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Nationalbibliothek Frankfurt. Wissen erleben

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Ankunft um etwa 9.40 Uhr direkt in der Vorhalle der Bibliothek. Eine ältere Dame, die an der Garderobe Dienst tut, wehrt mein Ansinnen ab, den sperrigen Regenschrim sofort loszuwerden. Morgens war es regnerisch und in solchen Fällen nehme ich, gerade wenn ich mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs bin, allzu gerne einen Schirm mit. Sie guckt mich streng an und meint dann: Wir öffnen die Garderobe erst um 9.45 Uhr. Ich bekomme Ąrger, wenn ich zu früh anfange. Aha, denke ich. Ich sortiere meine gesammelten Habseligkeiten wieder in die zu wenigen Hände und stapfe in Richtung Kantine, um dort ersteinmal Zuflucht zu suchen und Zeit zu gewinnen. Drinnen angekommen, setze ich mich an einen Tisch nahe den grossen Fensterflächen. Ich sitze sehr gerne an einem Ort mit Ausblick, Leute gucken. Mein Blick fällt auf meine Uhr. Jetzt ist es gerade 9.46 Uhr. Die Dame hat slso einen solchen Aufstand gemacht, weil ich schätzungsweise zwei drei Minuten zu früh dran war. Nochmal Ahaaaa. Na ja, man will ja nicht ungnädig sein. Ich packe eines meiner ziemlich wohlschmeckenden Brote aus und widme mich einem kleinen improvisierten Frühstück. Auch gut .. das Leben ist augenblicklich nett zu mir, auch wenn nicht immer alles sooo klappt, wie es klappen könnte.

Ich blicke durch die grossen Scheiben nach draussen. Unaufhörlich strömen da junge Menschen mit jungen unverbraucht schauenden Gesichtern in Richtung des Einganges der Bibliothek. Jetzt bin ich doch wieder bei einem meiner Lieblingsgedanken: Sooo viele junge Menschen und alle strömen scheinbar oder wirklich unendlich zielstrebig hin zu diesem Symbol des Wissens. Natürlich, das ist nur ein Bild, was ich in mir trage, es ist ein Abbild von einer Oberfläche, die man tagtäglich beobachten kann. Darunter finden sich vermutlich unendlich viele einzelne Geschichten. Woher kommen all diese jungen Menschen? Was ist ihre Motivation? Was treibt sie innerlich an? Wieviele von ihnen kommen hierher, weil es einerseits notwendig ist, ein selbst definiertes Studienziel zu erreichen, andererseits aber eben auch, weil sie unbedingt etwas lernen wollen, weil sie Wissen erlangen wollen? Wieviele sind also sozusagen aus einem inneren Zwang hier in dieser wunderschönen Bibliothek? Ich war selber zuerst ein Mensch, der sachlich nach Informationen geforscht hat und der sich im laufe einer längeren Zeit in diese Art und Weise des Wissenserwerb verguckt hat. Ich kam hierher, weil es eine Pflicht war und bin bis heute geblieben, weil es eine Lust wurde. Neben dieser Lust ist es aber natürlich immer noch eine essentielle Notwendigkeit. Es ist die Notwendigkeit, Wissen immer wieder aufzufrischen, zu erweitern, zu leben. Ich stelle mir Wissen als einen lebendigen Organismus vor. Er braucht Nahrung, er braucht Nährstoffe, sonst verkümmert er.

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16,2° Celsius. Ein KaffeeMorgen

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Es ist gerade mal 8 Uhr und ich sitze schon seit gut 30 Minuten am Rechner und geniesse die frühen Morgenstunden. Ich hatte sogar schon ein Bild geschossen, dass zeigt, wie ich den ersten frischen Kaffee aufgiesse. Sooo doll war das Bild dann aber doch nicht. Na ja, jedenfalls finde ich, dass alle Tage sooo beginnen sollten. Draussen scheint zwar die Sonne, aber es sind eben erst 16,2° Celsius. Da kann ich meinen Kaffee noch geniessen. Noch vor wenigen Tagen, als uns alle noch diese Affenhitze im Griff hatte, hatte ich vorerst meine Leidenschaft, dass Kaffeetrinken, aufgegeben. Viel zu schweisstreibend war das, man konnte gar nicht mehr richtig geniessen. Es sind doch immer wieder die angeblich kleinen Freuden, die mir grossen Spass machen.

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Wunderschön Regnerisch

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Es das nicht komisch? Noch vor knapp zwei Monaten hätte ich nicht wirklich gedacht, dass ich einen eher kühlen und noch dazu regnerischen Sommertag dermassen glücklich begrüssen würde. Die Zeiten ändern sich und ich bin wirklich glücklich, einmal nicht in der Sonne zu schmoren. Zugegeben: Mein ܜbergewicht trägt nicht gerade dazu bei, dass ich weniger schwitze. Andererseits wäre es sicher auch eher Wunschdenken, wenn ich meinte, mit einem Optimalgewicht würde ich wirklich wesentlich weniger Flüssigkeit verlieren. Jedenfalls ist heute ein toller Tag! Das wollte ich nur sagen.