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Eine Handlungsmaxime für die Ewigkeit. Immer jung. Immer schwierig. Immer mit Folgen für das eigene Tun und das eigene Leben

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„Das hab’ ich in meinen fünf Jahren bei der BBC in London gelernt: Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein. Nur so schaffst du es, daß die Zuschauer dir vertrauen, dich zu einem Familienmitglied machen, dich jeden Abend einschalten und dir zuhören.“

Hanns Joachim Friedrichs: Interview mit dem Spiegel.

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  1. Das ist lange vorbei, leider. So jedenfalls mein Eindruck. Oder wo gibt es diese Art von Journalismus noch?

  2. Ich habe auch den Eindruck, dass diese Art der Herangehensweise nicht mehr sehr häufig praktiziert wird. Ich habe an dieses Zitat denken müssen im Zusammenhang mit Meinungsbildung, die wir alle betreiben. Ich war von irgendwas enttäuscht, ich weiß gar nicht mehr worum es ging. Ich dachte, dass es heutzutage eigentlich beinahe gar keine andauernde Zugehörigkeit zu einer Gruppierung geben kann. Ob Personen oder Gruppen, ob NGO’s, Vereine oder Parteien, bei allen spüre ich bestenfalls eine temporäre oder eine partielle Zustimmung. Ich versuche darauf zu achten, dass meine Haltung nicht von Werten geprägt zu amoralisch (= doppelmarisch) abgleitet und versuche stets, auch von anderen nicht Perfektion zu verlangen. Dies wäre komplett zu viel verlangt und unrealitisch. Jedenfalls, beim Nachdenken fiel mir dieser Satz aus einem Interview mit ihm wieder ein. Insbesondere das sich fernhalten bedeutet auch das Akzeptieren einer gewissen Einsamkeit, die weh tut. Aber, ich finde keine Alternative, die ich akzeptieren kann.

    Vielleicht liest Du das und denkst, dass ich es übertreibe und zu strenge Maßstäbe anlege. Das ist wahr. Wahr ist natürlich auch, dass ich, wie die allermeisten Menschen, manchmal inkonsequent bin und falsche Entscheidungen treffe und lebe. Dafür gibt es viele Gründe und es gehört wohl zu den Dingen, die uns Menschen ausmachen. Zusätzlich will ich festhalten (weil mir das sehr wichtig ist): Ich schreibe über mich. Ich bewerte und beurteile andere Menschen nicht und tue ich das doch, so nehme ich mir das übel. Gerade aktuell laufen da draußen viel zu viele Menschen herum, die leichtfertig und ohne die nötigen Fakten unsäglich viel Meinung produzieren. Ich will nicht zu dieser Gruppe gehören.

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