Alle Artikel des Monats: September 2015

365 Tage
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365 Tage. Und so viel mehr

Ein ganzes Jahr. Und so viel mehr. Heute sind es sogar schon wieder ein paar Tage mehr. Zwischenzeitlich hat es sogar noch einen Umzug mehr gegeben. Eine Trennung. Man hört diesen Begriff so oft und früher habe ich mir, wenn ich ehrlich bin, nicht so viele Gedanken darum gemacht. Es gab Menschen, die sich trennten oder schon getrennt waren. Ein Blick von Draußen auf etwas, von dem ich dachte, dass es mir nicht passieren könnte. Und dann passierte es mir doch. Ich war wie betäubt, unfähig mich zu bewegen, unfähig, irgendetwas zu denken, zu planen. Von da an geschah alles nur noch. Ein Jahr später. Ich lebe alleine in einer kleinen Wohnung, die mir gut gefällt. Es ist ein Leben im Exil. Freunde verlangen geradezu, dass ich mich stärker dem Heute widme und sie meinen es sicher gut. Es ist nur so, dass sie wohl nicht verstehen, dass mein Leben ein Schatten ist von dem, was es früher war. Ich trage selber die größte Schuld am Scheitern der Beziehung. Das weiß ich wohl. Und so geht alles seinen Gang. Die Sonne scheint herein durch die Fenster der Wohnung und tauchen alles in ein freundliches Licht. Ich sitze da, tippe diese Zeilen und trinke Kaffee. Ich baue an einem anderen Entwurf, einem, die ich so nie wollte. Es muss ja weitergehen, höre ich jemanden sagen.

Mein Rasierer
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Nobel-Hobel. Gedanken über Nicht-Plastik

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Alles fing an mit Plastik. Ich hielt es in der Hand. Ganz konkret hielt ich diesen Nassrasierer in der Hand, der teilweise aus Stahl und teilweise aus Plastik bestand. Ich stand im Badezimmer, noch etwas verschlafen. Ich hatte mir die Zähne geputzt, da war die erste Begegnung des Tages mit Plastik und nun wollte ich mich rasieren. Wieder Plastik. Seit einiger Zeit rasiere ich mich nass. Mein Gesicht war noch nass und ich nahm gerade die neue Tube mit Rasiercreme. Moment, da war es wieder. Wieder war da eine Tube aus Plastik und zwar war es eine Tube, die bei meinem letzten Einkauf noch aus einem metallischem Material bestand. Jetzt war die Rasiercreme umgezogen worden und torpedierte meinen Willen, möglichst viel Plastik zu vermeiden. Ja, zugegeben, als ich im Drogeriemarkt die Tube in die Hand nahm und feststellte, dass sie nun offensichtlich dieselben Tuben dafür hernehmen, in denen ansonsten vor allem Zahncreme ist, war ich sauer. Ich sah nach Alternativprodukten, fand aber nur andere Tuben aus Plastik. Ich kaufte eine Tube. Und entschloss mich dazu, im Netz nach Rasiercreme oder Rasierseife zu suchen, die möglichst wenig umverpackt ist und wenn, dann nicht in Plastik. Ich wurde zuhause auch fündig und bestellte gleich mal drei Stück Rasierseife. Ich nahm nach dem Einschäumen meinen Rasierer in die Hand: Wieder Plastik: Da war auch viel Stahl, aber eben auch Plastik. Allmählich fand ich den Tagesanfang nicht mehr gelungen. Nach dem Anziehen, dem Zubereiten des Kaffees und einem ersten Blick auf EUCH ALLE, also, nach dem ersten Blick ins Netz und in mein Projekt, suchte ich nach einem Rasierhobel. Natürlich sollte es ein Hobel aus Stahl werden oder zumindest aus besser wiederverwertbaren Material. Ich wurde schnell fündig. Da wurden Nobelhobel feil geboten und solche, die bezahlbar waren. Weil ich ü-ber-paupt nicht einschätzen konnte, ob ich ein Rasieren mit einer Einfach-Klinge 1) überlebe und ob sie 2) so gute Ergebnisse zeitigt, dass man das als Rasur bezeichnen kann, wollte ich nicht zuu viel Geld ausgeben. Immerhin habe ich nach kurzer Forschung gleich wieder aufgegeben, mir ein Rasiermesser zu kaufen. Ich wollte 1) weiterleben und 2) wollte ich meine Ausgaben halbwegs beschränken und sah zwar handwerklich toll gemachte Rasiermesser, ich sah aber auch, dass die echten Rasiermesser (echt heißt für mich Rasiermesser aus Stahl und nicht mit auswechselbarer Klinge) geradezu sündhaft teuer sind. Break. Ja, so fing das alles an.

Der Hobel und ich

Ich habe da oben die Herleitung unterbrochen. Ich denke, das Wesentliche dazu ist gesagt. Mein Hobel kam nach einer Woche hier an. Ich habe mir einen aus England bestellt. Ja, ich weiß, da kann man auch schon wieder meckern, wenn man dies durch die ökologische Brille sieht. Er hat mir halt gefallen. Ihr seht ihn ja da oben. Ich mag ihn. Er ist verchromt und vollkommen aus Stahl. der Hobel nutzt Einfachklingen aus Stahl und was soll ich sagen? Nach den ersten drei Litern Blut, den ersten beiden Aufenthalten auf der Intentivstation, nein, halt, ich mache nur Spaß. Der Hobel rasiert prima und ist gut zu handlen. Ja, man muss sich ein wenig umgewöhnen. viel Druck erzeugt Schnitte und man muss sich erst daran gewöhnen, dass man viel Druck gar nicht braucht, weil die Klinge sehr sehr scharf ist. Kein Plastik, dass ich von jetzt an für meine Rasur in die Welt setze. Priiiiima!

Fahrrad, Fahrad, Fahrrad
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Fahrrad, Fahrrad, Fahrrad

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Es ist Zeit für neue Wege. Und es ist Zeit für neue Inhalte. Ich will ab jetzt hier ab und an ein wenig über eine Sache schreiben, der ich schon früher sehr gerne nachgegangen bin. Das früher ist ziemlich lange her. Es geht ums Fahrradfahren und um kleinere oder größere Ausflüge, die ich mit dem Rad machen will.

Fragen über Fragen

Ich bin schon gefragt worden, ob ich denn meine Touren denn auch mithilfe einer App aufzeichnen mag. Das tue ich aktuell noch nicht. Wie ihr aus dem noch durchaus richtig vermutet, denke ich gerade darüber nach, ob ich das vielleicht will. Dafür spricht die Chance, Touren zu dokumentieren. Es ist nicht, dass ich denke, dass ich da Dinge dokumentiere, die so besonders sind, dass sie quasi zum ersten Mal digital festgehalten werden. Vielmehr würde ich mich dafür entscheiden, wenn ich zu dem Schluß käme, die Daten wären einerseits für mich selber interessant und zum anderen würde, quasi als Abfallprodukt, die Daten hier verbreiten und wenn also Leute dadurch auf Ziele oder Touren aufmerksam würden, dann wäre das auch okay. Und ein wenig besonderes lokales Wissen hab ich ja schon. Bisher hab ich noch keine abgeschlossene Meinung zu dem Thema „Dokumentation“, denn es gibt da einen Punkt, den ich für wichtig halte und der gegen eine solche Dokumentation spricht: Ich müsste die Daten mittels einer App oder einem Gerät aufzeichnen und es wäre wieder eine Lebenssituation mehr, die einfliesst in die schöne Welt der digitalen Datenwelten. Und ich bin einfach noch nicht sicher, ob ich das will. Radfahren war und soll auch wieder Freizeitvergnügen werden. Ich mag nicht darüber nachdenken (müssen), welche Daten welches Gerät aufzeichnet, wo die Daten landen und ich möchte insbesondere nicht darüber nachdenken, was anschließend mit meinen Daten passiert, wenn ich dem „Nutzen“ dieser Daten durch Einstellen des Gerätes oder durch Unterschrift widerspreche. Mein Vertrauen in Unternehmen ist da nicht besonders ausgeprägt und einen Datenschutz, der diesen Namen verdient, den gibt es nicht.

Alles auf Start

Nun wünsche ich mir selber aber zuerst mal viel Spaß beim Radeln und beim Wieder- und Neuentdecken meiner Hood. Eine erste Tour hab ich schon gefahren. Ihr könnt sie in diesem flickr-Album anschauen, wenn ihr wollt.