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Stadtfest Aschaffenburg 2006

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Stadtfest Aschaffenburg. Ich war schon seit Jahren nicht mehr auf dem Stadtfest und wusste auch nicht, ob sich ein Besuch wirklich lohnt. Gerade deshalb muss ich zuallererst Abbitte leisten und bekenne: In den letzten Wochen und Monaten habe ich mich auf einer Open-Air-Veranstaltung selten so wohl gefühlt wie an diesem Wochenende in Aschaffenburg. Bravo und vielen Dank dafür an alle fleissigen Helfer hinter den diversen Kulissen. Vielen Dank auch an die vielen Künstler und Standbetreiber, die dieses Fest so besonders gemacht haben!

In der gesamten Innenstadt konnte man auf 14 Bühnen die verschiedensten Künstler auftreten sehen und erleben. Die Bandbreite reichte von Cabaret und Comedy über die German Tenors bis zu Funk von und mit Ron Williams. Für die Freunde eines gepflegten Rock ’n‘ Roll haben die Jungs von Boppin ‚B aufgespielt. In Punkto Essen fiel mir die grosse Vielfalt und Originalität der kulinarischen Angebote auf. Man bekam eben nicht nur Würstchen an zehn Würstchenbuden und Schwein-Süss-Sauer an 10 verschiedenen und doch immer gleichen Asia-Ständen. Wer Lust darauf hatte, der konnte fränkische Spezialitäten genauso finden, wie frische Nudelgerichte, Salatbuffets, Fischspezialitäten, Wild und Süsskram in allen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen. Das es in Aschaffenburg zusätzlich einen guten Wein gibt und tolle Biere, dass brauche ich, glaube ich, nicht extra betonen. Die Preise waren dabei überwiegend moderat. Dies ist in Zeiten, in denen das Geld nicht mehr immer und überall vollkommen locker sitzt, meiner Meinung nach durchaus auch eine Notiz wert. Mein Fazit lautet: Für Menschen, die etwas übrig haben für sommerliche Stadtfeste, die das Lebensgefühl und die Lebenslust einer ganzen Region authentisch zeigen wollen und können, ebensolche Menschen sollten sich das letzte Augustwochenende des Jahres 2007 unbedingt vormerken.

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Nationalbibliothek Frankfurt. Wissen erleben

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Ankunft um etwa 9.40 Uhr direkt in der Vorhalle der Bibliothek. Eine ältere Dame, die an der Garderobe Dienst tut, wehrt mein Ansinnen ab, den sperrigen Regenschrim sofort loszuwerden. Morgens war es regnerisch und in solchen Fällen nehme ich, gerade wenn ich mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs bin, allzu gerne einen Schirm mit. Sie guckt mich streng an und meint dann: Wir öffnen die Garderobe erst um 9.45 Uhr. Ich bekomme Ąrger, wenn ich zu früh anfange. Aha, denke ich. Ich sortiere meine gesammelten Habseligkeiten wieder in die zu wenigen Hände und stapfe in Richtung Kantine, um dort ersteinmal Zuflucht zu suchen und Zeit zu gewinnen. Drinnen angekommen, setze ich mich an einen Tisch nahe den grossen Fensterflächen. Ich sitze sehr gerne an einem Ort mit Ausblick, Leute gucken. Mein Blick fällt auf meine Uhr. Jetzt ist es gerade 9.46 Uhr. Die Dame hat slso einen solchen Aufstand gemacht, weil ich schätzungsweise zwei drei Minuten zu früh dran war. Nochmal Ahaaaa. Na ja, man will ja nicht ungnädig sein. Ich packe eines meiner ziemlich wohlschmeckenden Brote aus und widme mich einem kleinen improvisierten Frühstück. Auch gut .. das Leben ist augenblicklich nett zu mir, auch wenn nicht immer alles sooo klappt, wie es klappen könnte.

Ich blicke durch die grossen Scheiben nach draussen. Unaufhörlich strömen da junge Menschen mit jungen unverbraucht schauenden Gesichtern in Richtung des Einganges der Bibliothek. Jetzt bin ich doch wieder bei einem meiner Lieblingsgedanken: Sooo viele junge Menschen und alle strömen scheinbar oder wirklich unendlich zielstrebig hin zu diesem Symbol des Wissens. Natürlich, das ist nur ein Bild, was ich in mir trage, es ist ein Abbild von einer Oberfläche, die man tagtäglich beobachten kann. Darunter finden sich vermutlich unendlich viele einzelne Geschichten. Woher kommen all diese jungen Menschen? Was ist ihre Motivation? Was treibt sie innerlich an? Wieviele von ihnen kommen hierher, weil es einerseits notwendig ist, ein selbst definiertes Studienziel zu erreichen, andererseits aber eben auch, weil sie unbedingt etwas lernen wollen, weil sie Wissen erlangen wollen? Wieviele sind also sozusagen aus einem inneren Zwang hier in dieser wunderschönen Bibliothek? Ich war selber zuerst ein Mensch, der sachlich nach Informationen geforscht hat und der sich im laufe einer längeren Zeit in diese Art und Weise des Wissenserwerb verguckt hat. Ich kam hierher, weil es eine Pflicht war und bin bis heute geblieben, weil es eine Lust wurde. Neben dieser Lust ist es aber natürlich immer noch eine essentielle Notwendigkeit. Es ist die Notwendigkeit, Wissen immer wieder aufzufrischen, zu erweitern, zu leben. Ich stelle mir Wissen als einen lebendigen Organismus vor. Er braucht Nahrung, er braucht Nährstoffe, sonst verkümmert er.

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16,2° Celsius. Ein KaffeeMorgen

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Es ist gerade mal 8 Uhr und ich sitze schon seit gut 30 Minuten am Rechner und geniesse die frühen Morgenstunden. Ich hatte sogar schon ein Bild geschossen, dass zeigt, wie ich den ersten frischen Kaffee aufgiesse. Sooo doll war das Bild dann aber doch nicht. Na ja, jedenfalls finde ich, dass alle Tage sooo beginnen sollten. Draussen scheint zwar die Sonne, aber es sind eben erst 16,2° Celsius. Da kann ich meinen Kaffee noch geniessen. Noch vor wenigen Tagen, als uns alle noch diese Affenhitze im Griff hatte, hatte ich vorerst meine Leidenschaft, dass Kaffeetrinken, aufgegeben. Viel zu schweisstreibend war das, man konnte gar nicht mehr richtig geniessen. Es sind doch immer wieder die angeblich kleinen Freuden, die mir grossen Spass machen.