Alle Artikel des Monats: Juni 2010

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Konversionen. Konfusionen. Barcamps. Konferenzen. Unkonferenzen. Ja, was denn nun?

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Manchmal ist das mit der Sprache ja offenbar sehr schwierig. Da gibt es einen Begriff, der an sich fest definiert ist. Dieser Begriff, ich spreche vom Begriff Barcamp, ist definiert und steht mittlerweile nicht nur für bestimmte inhaltliche Werte, sondern er will sich mit diesem eigenen Namen auch bewusst abheben von dem, was auf normalen Konferenzen stattfindet. Beide Veranstaltungsformen haben nach meiner Meinung absolut ihre Daseinsberechtigung. Allerdings finde ich es nicht sinnvoll, beide Begrifflichkeiten zu vermischen und somit glasklare Unterschiede zu verwässern und es damit potentiellen Besuchern/Teilnehmern künstlich schwer zu machen, sich für oder gegen eine bestimmte Veranstaltung zu entscheiden.

Von was spricht der eigentlich? Was will der?

Ich spreche vom sogenannten Conversion-Camp. Das Conversion-Camp ist eine kommerzielle Konferenz, die Anfang September in Frankfurt stattfinden soll. Diese Konferenz, über deren Qualität ich mich an sich gar nicht äußern will, gibt sich als XYCamp. Man benutzt zudem sogar unberechtigerweise das Barcamp-Logo. Unberechtigt? Ja, ganz eindeutig darf das Barcamp Logo nicht für kommerzielle Zwecke benutzt werden. Es steht eigens unter einer entsprechenden CC-Lizenz CC-NC-Sampling+. Die Macher diskutieren derzeit mit Barcampern darüber, was geht und was nicht. Bisher zeigen die Statements der Konferenzmacher aber, dass man sich offensichtlich mit Attributen schmücken will, die man inhaltich in keiner Weise lebt. Ich finde das sehr schade und an manchen Stellen der Argumentation wirklich dreist. Ich wiederhole, was ich oben aus voller Überzeugung geschrieben habe: Konferenzen haben natürlich ihre Daseinsberechtigung. Genauso legitim ist es, mit Konferenzen unmittelbar oder mittelbar Geld verdienen zu wollen. Barcamps sind allerdings keine kommerziellen Veranstaltungen. Das Conversion-Camp steht aber mit seiner Ausrichtung tatsächlich an etlichen Punkten dem Prinzip der Barcamps diametral gegenüber.

Ein paar Fakten über Barcamps

An dieser Stelle kann ich es mir leicht machen. Franz Patzig, einer der Urväter der deutschen Barcamp-Szene, hat schon im vergangenen Jahr einen Artikel geschrieben, aus dem ich nur zu gerne zitiere:

Formate wie BarCamp gehören uns – und nicht Firmen und schon gar nicht PRlern. Die Marke BarCamp muss von der Community getragen werden. Es bedeutet aber auch, dass nur wenn wir als Community für die Marke BarCamp einstehen und bei den falschen, weil z.B kommerziellen Vereinnahmungsversuchen einschreiten, BarCamp noch lange das bleiben kann was es ist. Eines der spannendsten, demokratischsten Formate, die es je gegeben hat.

Den kompletten Beitrag über das was Barcamps sind und was nicht, kann man hier nachlesen. Alles klar?

Noch ein paar Details

Übrigens, wer nochmal nachlesen will, was man unter dem Begriff Community-Mark versteht, findet hier eine griffige Definition. Chris Messina erklärt zudem ebenfalls in einem ausführlicheren Beitrag, was das ist. Es gibt auch einen sehr informativen Artikel dazu, was ein Barcamp ausmacht. Folgt einfach diesem Link.

Fazit. Wünsche und Hoffnungen

Man darf sich ja immer Sachen wünschen. Ich täte mir wünschen, dass die Macher des Conversion-Camp nochmal in sich gehen. Sie haben zwei Möglichkeiten. Sie können ihre Konferenz umkrempeln und sich vorher vielleicht nochmal eingehend mit dem befassen, was Barcamps sind. Neue Barcamps sind schließlich immer willkommen. Sie können natürlich auch bei dem bleiben, was sie derzeit planen, namentlich eine kommerzielle Konferenz. In diesem Fall sollten sie darauf achten, nicht als Trittbrettfahrer von einer Entwicklung zu profitieren, zu der sie nichts beitragen wollen. Natürlich sollten sie sich ein neues Konferenz-Logo ausdenken. Generell gilt: Eigenständigkeit rulez!

Nachtrag und Aktualisierungen

Seit ca. 12 Uhr gibt es aus Richtung Conversion-Camp ein Statement, indem gesagt wird, dass man aus Respekt an den ursprünglichen Spirit der BarCamps das Logo für deren Veranstaltung ändern will. Wenn man sich jetzt noch dazu durchringen könnte, den Namen zu ändern, wäre das wirklich schön.

Ich habe im Artikel oben auch noch unterschlagen, dass auch Matthias Gutjahr in seinem Sperrobjekt Blog über das Thema gebloggt hat. Bitte unbedingt Lesen. Es lohnt sich. :-)

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Wo man mich auch noch finden kann. Mein tumblr und ich

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Ich habe ein Weile überlegt, ob ich das machen soll. Das, damit meine ich die Wiederbelebung meines tumblr-Blog. Ich habe jetzt mit großer Freude beschlossen, meinen tumblr tatsächlich wiederzubeleben. Damit ich mir inhaltlich nicht mit meinem richtigen Blog in die Quere komme, werde ich natürlich auch weiterhin hier Bloggen. Nur hier ist alles absolut frei und in meiner Hand. Drüben, auf dem tumblr, will ich Notizen absetzen, Gedanken, die mir zufliegen, Links, Videos und allerlei andere Versatzstücke, die mir in den Sinn kommen. Es gilt also von jetzt an: Auf die Plätze, fertig, tumblr.

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Google Buzz – Die Gefährten. Effektiv Arbeiten in der Buzz

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Was ist das richtige Setup, was sind die richtigen Tools, was sind also die richtigen Gefährten, um effektiv mit Google Buzz arbeiten zu können? Kann man vielleicht mit einem Tool alle Kanäle bedienen? Ich denke da vor allem an Twitter, Identi.ca und Facebook. Diese Idee verliert schnell an Charme, denn es ergeben sich große Unterschiede im Arbeiten mit Services wie Twitter & Co. auf der einen Seite und Google Buzz auf der anderen Seite. Geht es bei Twitter, Facebook & Co. darum, kurz und schnell auf ein Statement reagieren zu können, ist dies zwar bei Buzz auf den ersten Blick durchaus ähnlich. Die Unterschiede liegen aber im Detail. Antworten auf Buzz sind meist länger und erfordern nicht selten Recherche. Man schreibt oft sogar als Antwort richtige kleine Beiträge. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das via Gwibber, Choqok, Tweetdeck & Co. machen will. Zudem hat Google seinen neuen Service so gebaut, dass er praktisch nahtlos mit dem Gmail-Account verbunden ist. Es ergeben sich zahlreiche Synergien, wenn ich alles aus dem Browser heraus und namentlich vom Google-Mailkonto-Kommandostand aus bearbeite. Jeder zusätzliche Klick aus einer externen Software heraus oder hinein ist da ein Klick zuviel.

Das tägliche Buzzen

Für mich ist das Arbeiten am bequemsten und einfachsten, wenn ich mir einen festen Tab im Browser meines Vertrauens reserviere. Nennen wir ihn den Google-Tab. Dieser Tab ermöglicht mir den permanenten Zugriff auf alle Funtkionen, ich bin sozusagen allways on mit einem Klick und bin meiner Community so nah wie nirgends sonst. Interessant ist übrigens auch, dass es für mich einen großen Unterschied macht, mit welchem Browser ich meine Buzz-Welten bewandere. Auch mit der neuesten Variante des Firefox-Browsers, der sich beim normalen Surfen sehr sehr schnell anfühlt, erreiche ich nicht dieselbe flüssige Arbeitsgeschwindigkeit wie mit dem Chrome Browser von Google. Nicht nur wegen Buzz bin ich aber ohnehin längst zum Chrome-Fan mutiert. Übrigens bin ich für das Handling von Twitter, Facebook & Co. wieder zu Gwibber zurückgekehrt. Gwibber ist für die Nutzung dieser Services optimal ausgestattet und ich kann so für alle vorhandenen Kommunikationströme die jeweils beste und effektivste Anwendung nutzen.