Lesen ist mein neuer alter kleiner Kurzurlaub. Angeregt durch @miradlo, bei der das B&B in einem Dent stets für »Bett & Buch« steht, habe ich neuerdings auch viel Freude an kurzen Ausflügen in literarische Welten. Ich habe 15 Minuten Luft? Da kann man doch ein paar Seiten lesen. Ich geh‘ abends zu Bett, bin saumüde, will aber trotzdem noch nicht sofort schlafen? Ich lese ein paar Seiten. Nach einer nicht wirklich objektiv ausgewerteten Eigenstudie lese ich ganz häufig nur sechs Seiten. Das ist keine Absicht, es sind tatsächlich häufig zufällig sechs Seiten. Erstaunlich dabei ist, dass dieses für meine Verhältnisse extrem kurze Eintauchen in einen Text dennoch in vielen Fällen ein kurzes Abschalten bringt. Manchmal ist es auch nur eine (willkommene) Unterbrechung des alltäglichen Denkstromes. Das ist neu für mich, dachte ich doch bisher eigentlich, dass man zum Lesen Zeit braucht. Ja, natürlich: Zeit haben bzw. sich Zeit nehmen ist immer noch optimal, wenn es darum geht zu lesen. Trotzdem können diese Sechs-Seiten-Ausflüge in andere Welten extrem effizient sein, um auf andere Gedanken zu kommen. Angefangen habe ich mit dem Lesen von Lyrik. Schon bald habe ich aber festgestellt, dass es durchaus auch funktioniert, sich auf diese Weise einem Roman zu nähern. Prima Sache, das.