Und noch eine Seifen-Story. Zuletzt hab ich ja darüber geschrieben, dass ich auf der Suche nach einem Shampoo bin, dass man nicht in Plastikflaschen abfüllt und ich somit Flasche für Flasche Plastik in die Welt setze. Beim Shampoo bin ich fündig geworden und natürlich gilt auch für Seifen, dass ein Verzicht von Plastik essentiell ist. Und was mir schon in vielen anderen Situationen passiert ist, dass nämlich eine bewusste Entscheidung für oder gegen eine Sache nicht nur diese eine Sache beeinflusst, sondern dadurch auch andere Dinge in Fluss geraten, so gibt es diese anderen Dinge auch beim Thema Seife. Sich hinzuwenden zu einem Produkt, dass es zwar gibt, dass aber noch nicht von den großen Industrieunternehmen entdeckt wurde, hat weitere Vorteile. Jedes Stück Seife, dass ich nicht von einer der Multis kaufe, ist ein Stück gegen das Diktat der großen Unternehmen. Was sich anhört wie das Statement eines Links-Intellektuellen ist dabei aber vor allem und zuerst ein Bekenntnis zur Vielfalt und auch ein Bekenntnis, Produkte gut zu machen und nicht vor allem billig. Vielfalt ohne Marktmacht, Vielfalt auch dafür, dass Umsätze möglichst direkt bei Angestellten und Besitzern kleiner Manufakturen ankommen ist wichtig. Firmen, die in Nischen agieren, behaupten sich meist nicht wegen des Preises für ein Produkt sondern wegen einer Innovation oder deshalb, weil sie die Dinge anders angehen. Diese Andersartigkeit ist nicht per se wichtig aber sie ist oft etwas, dass ich mir als Konsument wünsche und sie kann ein Zeichen sein für gute Produkte, für Nachhaltigkeit und eine richtige Herangehensweise.