Vor dem Ausflug ist vor der Zettelwirtschaft

Wer einmal eine Reise tut, der sollte, auch wenn diese Reise eigentlich nur ein Tagesausflug in das eigene Städtchen ist, sich gut vorbereiten. Und damit ich die selbstverständlichsten Dinge nicht einfach vergesse (was ich wirkich gut kann!), fertige ich mir Zettel an. Vor einigen Jahren hätte man da u.U. noch einen #GTD (= Getting Things Done) draufgesetzt aber, wenn ich ehrlich bin, dann hab ich diesen Hype schon damals nicht gemocht und ausserdem haben die Zettel sowieso auch mehr zu tun mit meiner Zerstreutheit, die mich jederzeit in die Lage versetzt, alltägliche und doch quasi überlebenswichtige Dinge zu vergessen. Zettel können derbe Sonnenbrände verhindern. Jawohl! ;-)

Ein Sonntag im August

Sonntags. Manchmal denke ich, dass es in diesen Tagen schon beinahe frühherbstlich zugeht vor meiner Tür. Die Temperaturen sprechen dagegen und das ist auch gut so. Ich mag die warmen, bunten Tage noch genießen und ich mag noch keine kalten, graubraunen Tage, an denen ich wenig Licht zu sehen bekomme und wenn es doch mal da ist, ist es meist künstlich. Nein, so wie es gerade ist, ist es besser. Kräftige Sonne, die den Morgennebel, der vom nahen Main gestreut wurde, mit großer Leichtigkeit auflöst, ein Tag voller Ruhe und Einkehr. Da ist genug Platz für meine Traurigkeit, da ist aber auch genug Platz, um zu spüren, dass es mir nicht schlecht geht. Noch dazu gibt es heute Omelettes!