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Autor: Markus (Seite 126 von 135)

16,2° Celsius. Ein KaffeeMorgen

Es ist gerade mal 8 Uhr und ich sitze schon seit gut 30 Minuten am Rechner und geniesse die frühen Morgenstunden. Ich hatte sogar schon ein Bild geschossen, dass zeigt, wie ich den ersten frischen Kaffee aufgiesse. Sooo doll war das Bild dann aber doch nicht. Na ja, jedenfalls finde ich, dass alle Tage sooo beginnen sollten. Draussen scheint zwar die Sonne, aber es sind eben erst 16,2° Celsius. Da kann ich meinen Kaffee noch geniessen. Noch vor wenigen Tagen, als uns alle noch diese Affenhitze im Griff hatte, hatte ich vorerst meine Leidenschaft, dass Kaffeetrinken, aufgegeben. Viel zu schweisstreibend war das, man konnte gar nicht mehr richtig geniessen. Es sind doch immer wieder die angeblich kleinen Freuden, die mir grossen Spass machen.

Wunderschön Regnerisch

Es das nicht komisch? Noch vor knapp zwei Monaten hätte ich nicht wirklich gedacht, dass ich einen eher kühlen und noch dazu regnerischen Sommertag dermassen glücklich begrüssen würde. Die Zeiten ändern sich und ich bin wirklich glücklich, einmal nicht in der Sonne zu schmoren. Zugegeben: Mein ܜbergewicht trägt nicht gerade dazu bei, dass ich weniger schwitze. Andererseits wäre es sicher auch eher Wunschdenken, wenn ich meinte, mit einem Optimalgewicht würde ich wirklich wesentlich weniger Flüssigkeit verlieren. Jedenfalls ist heute ein toller Tag! Das wollte ich nur sagen.

Die Nationalbibliothek in Frankfurt

Wieder Frankfurt. Immer wieder komme ich zurück nach Frankfurt, ich komme zurück auf Frankfurt. Ich bin ein neugieriger Mensch. Im Alltag sammeln sich in meinem Hinterkopf alle möglichen Fragen. Vielleicht möchte ich mehr wissen über die Geschichte der Zisterzienser, ich will wissen, was aktuell in bestimmten Literaturzeitschriften gelesen und besprochen wird, ich möchte erforschen und recherschieren, ob es zu einer bestimmten Programmiertechnik oder einer konkreten Software schon neuste Fachliteratur gibt. Es sammeln sich Fragen und gleichzeitig staut sich über Wochen und manchmal über Monate Frust dahingehend auf, dass ich immer wieder erfahre, wie wenig ich weiss. Sofort denke ich an den Begriff des lebenslangen Lernens, ich denke an Begriffe wie Informationszeitalter. Ich frage mich auch mal wieder, was genau wann und wie zu passieren hat, damit aus einer Information Wissen wird. Und spätestens dann, wenn mich solche Fragen allzu sehr piesacken, ist es wieder mal Zeit für einen Tag in meinem ganz persönlichen Wissenshimmel ..

.. ich suche mir einen möglichst freien Tag und fahre in die Nationalbibliothek nach Frankfurt. Dort bin ich schon seit Jahren zehn oder zwölf Mal im Jahr. Ich lese, ich versuche zu verstehen und arbeite daran, dass aus einzelnen Informationen Wissen werden kann. Solche Tage sind schlicht Wellness für die Seele, sie sind, für mich, zutiefst beruhigend, reinigend und haben beinahe schon meditative Kraft. Die Räumlichkeiten in Frankfurt sind modern, sie sind leicht, lichtdurchflutet, freundlich und wenn man seinen Blick anhebt und über die Tische schaut, dann meint man geradezu sehen zu können, wie die Menschen das Wissen in sich Aufsaugen. Wenn man die Menschen beim Lesen beobachtet und wenn man dann sieht, wie friedvoll und engagiert da Christen, Muslime, Juden, Reich, Ärmere, Schwarze, Weisse, Dicke, Dünne und wer weiss was noch für Leute sitzen, dann glaubt man für einen Augenblick, dass es sowas wie Kriege eigentlich gar nicht wirklich geben kann. Natürlich sind das nur Wunschvorstellungen, leider ..

.. jedenfalls braucht es manchmal gar nicht sooooviel, um ein besonderes Erlebnis erleben und fühlen zu dürfen. Es braucht freie Zeit und es braucht Musse und es braucht, jedenfalls für mich, diese wundervolle Bibliothek in Frankfurt am Main ..

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