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Ungeschriebene Gesetze. Ein paar Gedanken um die Neubesetzung des IWF Chefpostens

Manchmal überrascht es mich schon, dass Dinge einfach so geschehen, immer wieder. Da wird es nötig, eine zentrale Position in der Weltfinanzpolitik neu zu besetzen und alle geben Gas. Schnell schnell ist offenbar wichtiger als gut gut. Christine Lagarde wird neue Chefin beim IWF. Auch bei dieser Neubesetzung wurde das ungeschriebene Gesetz angewandt, dass der Chef des IWF aus Europa kommt und der Vize(chef) des IWF ein Amerikaner sein muss. Und alle machen mit. Und Niemandem kommt das komisch vor. Solche Vorgänge böten eine Chance: man könnte zeigen, dass wir koloniales Denken tatsächlich überwunden haben. Wir könnten zeigen, dass die Welt größer geworden ist als sich das Europäer und Amerikaner vorstellen wollen. Man könnte Macht teilen. Man könnte Indien, China und den anderen aufstrebenden jungen Staaten der Welt zeigen, dass man sieht und anerkennt, dass sie wachsen und könnte sie teilhaben lassen. Muss man aber offenbar nicht. So deute ich jetzt einfach mal das Vorgehen der Staatsführer zwischen London, Paris, Berlin und Washington. Wir werden uns schon bald wundern, wenn die neuen Riesen eines Tages wirklich riesig sind und uns dann genauso wenig fragen, was geschehen soll und wenn auch wir dann eines Tages keinerlei Rolle mehr spielen bei der Gestaltung der Zukunft der Welt.

Es gilt: Sowas kommt von sowas. Und es gilt auch: Eines Tages (formerly known as die Zukunft) hat schon begonnen ..