Ich war schon lange nicht mehr so gespannt auf eine Neuerung in meinem technischen Alltag. Mein Netbook habe ich 2014 gekauft oder Ende 2013, ich bin da ohne Nachforschung nicht mehr sicher. Damals habe ich es bewusst angeschafft, um ein Gerät zu haben, mit dem ich leicht unterwegs sein kann und das auch ohne Steckdose eine zeitlang auskommt. In Kauf genommen habe ich wenig Rechenleistung, denn von Anfang war klar, dass ich was zum Surfen suche, was zum Mailen brauche und was zum Schreiben und Lesen. Sieben Stunden ohne Steckdose sind zudem ein großer Pluspunkt.

Acht Gigabyte Arbeitsspeicher

Ab Werk hatte das Netbook 4 Gigabyte Arbeitsspeicher, was im Vergleich zu den meisten Produkten (die mit 2 GByte ausgestattet waren) schon ein Fortschritt war. Mit Windows 10 ausgestattet und einer MS Office Lizenz war es mit 279 EUR wirklich günstig. Nach vielen Jahren und Sessions, in denen sich der Kleine immer wieder exakt da bewährt hat, wo ich ihn eingesetzt habe, kam er nun in die Jahre. Das eingeschränkte Tempo wurde gefühlt immer noch langsamer und ich war schon dabei, was Neues zu suchen. Glücklicherweise stiess ich auf einige Beiträge, die davon berichteten, dass man den Arbeitsspeicher bis zu 16 GByte aufrüsten kann. Ich war erstaunt, denn als das Netbook neu war, fand ich Specs, die davon handelten, dass die 4 GByte fest verbaut sein sollten und Aufrüstung somit schwierig. Jedenfalls habe ich Anfang der Woche einen 8 Gigabyte Riegel Arbeitsspeicher gekauft und nach dem Einbau war ich sehr gespannt auf die Auswirkung. Was soll ich sagen: Ich bin sehr sehr glücklich! Das kleine Netbückchen rennt und rennt und rennt. Ja, nein, natürlich ist es immer noch gemächlich unterwegs. Ewige Wartezeiten oder die Tatsache, dass es schlicht unmöglich war, mit dem Firefox durchs Netz zu surfen, gehören nun aber der Vergangenheit an. Anwendungen starten schnell und ich staune, wie wenig Einfluss die langsame CPU zu haben scheint. Zudem habe ich noch weitere Reserven, denn bisher läuft das Netbook mit einer klassischen, optischen Platte. SSD steht noch als Verbesserung im Raum. Fazit: Die alte Weißheit, dass mehr Arbeitsspeicher in nicht wenigen Situationen den Neukauf eines Rechners ersetzt, gilt offenbar auch 2019 noch.