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Winter Winter

Wintermorgen

Ich glaube, ich komme schon deshalb nicht wirklich weg aus Seligenstadt, weil ich die Umgebung hier so mag. Dabei beruht dieses Mögen natürlich nicht alleine auf objektiver Schönheit, sondern zusätzlich zur vorhandenen Schönheit kommen Erinnerungen, Anekdoten und es gibt viele Örtlichkeiten, die ich vermissen würde. Deshalb sind meine Ansprüche an einen anderen, neuen Ort durchaus größer als die Nähe zum Arbeitsplatz. Seligenstadt und seine Menschen, dass ist mein Refugium, mein Rückzugsort.

Standortfrage

Als ich meinen Lebensraum vor einigen Jahren wieder neu definieren musste, fiel meine Entscheidung auf den Ort, indem meine Familie lebt. Seither hat sich mein Leben ganz allmählich wieder gefunden. Seit einiger Zeit stellt sich mir die Frage, ob ich nochmal umziehen soll. Ich arbeite in Frankfurt und auch wenn es nur etwa 40 Kilometer sind von Tür zu Tür, so bereitet die Fahrerei mit Bahn & Bus doch permanent arge Probleme im Alltag. Planmäßige 1h und etwa 40 Minuten einfach werden oft zu 2h oder sogar mehr, wohlgemerkt, einfach. Es war und ist eine Entscheidung für die Umwelt, kein eigenes Auto zu haben, sondern nur eines zu teilen mit anderen, also Carsharing zu betreiben. Diese Frage und auch die Standortfrage stellt sich nun nochmal ganz neu.

Allerdings hat die Autolosikgeit auch noch andere Auswirkungen. Es geht auch um die Möglichkeit, Freundschaften zu pflegen und so noch mehr Wurzeln zu schlagen. Ich sage viele Verabredungen ab und blocke Anfragen ab, wenn diese nicht lebbar sind mittels des OEPNV. Das zerrt an meinen Nerven, vermutlich auch an den Nerven der Freunde und so überlege ich, ob Seligenstadt nach wie vor der richtige Standort ist oder, ob er der richtige Standort ist, ich mir aber doch wieder ein Auto anschaffen soll. Es kann also sein, dass ich in naher Zukunft wieder mobiler werde. Seligenstadt soll bleiben. Auch wenn ich das nach der Trenung noch nicht spüren konnte merke ich doch mehr und mehr, dass Seligenstadt Heimat ist und gleichzeitig viele Möglichkeiten bietet. Und dann isses auch noch schön hier! Was will man mehr?

Wecker. Anziehen. Losfahren. Musik. Arbeit. Losfahren. Musik. Ankommen. Schlafen

Meine Tage gleichen einander. Ich stehe meist sehr früh auf. Nach dem Bad und dem Anziehen zieh‘ ich auch schon los. Meist höre ich Musik. The King’s Singers, Christina Aguilera, David Crosby, Jorja Smith, Rihanna, Sookee, Amy Winehouse, Edvard Grieg. Und dann beginnt der (Arbeits)Tag. Hektische Phasen, Geschäftigkeit, Stress. Manchmal, seltener, gibt es Momente des Durchatmens. Gelegenheit zum Spaß gibt es glücklicherweise beinahe immer.

Danach beginnt die Heimfahrt. U-Bahn, Zug und Bus bestimmen, wie lange die Reise dauert. Abends bin ich meist sehr ausgelaugt, unternehme noch, was dringend und unaufschiebbar ist, dann folgt auch schon der Übergang in eine Welt aus Schlaf und Traum.

Vielleicht ist es wieder Zeit, Platz für Leer- und Lehrräume zu schaffen. Function follows form? Möglicherweise..

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