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Autor: Markus (Seite 127 von 141)

ZeitZuender: Kurort Berlin

Ich mag es, wenn man sich mit Themen auch abseits von Schlagwörtern und kurzen Zusammenfassungen befasst. Heute muss irgendwie alles kurz sein und oft sieht man deutlichen Unmut im Blick der Menschen, wenn man ihnen zumutet, mehr als einen kurzen Augenblick zu opfern, um sich mit einem einzigen Thema auseinander zu setzen.

Gerade eben fand ich beim Zuender einen Bericht über den Berliner Stadtteil Wedding. Obwohl dieser Beitrag zwar nicht kurz, aber eben doch auch nicht episch lang ist, vermittelt er ungewöhnliche Stichworte und Inhalte. Er lässt andere Menschen zu Wort kommen als diejenigen, die man beispielsweise aus Polit-Talkrunden kennt. Ohnehin scheint es mir so zu sein, dass diese Talkshows nur dem einen Zweck dienen, dass Leute über Dinge, die sie eigentlich gar nicht interessieren, wortreich und ergebnislos reden. Am Ende der Sendung weisst meist ein kurzer Hinweis darauf hin, was das Thema der kommenden Sendung sein wird. Natürlich sind keine Probleme gelöst und eigentlich hat man auch nicht mehr verstanden als vorher. Dagegen vermittelt die Reportage des Zuender direkte, konkrete und menschliche Eindrücke. Da entsteht das Bild eines lebendigen Stadtteils, der zwar seine Probleme hat, aber eben auch lebenswert ist und vielleicht sogar den einen oder anderen Besuch lohnt. Besucht die Site des Zuender und hört mal rein! Vielleicht habt ihr ja anschliessend sogar Lust, beim nächsten Berlinbesuch mal den Wedding zu erkunden. Viel Spass!

Filmmuseum Frankfurt: 60 Jahre Filmgeschichte, Mut und Leidenschaft

Im September diesen Jahres feierte die Berliner Central Cinema Company GmbH (CCC) ihr 60-jähriges Bestehen. Die Film- und Produtkionsfirma von Artur Brauner nimmt innerhalb der Deutschen Kinowelt eine ganz besondere Stellung ein. Diese besondere Stellung würdigt das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt mit einer sogenannten Galerieausstellung. Gezeigt werden u.a. teilweise handschriftlicher Briefverkehr, den CCC-Chef Artur Brauner mit seinen damaligen Schauspielern führte. Darunter finden sich Briefe von Romy Schneider, Fritz Lang, Gert Fröbe und vielen anderen Protagonisten dieser Epoche. Cineasten erhalten Einblick in Produktionsunterlagen und originale Werkfotos.

Einmal mehr schafft es das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt, aus sachlichen Fakten  erlebbare und erfühlbare Geschichte zu erschaffen. Es werden sowohl die Höhen als auch die Tiefen eines sehr besonderen Deutschen Lebensweges erzählt. Nicht zuletzt erfährt man auch viele kleine und bislang nicht bekannte Details aus dem Leben von Artur Brauner, dem Chef der CCC-Film. Am Ende bleibt mir noch, nicht einfach dazu aufzufordern, die Ausstellung im Filmmuseum zu besuchen. Vielmehr versuche ich es einmal cineastisch und sage: Ton ab, Kamera läuft .. uuuuuuund .. Action!

Mark Knopfler: From The Film Cal

Eine alte Scheibe. Früher habe ich immer wieder Teile von Titeln im Radio gehört. Die Musik wurden häufig als Hintergrundmusik benutzt, um bestimmte Themenblöcke innerhalb von Radiosendungen anzukündigen. Schon damals war ich ein grosser Fan der Dire Straits und schon deshalb habe ich mir eines Tages mal den kompletten Longplayer angehört. Cal ist eine Filmmusik. Der Soundtrack enthält ausschließlich intrumental eingespielte Songs. Dir irische Herkunft des Musikers und Komponisten kann man kaum überhören. ܜberdies ist auch genau diese Art von Musik dem Film zuträglich.

Die Musik auf Cal ist unaufgeregt, ist sehr ruhig und gerade deshalb gefällt sie mir so gut. Das Anhören der Scheibe beruhigt mich, wenn ich das gerade nötig habe. Die Musik entspannt und doch hört man immer und immer wieder neue Details heraus. Generell strahlt die Musik Mark Knopflers für mich grosse Kraft und Ruhe aus. Auf Cal zeigt er abseits seiner normalen Pfade eine seinerzeit noch nicht bekannte Seite. Mittlerweile ist Mark Knopfler erzeugt keinen wirklichen Medienhype mehr, wenn eine neue Platte auf den Markt kommt. Er hat andererseits sicher seine treue Fangemeinde. Ich jedenfalls höre die Musik sehr sehr gerne.

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Thema von Anders Norén.