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Kategorie: SchreibHeft (Seite 67 von 74)

Die Kategorie ‚SchreibHeft‘ ist die Standardkategorie meines Blogs. Hier erscheinen Artikel, die keinem anderen Unterthema entsprechen. Auch Neuigkeiten, Veranstaltungshinweise o.ä. werden hier veröffentlicht.

Die Nationalbibliothek in Frankfurt

Wieder Frankfurt. Immer wieder komme ich zurück nach Frankfurt, ich komme zurück auf Frankfurt. Ich bin ein neugieriger Mensch. Im Alltag sammeln sich in meinem Hinterkopf alle möglichen Fragen. Vielleicht möchte ich mehr wissen über die Geschichte der Zisterzienser, ich will wissen, was aktuell in bestimmten Literaturzeitschriften gelesen und besprochen wird, ich möchte erforschen und recherschieren, ob es zu einer bestimmten Programmiertechnik oder einer konkreten Software schon neuste Fachliteratur gibt. Es sammeln sich Fragen und gleichzeitig staut sich über Wochen und manchmal über Monate Frust dahingehend auf, dass ich immer wieder erfahre, wie wenig ich weiss. Sofort denke ich an den Begriff des lebenslangen Lernens, ich denke an Begriffe wie Informationszeitalter. Ich frage mich auch mal wieder, was genau wann und wie zu passieren hat, damit aus einer Information Wissen wird. Und spätestens dann, wenn mich solche Fragen allzu sehr piesacken, ist es wieder mal Zeit für einen Tag in meinem ganz persönlichen Wissenshimmel ..

.. ich suche mir einen möglichst freien Tag und fahre in die Nationalbibliothek nach Frankfurt. Dort bin ich schon seit Jahren zehn oder zwölf Mal im Jahr. Ich lese, ich versuche zu verstehen und arbeite daran, dass aus einzelnen Informationen Wissen werden kann. Solche Tage sind schlicht Wellness für die Seele, sie sind, für mich, zutiefst beruhigend, reinigend und haben beinahe schon meditative Kraft. Die Räumlichkeiten in Frankfurt sind modern, sie sind leicht, lichtdurchflutet, freundlich und wenn man seinen Blick anhebt und über die Tische schaut, dann meint man geradezu sehen zu können, wie die Menschen das Wissen in sich Aufsaugen. Wenn man die Menschen beim Lesen beobachtet und wenn man dann sieht, wie friedvoll und engagiert da Christen, Muslime, Juden, Reich, Ärmere, Schwarze, Weisse, Dicke, Dünne und wer weiss was noch für Leute sitzen, dann glaubt man für einen Augenblick, dass es sowas wie Kriege eigentlich gar nicht wirklich geben kann. Natürlich sind das nur Wunschvorstellungen, leider ..

.. jedenfalls braucht es manchmal gar nicht sooooviel, um ein besonderes Erlebnis erleben und fühlen zu dürfen. Es braucht freie Zeit und es braucht Musse und es braucht, jedenfalls für mich, diese wundervolle Bibliothek in Frankfurt am Main ..

Literaturhaus Frankfurt: Matthias Beltz und seine gesammelten Untertreibungen

Hintergründiger, tiefschwarzer Humor. Das letzte Mal habe ich Matthias Beltz im Hauptbahnhof in Frankfurt gesehen. Er strebte eiligen Schrittes und mit einem grob karierten Sakko bekleidet durch die Bahnhofshalle in Richtung S-Bahn.

Und auf der Bühne? Da war er zuhause. Ich sah ihn aber auch sehr oft im Fernsehen, bestaunte seine messerscharfen Pointen und habe ihn auch ab und an als Gast in Talkshows gesehen. Er war stets gewitzt und brachte die Menschen mit Leichtigkeit dazu, dass sie Tränen in den Augen hatten vor Lachen. Jetzt hat das Literaturhaus Frankfurt ein Zimmer für Matthias Beltz eingerichtet. Darin finden sich Preziosen wie beispielsweise ein altes Veranstaltungsposter vom legendären „Karl Napp’s Chaos Theater“. Darüber hinaus kann man sich Bücher aus dem Privatbesitz anschauen, zwischen deren Seiten der Kabarettist selbst verfasste Notizzettel plaziert hat. Man findet private Hör- und Videokassetten. In diesem Zimmer, in dem man Beltz immer wieder zu spüren glaubt, findet man aber auch Überraschendes. So würde man sicher kaum darauf kommen, dass der am meisten vorkommende Autor in der privaten Bibliothek von Matthias Beltz Ernst Jünger ist. Beltz schafft es eben bis heute, uns immer wieder neu zu überraschen.

Für Menschen, die Frankfurt abseits der touristischen Pfade erkunden wollen, ist der Besuch des erst kürzlich umgezogenen Literaturhauses ohnehin ein MUST. Freunde von Matthias Beltz haben nun endlich einen Ort, an dem sie den Menschen Matthias Beltz erspüren und auffinden können. Bravo.

WebMontag in Frankfurt

Die Suche nach GleichGesinnten führt mich am 19. Juni 2006 eventuell nach Frankfurt. Dort findet abends der sogenannte WebMontag statt. Es treffen sich Anhänger der Web 2.0 Gemeinde und allerlei andere Geeks. Ich bin nicht sicher, ob ich da richtig wäre. Es wäre ein Versuch, nicht mehr und nicht weniger. Natürlich wäre ich schon neugierig, ob ich noch kompatibel bin mit den Leuten von heute.

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Thema von Anders Norén.