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Halbvolle oder halbleere Gläser. Flashmobs, Woodstock und das ewige Ringen um eine positivere Sicht auf das Leben

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Manchmal werden Dinge in einen Kontext gesetzt, für den es normalerweise keinen Kontext gibt. In solchen Momenten können größere Zusammenhänge sichtbar werden. Vor einigen Tagen sah ich »ttt — titel, thesen, temperamente«, das Magazin für Kulturelles in der ARD. Das Thema war 40 Jahre Woodstock. Ich war eigentlich am Durchschalten, blieb bei diesem Thema aber automatisch hängen. Es wurden verschiedene Aspekte des mittlerweile von Mythen glorifizierten Festivals gezeigt und Dieter Moor stellte auf seine ganz eigene Art und Weise einige dieser Mythen richtig. Es wurde u.a. auch gezeigt, dass Woodstock eigentlich nicht in oder bei der Gemeinde Woodstock stattgefunden hat, sondern auf der Wiese eines Bauers in der Nähe der Gemeinde Bethel (im US Bundesstaat New York). Die Gemeinde Woodstock hatte die Veranstaltung verboten. Man hatte Angst vor den Menschenmassen eines Rockkonzertes und verpasste so diese Chance, die sich innerhalb eines Menschenlebens wohl bestenfalls einmal geboten hat.

Flashmob. Chance oder Risiko

In diesen Tagen lese ich auch über den Versuch, einen sogenannten Flashmob in Braunschweig zu organisieren bzw. zu einem solchen Ad-hoc Fest aufzurufen. Die Stadt Braunschweig reagierte in gewisser Weise genauso wie damals die Verantwortlichen von Woodstock. Die Entscheidungsfindungen wurden in beiden Fällen eher von Angst beherrscht. Alle dachten offenbar vor allem an die Risiken. Zugegeben: Woodstock hat die größere Chance verpasst. Braunschweig hat eine Chance verpasst, sich weltoffen darzustellen und gerade den jungen Mitbürgern zu zeigen, dass man ihnen in all ihrer Vielfalt positiv gegenüber steht. Man könnte beinahe sagen: Ein kleiner Verlust für die jungen Leute von Braunschweig (die auch vorher ahnten, dass sie eher geduldet sind als akzeptiert oder sogar gewollt), ein großer Verlust für unsere gesamte Gesellschaft. Schade drum.

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Dies ist ein privates Blog. Ich schreibe hier über alles, was mich interessiert. Du darfst mich also getrost einen Ego-Blogger schimpfen oder mich auch wahlweise liebkosend so nennen. Der Vorteil von soviel Selbstzentriertheit ist, dass ich mir aussuchen kann, wie oft ich schreibe, worüber ich schreibe und nach welchen Grundsätzen das Blog und ich funktionieren. Dir gefällt dies? Oooh, ich bin überrascht und gleichzeitig auch durchaus ein wenig »amused«.

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