Browsertales: Die Rückkehr des Feuerfuchses

Ich war ja immer ein großer Fan des Feuerfuchses. Erst im letzten Jahr ertappte ich mich dabei, dass ich ab und an mal fremd ging und dem Chromium/Chrome Browser den Vorzug gab. Seit es die Vorabversionen des Firefox 4 gibt, luge ich sehr neugierig hin und wurde, soviel kann man jetzt schon sagen, auch nicht enttäuscht. Die finale Version des Firefox 4 ist tatsächlich sehr schnell. Zwar greift er immernoch nach mehr Arbeitsspeicher als der Konkurrent, aber das ist mir nicht ganz so wichtig, denn ich habe den Eindruck, dass er immerhin ein wenig genügsamer geworden ist. Über die nahezu unendlichen Möglichkeiten, die man in Sachen Erweiterungen hat, brauche ich kein Wort zu verlieren. Da ist man der Konkurrenz immer noch ein kleines Stückchen voraus. Allerdings wird der Vorsprung tatsächlich kleiner.

Der Nicht-Google-Browser

Wenn die Leistung auch nur annähernd ähnlich (gut) ist wie die, die der Google-Browser Chrome/Chromium aufweisen kann, dann ist es für manche Leute auch ein Aspekt, wenigstens an einer solchen Stelle einen Nicht-Google-Browser zu nutzen. Viele Leser werden die Zeilen lesen und sie werden sofort daran denken, dass auch Mozilla Daten sammelt (wenn man nicht geeignete Schritte ergreift). Ich gebe gerne zu, dass dies so ist. Trotzdem hoffe ich inständig, dass es mir als Verbraucher etwas bringt, weiterhin Firefox zu unterstützen, ganz bewusst auch ein bisschen gegen den Suchmaschinen-Riesen und Daten-Kraken. Wie heisst es so schön: die Hoffnung stirbt zuletzt. Allerdings wird die Hoffnung kleiner, wenn man praktisch tagtäglich lesen kann, wie alle Browser-Anbieter (ob Apple, MS, Mozilla oder eben Google) sich das Surfverhalten der Nutzer einverleiben wollen. Der Richtigkeit halber soll erwähnt sein, dass die Browser-Anbieter diese Daten natürlich auch dazu nutzen, um das Surferlebnis für uns noch zielgenauer zu machen. Suchergebnisse werden halt noch besser, wenn ich ersteinmal in den Surf-Verlauf schaue und dann entscheide, welche Anteile einer Website ich anzeige oder welche Produkte besonders hervorgehoben werden sollen. Medaillen haben halt stets zwei Seiten .. ;-)

Fazit

Auch wenn man manchmal den Eindruck hatte, dass die Weiterentwicklung des Firefox Browsers behäbiger geworden ist und der schönste und tollste Browser mittlerweile woanders gebaut wird, so hat Mozilla seine Kritiker eines Besseren belehrt. Ich hoffe sehr darauf, dass das Entwickler-Team auch weiter der Versuchung widersteht, satt zu sein. Nur mit Hunger geht es vorwärts. Die Konkurrenz schläft nicht!

Veröffentlicht von

Markus

Dies ist ein privates Blog. Ich schreibe hier über alles, was mich interessiert. Du darfst mich also getrost einen Ego-Blogger schimpfen oder mich auch wahlweise liebkosend so nennen. Der Vorteil von soviel Selbstzentriertheit ist, dass ich mir aussuchen kann, wie oft ich schreibe, worüber ich schreibe und nach welchen Grundsätzen das Blog und ich funktionieren. Dir gefällt dies? Oooh, ich bin überrascht und gleichzeitig auch durchaus ein wenig »amused«.

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