Fedora 15. Gnome 3. Erste Eindrücke

Fedora 15

Ein neues Linux (für mich). Zunächst will ich mir darüber klar werden, was das neue Linux haben und können muss. Und ich möchte mir überlegen und möchte wissen, was Ubuntu konnte, und was eher nicht. Diese Vorüberlegungen sollen mich davor schützen, dass ich Fedora falsch einordne und dass ich falsche Erwartungshaltungen entwickele. Natürlich, am Ende wird das alles zusammen geschmissen und ich kann sagen, ob Fedora etwas ist für mich ist oder eben nicht.

Was muss mein Linux können?

Ganz grundsätzlich soll und will und muss ich meine Arbeit machen können. Ich brauche also Textverarbeitungsgedöns (Abiword, Gnumeric, LibreOffice) genauso wie Zeichengedöns (GIMP, Inkscape). Schließlich braucht es moderne Browser, die mich auf der Reise durch das Internet begleiten (Firefox, Chromium). Auch das Mailen und das Verwalten von Terminen soll simpel sein und modern (Evolution, Thunderbird). Es ist mir auch wichtig, dass all diese Software auf einfache Art und Weise aktuell gehalten wird. da möchte ich nix tun müssen. Nach einem genaueren Hinsehen kann ich wohl jetzt schon sagen, dass all diese Grundansprüche von Fedora leicht bedient werden können. Auch Entwicklungsumgebungen kann man sich einfach installieren und pflegen. Es gibt nach meinem Eindruck aber auch einen großen Unterschied zu Ubuntu: Fedora betont den OpenSource Gedanken stärker als Ubuntu. Ubuntu macht es dem Nutzer immer möglichst einfach. Manchmal trifft es für mich Entscheidungen. Als Gegenleistung habe ich es immer sehr einfach, Software zu installieren bzw. mein System so einzurichten, wie ich es gerne haben möchte. Habe ich für meine Musik hauptsächlich MP3 kodiertes Material, so stellt mir Ubuntu „ab Werk“ die entsprechenden Codecs zur Verfügung. Fedora geht an dieser Stelle einen bewusst gewählten anderen Weg. So habe ich beispielsweise „ab Werk“ kein Flash-Plugin installiert, um mir entsprechende Inhalte via Browser anzuschauen. Auch ein MP3 Codec ist nicht Teil der Grundinstallation. Die Fedora-Community meint, dass jeder Nutzer sich bewusst entscheiden soll, ob er proprietäre Software(anteile) auf seinem System haben will oder eben nicht. Für mich selber bedeutet diese andere Herangehensweise, dass ich mich und mein Tun überprüfen kann. Ich habe mich entschieden, Ubuntu nicht weiter zu verwenden, weil ich nicht mehr vollkommen übereinstimme mit dem, was Canonical und Mark Shuttleworth aus Ubuntu machen will. Ich will OpenSource als Weg weiter hoch halten. Jetzt muss ich für mich herausfinden, ob ich abseits hehrer Ziele im Alltag auch noch dazu stehen kann und will, was diese Haltung als Folge bedeutet. Sie bedeutet namentlich, dass ich mehr selber machen muss. Sie bedeutet aber auch, dass ich bewusst schauen kann, welche Lösungen ich verwende.

Erste Eindrücke

Fedora kommt mir schnell vor. Ich schreibe das absichtlich so, denn ich habe keine Performance Tests gemacht. Es ist jetzt und hier nur ein Gefühl. F15 tut alles, was ich brauche und es hat mit Gnome 3 (und der Gnome Shell) eine Bedienoberfläche, die mir sehr gefällt. Der Alltag muss an dieser Stelle zeigen, ob das Gefallen auch mit einer sinnvollen Bedienbarkeit einher geht. Was noch auffällt: Wenn ich mal etwas nicht kann und dann eine Lösung suche, dann war das in der Ubuntu-Welt immer sehr sehr leicht. Man sties schon nach Sekunden des Suchens auf gangbare Lösungswege. Fedora ist (bisher) eben noch kein „Volks-Linux“ wie Ubuntu. Die Gemeinde ist kleiner, die möglichen Quellen für Lösungen sind quantitativ und (nach meinem Eindruck auch) qualitativ noch nicht vergleichbar. Gerade als Umsteiger, der noch nicht alles kann und weiß, kann dies noch zu einem Ausschlusskriterium werden. Das muss aber die Zeit zeigen, denn natürlich wird mit der Zeit andererseits auch das Wissen über Fedora & Co. anwachsen. Wenn ich also für meine Problemstellungen mein Wissen auf ein Niveau bringen kann, welches es mir ermöglicht, mein Zeug zu regeln, dann wird dieser Punkt mit der Zeit immer weniger wichtig werden.

Vorläufiges Fazit

Bis hierher bin ich sehr zufrieden mit dem Status des Projektes „Von Ubuntu zu Fedora“. Ich merke, dass viele Hoffnungen (Design, Technik, Alltagstauglichkeit) schon jetzt auf einem befriedigendem Niveau sind. Ich merke aber auch, dass es noch genug Raum für Verbesserungen gibt. Die Verbesserungen sollen vor allem durch eine profunde Einarbeitung erreichbarer werden (siehe Aufwertung der eigenen Skills). Andererseits, und das wäre das K.O. Kriterium, sollte ich auch während dieser Lernphase (die ich mir ja ausgesucht habe und auf die ich auch Lust habe) unbedingt mein „Daily Business“ in Gang halten können, ohne allzu viel Ressourcen für Fedora verwenden zu müssen. Ich bin bisher absolut überzeugt, dies erreichen zu können. Schließlich muss man sich auch daran erinnern, dass ich aktuell mit einer brandneuen Alpha-Version produktiv arbeite. Wenn F15 erst einmal offiziell veröffentlicht sein wird, dann werden auch mehr und mehr Tweaks gebaut und veröffentlicht werden. Schon jetzt deuten sich einige prima Lösungen an. Ich bin gespannt und freue mich darauf, mich mit Fedora so anzufreunden, wie mir das mit Ubuntu auch gelungen ist.

Veröffentlicht von

Markus

Dies ist ein privates Blog. Ich schreibe hier über alles, was mich interessiert. Du darfst mich also getrost einen Ego-Blogger schimpfen oder mich auch wahlweise liebkosend so nennen. Der Vorteil von soviel Selbstzentriertheit ist, dass ich mir aussuchen kann, wie oft ich schreibe, worüber ich schreibe und nach welchen Grundsätzen das Blog und ich funktionieren. Dir gefällt dies? Oooh, ich bin überrascht und gleichzeitig auch durchaus ein wenig »amused«.

21 Gedanken zu „Fedora 15. Gnome 3. Erste Eindrücke“

  1. Hallo Markus,
    finde die Einstellung gut, vor allem eben was der open source Gedanke betrifft, jeder sollte selbst entscheiden was er alles auf sein Rechner haben möchte oder nicht, selbst wenn es um so Formate wie MP3 und so geht, weil es auch Alternativen gibt.
    Wenn es einfach ist ein Plugin, Codec oder sonstige Erweiterung zu installieren, bin ich absolut konform, aber andererseits.
    Ich nem dass Beispiel von Ubuntu 9.10, dar wars nehmlich so, soweit ich mich zurück erinnern kann, dass man vieles selbst installieren musste. So lang es einfach geht ist es gut, vor allem wenn man Umsteiger ist, aber weh es klappt nicht sofort.
    Dar habe ich leider immer wieder erfahren müssen, dass man als Nutzer, dar sehr schnell auf verlorenen Posten ist.
    Ein Beispiel war die Quick Time Erweiterung, dar mit man z.B. auf die Seite von Apple die kurz Videos sich anschauen kann, habe ich unter 9.10 überhaupt nicht zum laufen gebracht, trotz mehre Stunden die im Internet verbracht habe um eine Lösung zu finden und natürlich das rum probieren.
    Was war unter Ubuntu 10.10, alles war nach der Installation verfügbar, auch die Quicktime Erweiterung, weil man hier mittlerweile die Möglichkeit hat, schon wehrend der Installation, eine Update des System zu machen, was will man mehr!
    Ich bin mittlerweile auch nicht 100% konform mit dem was mom. mit Ubuntu passiert und mir gehts so wie dir, ich nutze in diesem Fall Ubuntu (Gnome) mittlerweile sehr gern, aber wenn es so weiter geht und man in Zukunft nicht mehr die Möglichkeiten haben wird Gnome zu nutzen, in diesem Fall eben Unity, dann werde ich wahrscheinlich nach was anderem umsehen müssen, wobei ich z.B. KDE (Fedora) durchaus vorstellen könnte.

  2. Ja, ich glaube, wir sind da auf einer Wellenlänge, was die Entwicklungen angeht bei Ubuntu und auch, was das Überlegen des Für und Wider angeht. :)

    Gerade für Anfänger ist es nicht leicht, wenn sie sich mit der Installation von Codecs rumschlagen sollen. Und wenn das dann auch noch per Kommandozeile passieren soll, dann wird es sicher ab und an zum Ausstiegskriterium. Sowas ist schade. Für mich als einen Anwender mit ein paar Jahren auf dem Buckel ist es sinnvoller, wenn sich die Anwender bewusst entscheiden sollen für oder gegen freie oder eben proprietäre Lösungen. Als Fedora 15 gerade neu rausgekommen war, unterhielt ich mich mit einem Freund darüber, ob Fedora wohl das neue „Volks-Linux“ wird. Ich bin da skeptisch, denn es gibt schon recht wenig Webseiten, die sich mit Fedora befassen. Für Ubuntu gibt es viel mehr Seiten und gerade im deutschsprachigen Raum sind die ubuntuusers immer die erste Anlaufstelle. Das Projekt trägt viel dazu bei, dass sich Ubuntu hierzulande so gut verbreitet. Was ähnliches fehlt für Fedora. Vielleicht entwickelt sich ja bald mehr für Fedora. Mal schauen .. ;-)

  3. Ubuntu hat sich gemausert ich muss schon sagen, vor allem wenn ich mir die vorherigen Versionen anschaue.
    Ich bin aber auch von Fedora durchaus angetan, zumindest vom KDE. KDE scheint hier stabiler zu laufen, unter Kubuntu, ganz ehrlich, vor Version 5, wird nichts.
    Ich schau mir das ganze schon seit Version 4.2 an und ich bin mittlerweile sehr enttäuscht.
    KDE sieht echt Hammer aus, allein die Startfrequenz und KDE 4.2 finde ich sogar am schönsten, aber die Stabilität lässt sehr zu wünschen übrig. KDE 4.2 stürzte alle paar Minuten ab. Das geht gar nicht!

    Zu Fedora, unter Linux Nutzer, könnte es wirklich was werden, weil wenn das Gnome 3 in den nächsten Versionen sogar stabiler laufen wird als z.B. Gnome 2 oder Unity, dann werden auch viele umsteigen, auch was KDE und Xfce angeht.
    Nur ein System muss auch einfach bleiben, dar geb ich dir vollkommen recht, kaum jemand will sich Stunden lang mit Terminal Befehle rum schlagen. Alles soll einfach vom statten gehen, ein Mausklick oder „Finger Geste“ schon ist die Anwendung installiert.

  4. Ubuntu: Ja, Ubuntu ist State Of The Art. Die aktuellen Probleme darf man sicher auch nicht zu hoch hängen. Immerhin hat man mit Unity eine vollkommen neue Desktopumgebung eingeführt. Und egal, ob sie mir nun gefällt oder nicht. Ubuntu wird seinen Weg machen. Da bin ich sicher ..

    In Sachen KDE muss ich das vielleicht wirklich nochmal testen. Ich hatte ja schon einmal meine Vorliebe für KDE entdeckt. Ich kann mir auch vorstellen, ein KDE System zu nutzen. Schick kann man es ja schon machen. Stabilität wäre nötig. Ich hatte nie Abstürze, aber schon Wackler. Das war mit (K)Ubuntu (Version 9.10). Hach, man müsste soviel testen. Leider fehlt mir die Zeit dafür. Wenn überhaupt kann ich nur kurz testen und dann muss es schon laufen .. eigentlich. ;-)

    One Click vs. Benutzerdefinierte Installationen: Ich glaube, am Anfang einer Nutzerlaufbahn schätzt man es, dass man ein fertiges System hingestellt bekommt. Mit der Zeit hat man es aber lieber, die Wahl zu haben. Und wenn man was wählen kann, ist es halt nicht mehr „One Click“ .. ;-)

  5. Hallo Markus,
    ich seh die Entwicklung bei Ubuntu mom. her skeptisch. Unity taugt mir mom. gar nicht, man kommt sich vor als ob man mit ein Netbook arbeiten wurde, trotz 15 Zoll Display und dieses „Violett“ was einem ins Auge sticht, ist mir schon in Ubuntu 10.10 schon zu viel, aber ok ist Geschmackssache.
    Unity wie es hier:
    http://iloveubuntu.net/unity-glx-dock-love
    aussieht könnte ich mir aber durchaus vorstellen.

    Trotz alle dem, wer es meiner Meinung nach besser wenn man Gnome 2 weiter entwickeln würde, anstatt sich komplett auf was neues zu stürzen. Gnome 2 könnte man verbessern, dar mit es absturzsicherer wird und auch die Darstellungsfehler. Ubuntu 10 macht mir manchmal sowieso nicht den ausgereiftesten Eindruck. Ubuntu 10.04 lief bei mir leider schlecht, hätte ich aber gern weiter genutzt weil es LTS ist und Updates bis 2013 gibt.

    „One Click vs. Benutzerdefinierte Installationen“, ich bin auch jemand der sehr viel selber machen möchte, der sehr viel rum probiert, was neues testet, ich schraube auch sehr gern am Desktop rum.
    Ich träume schon seit langem von einem eigenen Betriebssystem, der z.B. auf Debian basiert, auch wenn man mit Ubuntu viel machen kann.
    Aber wer hat Zeit für so was, es muss alles schnell gehn und sofort funktionieren, kaum jemand will sich heut zu tage ernsthaft mit ein System beschäftigen.
    Für mich ist es mittlerweile eine Einstellungssache ob ich mit Windows, Apple oder Linux arbeite, ich könnte darüber stundenlang reden oder gar philosophieren und jedes System bringt eine eigene Philosophie bzw. Einstellung mit.

  6. Ich unterschreibe voll, was Du über Ubuntu und Unity sagst bzw. schreibst. Ich beobachte das alles als Jemand, der einige sehr schöne Jahre hatte mit Ubuntu. Mein Herz hängt schon ein wenig dran, aber wenn Mark Shuttleworth meint, er müsse nun partout neue Wege gehen, soll er dies tun. Ich sehe es als meine Pflicht an, Canonical und der Community durch mein Weggehen von Ubuntu zu zeigen, dass ich die derzeitige Entwicklungsrichtung als nicht richtig anschaue. Ich verstehe auch noch nicht vollkommen, was Shuttleworth will. Will er nun anfangen, die Kuh Ubuntu zu melken? Oder sind es wirklich Auseinadersetzungen zwischen Canonical und der Gnome Community, die zum Bruch geführt haben? Manche Spur könnte wahr sein. Mit der Zeit wird aber ohnehin zutage treten, was der Anlass war, nicht weiter auf Gnome zu setzen. Ach, da könnte man auch, wie an anderer Stelle, aktuell ewig philosophieren über die wirklichen Beweggründe für die jetzt passierenden Schritte. Time will tell us .. ;-)

    Für mich war bis Maverick Meerkat alles gut und sehr sehr stabil. Ja, die 9.10 hatte anfangs ihre Eigenarten. Die waren aber sehr schnell behoben und ich habe sie auch nur bei dem sehr alten Rechner gespürt. Da machte man seinerzeit den Versuch, alte Hardware nicht weiter zu unterstützen. Dieser Versuch wurde aber nach einem Aufschrei der Anwender sehr schell wieder eingestellt. Was ich, gerade in Bezug auf meine alte Hardware, sehr gut fand. :)

    Debian wird leider nur sehr träge entwickelt. Man könnte sich ein eigenes System bauen, dass auf Debian basiert. Aber leider stimme ich einem Artikel zu, den ich vor einigen Monaten las. Da hiess es sinngemäss: Debian ist tot. Das neue Debian ist Ubuntu. Der Artikel erschien vor dem erscheinen von 11.04. Damals entfand ich ihn als objektiv richtig. Ob es wirklich so sinnvoll wäre, da hab ich gerade jetzt, wo man die 11.04 sieht und auch Untiy, meine Zweifel. Wobei gilt: Mich stört die seitliche Taskleiste an Unity. Würde Canonical es zulassen, dass man diese Leiste mehr konfigurieren kann und verschieben (zum Beispiel nach unten), dann wäre schon viel gewonnen. Ohnehin ist die Leiste eigentlich nix anderes als Cairo oder AWN auch. Nur fehlt halt weitgehend eine Konfigurierbarkeit. Allerdings kommen immer mehr Tweaks für Untiy. Eine weitere Verschlechterung, die mit Unity kam, ist das Aufgeben der Applets für den Tray. Da ist bisher auch noch viel wieder neu zu bauen, bis man den Stand hat, an dem man eigentlich schon war. So gesehn kann man sich nur immer wieder fragen, wieso Canonical soooo auf Unity setzt. Und zeitgleich gibt Mark Shuttleworth Interviews, in denen er sagt, dass seine Mannschaft zu klein ist, um das vielfältige Gnome 2 weiter zu entwickeln. Das passt alles nicht zusammen. Irgendwie ..

    Einstellungssache: Ja, für mich auch. Auch ich könnte da lange diskutieren. Meist lasse ich das, gerade wenn Apple Fanboys in der Gegend sind. Die wollen meist nicht über die beste Lösung reden, sondern missionieren (was ich nicht wirklich mag). Übrigens: Natürlich hab ich auch Glück, dass ich Linux so gut nutzen kann. Hätte ich noch meinen letzten Job in einer Festanstellung, da müsste ich Windows weiter nutzen, weil da viel Spezial-Software genutzt wurde, die es nur für Windows gab und gibt. Insofern muss man dran denken, dass nicht Jedermann die freie Wahl hat zu nutzen, was er will. Da bin ich einfach in einer glücklichen Lage.

  7. Was ich vergessen hab: Violett ist bei mir schon lange nix mehr. Da gab es ja für Gnome 2 eine Reihe von Möglichkeiten, dies zu ändern. Auch hier gilt: für Unity gibt es ja wohl auch schon erste Alternativen in Sachen Optik. Die Vielfalt, die es für den Gnome(2) Desktop gab, gibt es natürlich noch nicht. Hmm ..

    Hier hast Du eine kleine und unvollständige Auswahl meiner Desktops der letzten Jahre.

  8. Ich fände es auch sehr schade, wenn es mit Ubuntu nicht mehr funktionieren soll, aber ich sage dir auch ganz ehrlich, ich will mir nicht alle 2 Jahre, bzw. 3 Jahre (LTS), Gedanken machen ob Ubuntu auf mein aktuellen Rechner läuft oder nicht.
    Dar ist eben, dass muss ich leider sagen, der Vorteil eines Windows und vor allem eines Apple System.
    Windows wird auf die meisten PC / Notebooks installiert und läuft in aller Regel ganz gut.
    Apple und Mac OS X sind praktisch aus ein Guss und das ist eben der große Vorteil, alles ist auf einander optimiert.
    Man kann sicher von Apple halten was man will, aber das ist finde ich die optimalste Lösung, es gibt zumindest keine Inkompatibilitäten, zumindest kenn ich keine.
    Das ist leider dass Problem eines Linux System, wenn man sich vorher nicht schlau macht, was läuft und was nicht, kann es zu Problemen führen. Im schlimmsten Fall läuft Linux gar nicht, oder zumindest die Distribution die man verwenden möchte, es wird zumindest besser.
    Nur ich hoffe dass man mit Unity und Gnome 3 nicht her ein schritt zurück gemacht hat, als nach vorn.

    Ich habe mir die zwei links gerade angeschaut, also dass mit den Desktops finde ich interessant, hätte ich vielleicht auch machen sollen, so ne Art chronologie, weil ich auch einige verschiedene Desktops gehabt und auch ausprobiert habe. Interessante finde ich Mandriva mit KDE, soll sogar ganz gut laufen.
    Ich habe mir auch mal aus jucks, ein paar Screenshots von Modding Projekt gemacht, ist schon ne weile her, mit Ubuntu 9.10.
    Habe gerade auf die schnelle eine Dia Show herstellt
    https://rapidshare.com/files/3594062282/Ubuntu_Lokomotive

    Die webupd8.org Seite kannte ich bis jetzt nicht, habe sie mir kurz angeschaut und ist auch recht interessant, vor allem die Eyecandy :-)

  9. Apple passt, wenn man die komplette Kette hat. Ich werde in diesem Leben wohl aber kein Apple Nutzer mehr, denn mir passt deren Gehabe partout nicht. Suchen muss ich ja auch nicht, denn Linux (ob ich nun Ubuntu nehme oder Fedora oder eine vollkommen andere Distribution) bietet mir alles, was ich brauche. :-)

  10. Klar wenn man mit der Firmen Philosophie nicht viel anfangen kann, aber ich glaub dass ist ein anderes Thema.
    Ich glaube wir Linux User sollten nicht zu „engstirnig“ werden und eben nicht den gleichen Fehler wie die Apple Leute machen, die sagen, es gibt für mich nur noch Apple.
    Ich bin dar etwas offener, ich nutze z.B. heute noch hier und dar mal Windows XP, vor allem wenn Open Office nicht so richtig will, dar nutze ich immer noch den alten Word 2000 als alternative.
    Aber selbst mit ein Apple System könnte ich mir durchaus anfreunden, vor allem fand ich die Hardware schon immer klasse. Die Macbook Airs haben es mir mom. echt angetan, wenn sie nicht so teuer wehren und wenn ich auch noch Ubuntu oder ein anderes Linux System zum laufen bringen würde, dass wehre wirklich super!

  11. Ich hätte mir vor einigen Jahren beinahe selber Apple Hardware gekauft. Heute bin ich heilfroh, es nicht getan zu haben. Ich glaube daran, dass man als Verbraucher erwachsen und verantwortlich handeln sollte. Apple bewirbt Dinge, die einer faktischen Überprüfung kaum standhalten. Sie verkaufen schöne Produkte, die sehr effizient sein können, wenn man eine komplette Apple-Kette betreibt bzw betreiben will. Bring mal ein Android Smartphone dazu, sich mit einem Apple Notebook abzugeben. Auch iTunes unter Windows finde ich nur sehr begrenzt spassbringend. Apple legt auf seiner Website nahe, sie hätten das „Unibody-System“ quasi erfunden. Tatsache ist, dass das exakte Fräsen von Formen aus einem Stück seit den 1960er Jahren Stand der Technik ist. Apple behauptet, die würden u.a. deshalb Alu als Gehäusewerkstoff verbauen, weil es ökologisch ist. Wer auch nur halbwegs in der Schule aufgepasst hat und sich folglich erinnert, wieviel Energie bei der Erzeugung von Aluminium verbraucht wird, der kann sowas nicht ernsthaft behaupten. Die Preise von Apple sind, verglichen mit Marktpreisen, ziemlich hoch. Ich bekomme für ein halbwegs sinnvoll ausgestattetes Notebook von Apple zwei „normale“ Notebooks, die randvoll mit Software sind und die, wenn ich das Produkt richtig aussuche, einen sinnvollen Service mitliefern. Bei Apple muss ich einen sinnvollen Service für harte Währung dazu kaufen. Ich könnte jetzt immer weiter auflisten.

    Am Ende meine ich aber nach wie vor, dass jedermann sich aussuchen sollte, was er nutzen will. Wenn Leute Spaß an Apple Produkten haben, so sollen sie sich natürlich die Produkte kaufen. Für mich habe ich mich für einen anderen Weg entschieden. Aber, das sind nur meine zwei Cent zum Thema Philisophie und Rechner. ;-)

  12. „Ich bekomme für ein halbwegs sinnvoll ausgestattetes Notebook von Apple zwei “normale” Notebooks, die randvoll mit Software sind und die, wenn ich das Produkt richtig aussuche, einen sinnvollen Service mitliefern“
    Ich stell dir mal eine Frage, was wärst du denn bereit für ein Notebook auszugeben.
    Heut zu tage bekommt man schon für 300 Euro ein Notebook mit ein 15 Zoll Display, teilweise kriegt man die Dinger schon fast hinter her geschmissen.
    Aber was bekommt man denn dafür, sein wir mal ganz ehrlich.
    Selbst die teuren Notebooks, teilweise um die 1000 Euro rum, wirken oft billig verbaut.
    Klar man bekommt ne ganze Menge, vor allem was Anschlüsse betrifft, HDMI teilweise schon USB 3.0, im Gegensatz zu Apple, trotzdem fühlen sich viele Geräte nicht wertig an, es wird einfach nur billiges Plastik verbaut. Dass merkt man spätestens wenn man den DVD Laufwerk verwendet, dass ist ein dünnes Stück Plastik.
    Bei Apple wirkt alles hochwertiger, ich bin jetzt kein Apple Fan Boy oder so, trotzdem finde ich dass sie mom. Hardware mäßig ganz weit vorne sind.
    Eben die Fertigungs Technik, wer des alles erfunden hat ist ne andere Frage, aber wer bringt mom diese Technik auf den Markt, ich kenn kein anderen Hersteller außer Apple.
    Und ich kenn auch kein anderen Hersteller der ein stabilen und gleichzeitig schlanken 11 Zoll Subnotebook auf den Markt bringt.
    Sony hatte eins, soweit ich weiß war es die X-Serie. Super schlank und super leicht, nur man musste das Ding mit samt Handschuhen anfassen, der Notebook lies sich sogar verbiegen.
    Wenn ich mir die Preise anschaue und vergleiche mit anderen Hersteller, ist es nicht immer der Fall, dass Apple Produkte teurer sind. Ein Mac Mini ist teuer, dar gebe ich dir vollkommen recht und ist auch schlecht ausgestattet für den Preis, aber nicht bei den Macbooks Air. Die Preise haben sich in etwa angeglichen. Wenn man den Beispiel von vorher nehmen, sind Apple und Sony fast gleich auf, Subnotebooks sind teuer und fangen bei ca. 1000 € an und können gut und gern auf 2000 € gehen.
    Die „normalen“ Macbooks sind teuer, keine Frage, wenn ich ein halbwegs vernünftigen Notebook für 500 € bekomme, aber dar stelle ich die Frage von vor hin.
    Ich habe z.B. vor drei Jahren ein Notebook von Samsung gekauft, 15 Zoll, für knapp 700 €, gut ausgestattet, leicht (mit Akku 2,2 Kg) und vor allem stabil gebaut, findet man heut zu Tage kaum mehr.

  13. Hmm, also, sinnvolle Rechner gibt es wirklich mehr als genug. Es gibt sie in beinahe jedem Preissegment. Geräte abzutun, weil sie aus Kunststoff sind, ist, ehrlich gesagt, ein wenig kurz gesprungen. Bevor Apple in Alu gemacht hat, hatten sie seltsamerweise nichts gegen Kunststoff. Zudem gibt es auch noch andere Werkstoffe. Natürlich wird das dann wirklich schnell teuer. Mein letztes Notebook war ein HP und hat 699€ gekostet. Wenn ich neue Hardware kaufe, werde ich wohl wieder 600 bis 800€ ausgeben, je nach Ausstattung. Klappern wird da nix und klappern tut da auch beim jetzigen Notebook nix. Idealerweise hat mein neues Notebook übrigens gar kein DVD-Laufwerk mehr. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das zum letzten Mal gebraucht habe. ;-)

    Zum MacBook Air: Ich wünsche Dir viel Spaß mit dem Gerät. Der Formfaktor ist prima und zeitgemäß. Btw.: Den Formfaktor für Netbooks hat übrigens Asus „erfunden“. Wer dies erfunden hat wäre übrigens an sich vollkommen egal. Es ist allerdings schon „besonders“, wenn sich Jemand die Meriten für Dinge anhängt, für die er selber nix getan hat. Und das ist mein Problem mit Apple oder anderen Menschen oder Firmen, die so handeln.

  14. Ich habe jetzt gegen Kunststoff nichts per se, mein Notebook ist auch aus Kunststoff, aber ich seh leider auch einige Notebooks die schlecht verarbeitet sind und ich habe leider das Gefühl, dass die Qualität auch nicht besser wird, her im Gegenteil. Bei PCs ist es sogar noch minder. Mein aller erstes PC, den HP Pavilion, war trotz Kunststoff sehr robust gebaut und dementsprechend auch schwer. Der Zweiten Rechner ca. 4 Jahr alt, war dar schon anders, war zwar leichter und auch etwas kleiner, aber was war hier, billiges Plastik.

    „Zum MacBook Air: Ich wünsche Dir viel Spaß mit dem Gerät“
    Ich hoffe es war ironisch gemeint, das Mac Book Air 11 Zoll, ist zwar schon ein Traum Gerät und etwas vergleichbares habe ich bis heute noch nicht gesehen, trotzdem werde ich mir das Gerät in den nächsten Jahren kaum leisten können.
    Ich hoffe auch dass die anderen Hersteller, die Qualität nicht noch weiter nach unten schrauben werden, es gibt sicherlich tolle Geräte auch von anderen Hersteller, aber im gleichen Zug bringen sie dann Geräte die genau dass Gegenteil sind.
    Sicher auch bei Apple ist nicht alles Gold was glänzt und dar gibt es auch viel zu kritisieren, vor allem eben was die mom. Firmen Politik betrifft.

  15. MacBookAir: Oh, nein, es sollte nicht ironisch klingen. Okay, dann wünsche ich Dir, dass Du etwas findest, was dem nahe kommt und Deine Hoffnungen erfüllt. :)

    Mit der Qualität hast Du Recht. Sie nimmt ab und ich hoffe auch nicht, dass sich dies so fortsetzt. Bald muss ich was Neues kaufen. Ich bin gespannt, worauf es rauslaufen wird. Eines ist sicher: ich schaue danach, dass es mit Linux kann. ;-)

  16. Dann wünsche ich dir dar bei auch viel Glück :-)
    Die nächsten Jahre werden sicher sehr spannend werden, was Hardware betrifft und natürlich auch den Systemen an sich.
    Linux wünsche ich vor allem dass es sich bald gegen die „großen“ mehr durchsetzten wird, das Zeug dar zu hat es und eben nicht ein „nischen“ Produkt bleibt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.