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Schreibtirade(n) II

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Auf Morgenlandfahrt(en) folgen Schreibtira.de(n). Ich bin schon lange auf großer Morgenlandfahrt. Und es wurde Zeit für einen Wechsel. Derweil nimmt sich die Morgenlandfahrt eine Auszeit. Wir (beide) nennen es ein ein Sabbatical Year. Meine Ur-Domain kann sich endlich einmal ausruhen, kann was anderes tun, kann zuhause bleiben und durch Nicht-Erreichbarkeit glänzen. Sie kann, darf und soll faul sein ..

Und nu?

Immer auf Tiraden gefasst sein müssen? Ja und Nein. Ratgeber flüsterten mir zu, dass der Begriff der Tirade durchaus auch ein negativ besetzter Begriff ist. Ich hörte mir an was gesagt wurde und bin doch überzeugt davon, dass man spätestens über die Zeit verstehen wird, weshalb eine Schreibtira.de etwas wirklich Positives ist. Weiterhin schreibe ich ein Blog (voll). Anders als bisher habe ich mir vorgenommen, dass das Themenspektrum weiter gefasst sein wird. Über viele Jahre hatte ich das Credo, niemals Negatives zu schreiben. Negatives sollte nicht vorkommen, ich wollte entsprechende Themen durch Nichtachtung strafen. Erst ganz am Ende (etwa seit 2009) schrieb ich auch über kritische Dinge. Und das war gut so ..

Das alte neue Blog soll eine Weiterentwicklung sein/werden. Ich will auch Politik abbilden, ich will über Dinge schreiben, die mich und andere umtreiben. Ich will aufhören, über Minimalismen zu schreiben. Dieses oder jenes Addon für den Browser wird ohnehin anderswo besser besprochen. Ich will nicht aufhören, über Technik zu schreiben. Ich stelle mir aber eher vor, über Zusammenhänge zu schreiben, Schlussfolgerungen zu ziehen und die der anderen zu diskutieren. Die Artikel sollen mehr Input bekommen, sollen mehr Recherche erfordern und es damit schaffen, nicht nur an der Oberfläche zu kratzen. Der Grundton soll engagiert bleiben. Er soll sogar noch engangierter werden. Deshalb kann es passieren, dass aus den Beiträgen Schreibtira.de(n) werden.

Was ich nicht will

Was mir seit einiger Zeit unsagbar auf den Keks geht ist die zunehmend nicht vorhandene Bereitschaft oder auch das Vermögen, sich mit anderen Diskutanten auseinanderzusetzen. Bashing at its best scheint das Gebot der Stunde zu sein. Argumente eines anderen zu hören, nachzuvollziehen und zu verstehen ist offenbar out. Dagegen will ich (an)schreiben. Natürlich gibt es auch eine andere Richtung: Meinungsführer (wirkliche und selbsternannte) schütten kübelweise scheinargumentative Fäkalien über uns aus und wollen uns alle so manchmal mundtot machen. Auch dies geht mir auf den Keks. Auch dagegen will ich anschreiben. Ich habe Hanns-Joachim Friedrichsen in diesem Blog schon einmal zitiert. Nach gutem Journalismus befragt sagte er folgendes:

»Einen guten Journalisten erkennt man daran, daß er sich nicht gemein macht mit einer Sache – auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazu gehört.«

Brrrr, Pferdchen

Ja, ich weiss. Was ich da aufschreibe, hört sich nach dem ganz großen Rad an. Und dabei ist das hier doch nur ein privates Blog. Das soll es auch bleiben. Ich erhebe keinerlei Anspruch, mich zu jedem Thema zu äußern und es kann (wie schon in der Vergangenheit geschehen) passieren, dass man zu heissen aktuellen Themen hier gar nix lesen kann. Dafür gibt es dann vor allem zwei Gründe: 1.) Das Thema macht mich so zornig, dass ich mich besser erstmal beruhige, dann analysiere und schreibe oder ich habe 2.) schlicht keine Zeit, über ein Thema zu schreiben. Denn, wie gesagt: Dies ist ein privates Blog(Projekt). :-)

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Dies ist ein privates Blog. Ich schreibe hier über alles, was mich interessiert. Du darfst mich also getrost einen Ego-Blogger schimpfen oder mich auch wahlweise liebkosend so nennen. Der Vorteil von soviel Selbstzentriertheit ist, dass ich mir aussuchen kann, wie oft ich schreibe, worüber ich schreibe und nach welchen Grundsätzen das Blog und ich funktionieren. Dir gefällt dies? Oooh, ich bin überrascht und gleichzeitig auch durchaus ein wenig »amused«.

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  1. Pingback: Nicht über Technik und so | Schreibtira.de

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