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Peter Kosminsky wars. Er gab vor einiger Zeit ein Interview, dass mich nachdenklich machte und weiterhin macht.

In diesem Interview sagt er, dass Netflix und Amazon gezielt TV Sender wie die BBC angreifen. Es ginge, so Kosminsky, am Ende um Marktmacht. Dabei würden die Streaming Dienste eine Art von Uberisierung betreiben und eine Art Kultur Imperialismus vorleben. Schon länger denke ich darüber nach, was es für Folgen hat, wenn die neuen Player auf ihren ureigenen Spielfeldern mit viel Kaufkraft eine neue Wirklichkeit erzeugen, die wir alle gerade am Anfang ziemlich gut finden, die aber am Ende Vielfalt kostet. Bei Büchern und auch bei Musik geschieht Ähnliches. Drehbücher müssen dem Zeitgeist folgen. Allzu Sperriges bleibt oft unerzählt und nebenbei explodieren die Kosten für die Produktion von Filmen und Serien. Was am Ende auch eine Marktbereinigung schafft: es bleiben nur noch die Großen, die dann immer weniger daran interessiert sind, risikoreichere Wege zu gehen. Lieber die drölfzigste Auflage eines Game Of Thrones Look-A-Like.

Ich selber beobachte meine Mediennutzung seit zwei drei Jahren kritisch. Ich attestiere, dass ich Spotify und Netflix verfalle, bei Büchern aber resistent bleibe. Am Ende ist es aber bei Büchern auch leicht(er), denn immernoch ist es nicht möglich, bestimmte Romane oder Gedichte per eBook zu bekommen und wenn ich sie bekomme, achte ich sehr darauf, dass ich diese Inhalte nicht via Amazon kaufe. Bei Film, Fernsehen und Musik ist mein Verhalten aber komplett erodiert. Ich nutze Netflix und ich nutze auch Spotify oder Deezer für Musik. Versuche, wieder Musik zu kaufen scheitern am Geldbeutel. Einmal mehr ist es nicht gerade leicht, dass Richtige zu tun und nicht dem Einfachen zu erliegen. In jedem Fall kann ich nur empfehlen, dass Interview mit Peter Kosminsky zu lesen und anschießend über den eigenen Medienkonsum kritisch nachzudenken. Jawohl..

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Dies ist ein privates Blog. Ich schreibe hier über alles, was mich interessiert. Du darfst mich also getrost einen Ego-Blogger schimpfen oder mich auch wahlweise liebkosend so nennen. Der Vorteil von soviel Selbstzentriertheit ist, dass ich mir aussuchen kann, wie oft ich schreibe, worüber ich schreibe und nach welchen Grundsätzen das Blog und ich funktionieren. Dir gefällt dies? Oooh, ich bin überrascht und gleichzeitig auch durchaus ein wenig »amused«.

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  1. Kosminsky hat Recht, es muss eine Regulierung stattfinden. Etwas in der Art wie er es sagte: „Streaming- und VoD-Dienste sollten verpflichtet werden, in den Ländern, in denen sie senden wollen, mindestens 25 Prozent ihrer Produktionen in Zusammenarbeit mit den nationalen Sendern umzusetzen“.

  2. Das wäre sicher eine sinnhaltige Lösung. Sie würde zudem dem Effekt entgegenwirken, dass sich die Formate bei Netflix zunehmend ähneln. Ich erkenne sowas wie einen Netflix-Look. Die nationalen Sendern würden für Lokalkolorit sorgen und damit für eine gewisse Vielfalt. Natürlich wird sich Netflix freiwillig niemals ins Handwerk fuschen lassen. Da bräuchte es Regulierung. Uuuuh, jetzt habe ich das böse Wort ausgesprochen. 😁

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