wieder etwas näher zu kommen. Posterous war und ist beinahe so direkt wie Twitter in der frühen Phase. Leise Zweifel meldeten sich aber schon nach kurzer Zeit erneut zu Wort: Wie ist mit den veröffentlichten Bildern? Kann ich da weiter bestimmen, was mit ihnen geschehen soll und was nicht? Was ist mit meinen Texten? Es ist nicht so, dass ich sie für unendlich wertvoll halte und auf meinem klassischen Blog habe ich die Texte ja auch unter CC-Lizenz veröffentlicht. Nur: Halten sich Leute daran oder klauen sie einfach Sachen, ohne das ich das überhaupt merke? Also, nochmal: Mir geht es nicht um Geld, mir geht es vor allem darum, dass meine Texte und Bilder nicht für Dinge verwandt werden, die mir nicht Recht sind. Der Aspekt des relativ direkten Kontaktes zur Community war und ist in Posterous aber tatsächlich bis heute immer noch vorhanden.

Mein vorläufiges Fazit

Wo man bei Twitter auf Listen ausgelagert wird oder über andere Wahrnehmungsschwellen klettern muss, um zu seinen Leuten überhaupt noch vorzudringen, bietet Posterous einen recht kurzen »Dienstweg« an. Das bleibt ein Pluspunkt. Dennoch werde ich meinen Posterous Account ersteinmal nicht mehr aktiv weiter nutzen. Ich will meine Schriften und Bilder hier auf meinem eigenen Blog, selbst gehostet, ins Netz stellen. Ich bestimme die Optik, ich bestimme auch alle anderen Parameter im Zusammenhang mit den Inhalten. Es ist einfach »Meins«. Über die letzten Monate habe ich vielen Diensten den Rücken gekehrt. Ich will mein Tun konzentrieren und nicht auf unendlich vielen Plattformen immer nur ein bisschen tun. Und Posterous ist eben auch nur eine weitere Plattform. Ich jage und sammele bei Weitem nicht soviel und brauche daher auch keine ausgeklügelte Logistik für das Sammeln und das Verteilen von Inhalten, Links und Gedöns. Wer andere Ansprüche hat, dem kann Posterous sicher eine extrem effektive und sogar auch noch sympathische Plattform sein. Posterous war und ist ein toller Service. Ich brauche ihn halt derzeit einfach nicht.