Spiegel-Online über die Netzgemeinde und verpasste Chancen der Politik

Gerade fand ich auf Spiegel-Online einen lesenswerten Artikel zum Thema mündiger (Netz)Bürger. Marcel Rosenbach und Hilmar Schmundt beschreiben in ihrem Artikel, wie sich durch das falsche Handeln der aktuellen politischen Kaste eine ganze Generation von jüngeren und älteren Webworkern quasi dazu gezwungen sieht, aufzustehen und sich zu organisieren. »Aufstand der Netzbürger« zeichnet die Geschehnisse der letzten Monate nach und erklärt auch (zumindest ansatzweise), weshalb sich die Leute, die sich tagtäglich im Netz bewegen, die Leute, die mit dem Netz leben und oft auch von ihm und die sich begeistern für die neuen Möglichkeiten des Zusammenlebens, weshalb sich also diese webaffinen Menschen von den sogenannten arivierten Parteien im Stich gelassen fühlen und warum die Leute sich andere Organisationen suchen müssen und sollten.

Was fehlt

Der Artikel wäre perfekt, wenn er noch mehr erklären würde, dass die »Generation Internet« das Netz nicht als rechtsfreien Raum begreift, sondern als Erweiterung unseres Lebensraumes. Gerade deshalb kann das Netz kein rechtsfreier Raum sein und war es auch nie. Alleine diese immer wieder neu behauptete falsche Begrifflichkeit lässt ahnen, wie groß der Graben zwischen der aktuellen Politik ist und den (Netz)Bürgern. Grundrechte enden eben gerade nicht im Netz. Wenn die Politik das begreift, dann wäre uns allen schon viel geholfen. Der Weg dahin ist aber offenbar noch lang. Der Artikel ist indes sehr lesenwert!

Veröffentlicht von

Markus

Dies ist ein privates Blog. Ich schreibe hier über alles, was mich interessiert. Du darfst mich also getrost einen Ego-Blogger schimpfen oder mich auch wahlweise liebkosend so nennen. Der Vorteil von soviel Selbstzentriertheit ist, dass ich mir aussuchen kann, wie oft ich schreibe, worüber ich schreibe und nach welchen Grundsätzen das Blog und ich funktionieren. Dir gefällt dies? Oooh, ich bin überrascht und gleichzeitig auch durchaus ein wenig »amused«.

2 Gedanken zu „Spiegel-Online über die Netzgemeinde und verpasste Chancen der Politik“

  1. @bosch Guten Morgen nach Hamburg :) ..

    Ja, es ist prima, dass sich über das Erscheinen in Printmedien (und der Spiegel ist halt immer noch DAS Nachrichten-Magazin im deutschsprachigen Raum) auch zeigt, dass die Relevanz des Themas akzeptiert wird. Über diesen Effekt freue ich mich sehr, denn es zeigt sich, dass da (endlich) was passiert. Natürlich muss man mal abwarten, wie sich das Thema bewährt, wenn die Bundestagswahl vorbei ist. Dann steht die eigentliche Nagelprobe an, denn die jetzt aufgeworfenen Themen und Fragen sind ja nach dem 27. September nicht abgearbeitet. Eher im Gegenteil .. :)

    Ich sende Dir sonnige Grüße in eine der schönsten Städte überhaupt (natürlich ist das eine total subjektive Empfindung ;) ) .. Markus

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