Otto ist mein gar nicht mehr so neues Amazon

In den letzten Jahren habe ich meine Einkaufsgewohnheiten sehr verändert. Früher führte mich mein erster Weg, wenn ich neue Produkte suchte, zu Amazon. Seit einigen Jahren leite ich meine Gedanken um und starte oft, natürlich nur da wo es Sinn macht, bei Otto. Grund für diese Umleitung des Kaufverhaltens ist, dass Amazon arg auf Steuervermeidung aus ist. Natürlich ist jedes Unternehmen darauf bedacht, nicht mehr Steuern zu leisten als üblich. Ich mache das persönlich ja im Grunde auch nicht anders. Die Steuern aber gänzlich zu vermeiden in einem Land, dass finde ich nicht richtig. Deshalb stimme ich da quasi mit dem Mausklick ab.

Und, wie isses so?

Kurz gesagt: Ich kann nicht meckern. Ob es Unterhaltungselektronik ist oder Hausgeräte, ob es Klamotten sind oder Zubehör und Kleinzeug aller Art, ich werde erstaunlich oft fündig bei Otto. Und wenn nicht, gibt es ja auch anderswo meist gute Sparten-Shops, die mir quasi das zur Verfügung stellen, was ich bei Otto nicht finde. Übrigens: Natürlich bekomme ich kein Geld von Otto und tatsächlich habe ich vor dem Schreiben des Artikels auch überlegt, ob ich hier wirklich Werbung machen soll für ein Unternehmen. Ergebnis der Überlegungen war, dass ich es mache, weil Otto ein Frühstarter war in Sachen Digitalisierung und auch, weil die viel (aber natürlich nicht alles) richtig machen.

Veröffentlicht von

Markus

Dies ist ein privates Blog. Ich schreibe hier über alles, was mich interessiert. Du darfst mich also getrost einen Ego-Blogger schimpfen oder mich auch wahlweise liebkosend so nennen. Der Vorteil von soviel Selbstzentriertheit ist, dass ich mir aussuchen kann, wie oft ich schreibe, worüber ich schreibe und nach welchen Grundsätzen das Blog und ich funktionieren. Dir gefällt dies? Oooh, ich bin überrascht und gleichzeitig auch durchaus ein wenig »amused«.

2 Gedanken zu „Otto ist mein gar nicht mehr so neues Amazon“

  1. Ich schaue ja eher, dass ich bei MediaMarkt, Saturn, Mindfactory, Alternate, Thalia oder unserem lokalen Expert was als Alternative bekomme, wenn es sich preislich einräumen lässt. Otto meide ich eher wenn möglich, weil das halt immer Versand über Hermes bedeutet und was bei dem Laden so abgeht ist absolut nicht feierlich.

  2. Ja. Und nein. Und, Ja. Also, der Reihe nach. Hermes ist eine Otto-Tochter. Ja, sicher geht da, genau wie bei jedem anderen Dienstleister im Bereich Logistik, vieles nicht so wie ich mir das wünsche. Kostenlose Sendungen, die der Anfang für viele Probleme sind, gibt es bei Otto aber übrigens nicht. Zudem hab ich, ganz abgesehen von diesem Thema, ganz praktisch das Problem, dass ich meist nicht zuhause bin, wenn die Pakete ankommen und dann muss ich hoffen, dass ein Nachbar das Paket annimmt. Dies werde ich aber wohl so lösen, dass ich einen Nachbarn anspreche und ihn frage, wo er Pakete annehmen kann, wenn ich mal wieder nicht zuhause bin. Wenn ich das erste Thema auf die Spitze treibe, dann dürfte ich überhaupt nichts mehr Online bestellen.

    Support your local Dealer

    Support your local Dealer. Mache ich, wo es irgend geht. Mein Versuch, dass gewünschte Gerät Offline zu kaufen endete nach vier Läden und etwa drei verbrauchten Abenden (= drei Abende, an denen ich deutlich später zuhause war als sonst) damit, dass ich das Gerät schlicht nicht bekam (nicht mal zu deutlich „anderen“ Preisen). Fazit: Entweder hab ich kein Geburtsgeschenk oder ich entscheide mich für den oben beschriebenen Kauf. ;-)

    Noch etwas zum Thema Weltverbesserung

    Haste Dir mal angesehen, wie Saturn & Mediamarkt mit seinen Mitarbeitern umgeht? Übrigens gehören beiden Unternehmen einer Holding. Wenn Du damit durch bist, bist Du, so als Zwischenschritt dabei, das Gerät selber zu bauen. Aber, wait, Du brauchst ja Rohstoffe, die teilweise von Kindern abgebaut werden. Zwischen den Kindern und uns sind dann noch einige Teile, die nicht sooo dolle ablaufen. Diese Kette gilt übrigens für nahezu alle Produkte und Dienstleistungen, die Du tagtäglich verwendest. Was machen wir daraus? Also, nicht böse sein, ich hab jetzt absichtlich mal etwas polemisch geantwortet und, natürlich verkürzt, denn, unser aller Problem ist es, dass wir an allen möglichen Stellen Lebensiwrklichkeiten erschaffen haben, die nicht wirklich sinnvoll sind. Sich dem aber zu verweigern ist 1) heute praktisch unmöglich und 2) löst das Problem nicht. Das Problem lösen täte man, wenn man sich politisch engagiert.

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