Enthält natürliches Denken. Und Meinung

Kategorie: Meinung (Seite 1 von 19)

Die Kategorie ‚Meinung‘ enthält Artikel, die meine persönliche Meinung transportieren sollen. Ausdrücklich will ich hier darauf hinweisen, dass diese Meinungen keine objektivierte Sicht der Dinge transportieren müssen.

Seife. Seife. Und nochmals Seife

Und noch eine Seifen-Story. Zuletzt hab ich ja darüber geschrieben, dass ich auf der Suche nach einem Shampoo bin, dass man nicht in Plastikflaschen abfüllt und ich somit Flasche für Flasche Plastik in die Welt setze. Beim Shampoo bin ich fündig geworden und natürlich gilt auch für Seifen, dass ein Verzicht von Plastik essentiell ist. Und was mir schon in vielen anderen Situationen passiert ist, dass nämlich eine bewusste Entscheidung für oder gegen eine Sache nicht nur diese eine Sache beeinflusst, sondern dadurch auch andere Dinge in Fluss geraten, so gibt es diese anderen Dinge auch beim Thema Seife. Sich hinzuwenden zu einem Produkt, dass es zwar gibt, dass aber noch nicht von den großen Industrieunternehmen entdeckt wurde, hat weitere Vorteile. Jedes Stück Seife, dass ich nicht von einer der Multis kaufe, ist ein Stück gegen das Diktat der großen Unternehmen. Was sich anhört wie das Statement eines Links-Intellektuellen ist dabei aber vor allem und zuerst ein Bekenntnis zur Vielfalt und auch ein Bekenntnis, Produkte gut zu machen und nicht vor allem billig. Vielfalt ohne Marktmacht, Vielfalt auch dafür, dass Umsätze möglichst direkt bei Angestellten und Besitzern kleiner Manufakturen ankommen ist wichtig. Firmen, die in Nischen agieren, behaupten sich meist nicht wegen des Preises für ein Produkt sondern wegen einer Innovation oder deshalb, weil sie die Dinge anders angehen. Diese Andersartigkeit ist nicht per se wichtig aber sie ist oft etwas, dass ich mir als Konsument wünsche und sie kann ein Zeichen sein für gute Produkte, für Nachhaltigkeit und eine richtige Herangehensweise.

Eine Handlungsmaxime für die Ewigkeit. Immer jung. Immer schwierig. Immer mit Folgen für das eigene Tun und das eigene Leben

„Das hab’ ich in meinen fünf Jahren bei der BBC in London gelernt: Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein. Nur so schaffst du es, daß die Zuschauer dir vertrauen, dich zu einem Familienmitglied machen, dich jeden Abend einschalten und dir zuhören.“

Hanns Joachim Friedrichs: Interview mit dem Spiegel.

Meine Medienwoche. Folge 2

Auch heute gibt es wieder nur zwei Links. Und dieses Mal sind beide Hinweise einfach (auf)geschriebene Worte/Gedanken über Themen.

Missing Link: Der 3D-Drucker, oder: Die Enttäuschung, die nicht stattfand

Als ich diesen Artikel las, ging mir das Herz auf. Hier am Beispiel der 3D-Druck-Technologie analysiert, ist es eine akurate Beschreibung dessen, was immer mehr zur Normalität geworden ist. Etwas Neues oder auch nur etwas vermeintlich Neues tritt auf den Plan. Wenn die neue digitale Bohème dieses Neue für sich adoptiert, wird es genau so wie im Artikel beschrieben durch das Hipster-Dorf getrieben. Dabei ist das gesamte Herangehen meist dermaßen von Oberflächlichkeit geprägt, dass man gar nicht mehr aufhören kann mit dem Kopfschütteln. Tatsächlich kann man diese Abfolge bei vielen Themen beobachten und niemand schert sich darum, dass man dabei oft ganze Themen mit Wertungen versieht, gegen die die jeweiligen Thesen dann erstmal für eine lange Zeit an arbeiten muss. Hm.

Sich dem Rechtsradikalismus stellen – mit der Kraft der Vernunft

In diesem Artikel in der Sueddeutschen Zeitung erinnert Jens-Christian Rabe daran, dass die Analyse, wie Rechtsradikalismus funktioniert, gar nicht wirklich neu gedacht werden muss. Theodor W. Adorno hat uns dies in seinem Vortrag Aspekte des neuen Rechtsradikalismus glasklar aufgezeigt. Der Suhrkamp Verlag hat angefangen, Adornos Voträge neu zu veröffentlichen und es ist ihm da offensichtlich wirklich ein großer, vielleicht nicht unbedingt erwarteter, Coup gelungen. Gleich mitgeliefert bekommt man übrigens auch, weshalb es in Zeiten eines neuen Rechtsradikalismus besonders linke Parteien schwer haben, sich dagegen zu positionieren. Wir denken jetzt alle mal an SPD und DIE LINKE. Und, nein, ich will in diesem Zusammehang gar nicht erst mit einer Mimimi-Diskussion anfangen, wie links die SPD eigentlich noch ist.

So. Das wars auch schon wieder. Viel Spaß beim Nachlesen oder alternativ beim ignorieren. ;-)