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Und sie bewegt sich doch. Gesellschaftsentwicklung im Kleinen

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Und dann gibt es, ganz selbstverständlich, doch auch die guten Momente und Augenblicke. Gestern war ich auf dem Weg zum wöchentlichen Einkauf. Ich fuhr vorbei an einer Gruppe sehr junger Leute. Sie waren ganz eindeutig auf dem Weg zum Christoher Street Day in Frankfurt. Das sind für mich Momente des Glücks.

Ich wuchs auf in Seligenstadt, ging hier zur Schule, habe hier eine Ausbildung gemacht, begann hier mein Arbeitsleben, ging dann in die Welt und kam vor einigen Jahren zurück. So wunderschön mein Städtchen ist und so viel hier richtig gemacht wurde, ein Hort der Moderne wars nie. Als ich zum ersten Mal wählen durfte, lebten wir in einer (politisch) schwarzen Hochburg mit braunen Sprengseln. Es war die Zeit von Alfred Dregger und unser Bürgermeister war erzkonservativ. Gleichzeitig war er richtig gut für die Stadt (Stichwort Altstadtsanierung). Moderne war aber sehr eindeutig woanders. Sicher waren der eine oder andere modern denkende Seligenstädter geneigt, woanders hin zu ziehen.

Und heute, viele Stunden, Monate und Jahre später, sehe ich diese jungen Leute. Sie sind die Enkel derer, mit denen es schwer war, ruhig über Gesellschaft zu sprechen. Das Schauen auf diese Gruppe junger Leute, die Vielfalt einfach leben, macht mich sehr sehr froh.

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Dies ist ein privates Blog. Ich schreibe hier über alles, was mich interessiert. Du darfst mich also getrost einen Ego-Blogger schimpfen oder mich auch wahlweise liebkosend so nennen. Der Vorteil von soviel Selbstzentriertheit ist, dass ich mir aussuchen kann, wie oft ich schreibe, worüber ich schreibe und nach welchen Grundsätzen das Blog und ich funktionieren. Dir gefällt dies? Oooh, ich bin überrascht und gleichzeitig auch durchaus ein wenig »amused«.

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