Natürliches Denken. Momentaufnahmen. Und Meinung

Kategorie: Tech (Seite 1 von 19)

Die Kategorie ‘Tech’ enthält alle Inhalte zum Thema Technik, Linux, Web. Rein theoretisch kann ich mir auch vorstellen, hier über interessante Geräte zu schreiben. Das Problem liegt auf der Hand: ‚Tech‘ soll keine Anzeigenabteilung sein, sondern unabhängig.

Blaues Wunder

Es ist jetzt schon eine Weile her, dass ich selber gefahren bin und ich denke, ich werde mich nie wieder auf so ein Blaues Wunder setzen. Und das ist einerseits vernünftig aber, es tut gleichzeitig unsagbar weh. Ich werde das nie mehr tun weil ich nicht mehr in der Lage sein werde, dieses Gerät zu beherrschen. Körperliche Un-Fitness und ein deutlich langsameres Reaktionsvermögen bei Null Kondition sind meine Gründe. Und es sind gute Gründe denn, ich habe viele wundervolle Erlebnisse auf zwei Rädern erlebt, bin mir aber auch bewusst, dass ich in etlichen Situationen einen äußerst wachsamen Schutzengel hatte. Nein, nicht nur weil ich mich überschätzte sondern, weil viele Autofahrer nicht einschätzen können oder wollen, welche Folgen ein „Ich-Nehme-Mir-Jetzt-Mal-Das-Recht“ für einen Motorradfahrer bedeuten. Der Verlust des Lebens ist da manchmal noch der bessere Ausgang eines Vorfalls.

Disclaimer: Natürlich hat mich mein Schutzengel auch vor eigener Hybris beschützt; ohne jeden Zweifel. Eine Anmerkung zum Screenshot: Ich schwärme immer für das Beste und so seht ihr auf dem Bild keine meiner Maschinen sondern stattdessen eine Yamaha, die für das Hier und Jetzt steht.

Disclaimer II: Der Screenshot zeigt Kubuntu 20.04 mit KDE Plasma 5.18.5.

Meine Medienwoche. Folge 1

Ich bin noch nicht sicher, ob ich das durchhalte aber, ich will mal damit beginnen hier aufzuschreiben, mit was ich so durch die Woche gekommen bin. Ich spreche da von Filmen, von Musik, von Dokumentationen oder auch von Büchern oder/und Podcasts. Also, lassen wir den kleinen Reigen beginnen. Generell werde ich einfach (be)schreiben. Die Auflistung enthält keine versteckte Botschaft. Die Beiträge sind also auch nicht nach Wichtigkeit geordnet oder nach Medium.

Librezoom – Irgendwas mit Freiheit

In diesem Podcast geht es um Technologie und Gesellschaft. Die Macher Ralf Hersel und Torben Stephan schreiben selber über das Projekt, dass es sich hauptsächlich mit freier Software beschäftigt. Vorgenommen hat man sich eine Ausgabe pro Monat. In der aktuellen Folge geht es um iPad-Klassen, die neue OwnCloud Architektur und Nähmaschinen fürs Gehirn.

Vietnam

Die neun teilige Dokumentation von Ken Burns zeigt wie es zu diesem Krieg kam. Insbesondere wird die Rolle des weißen Hauses beleuchtet. Macht, Machtstrukturen und komplett falsche Analysen und seine Auswirkungen werden aufgezeigt. Ich kannte die Reihe schon. Vor dem Hintergrund der Amtszeit vom Donald Trump zeigt sich aber aus meiner Sicht besonders eindrucksvoll, dass die USA nicht zum ersten Mal mit einem Präsidenten konfrontiert sind, der dem Land und der ganzen Welt schadet. Man kann lernen aus dem, was damals John F. Kennedy, Lyndon B. Johnson und Richard Nixon falsch gemacht haben. Man kann erkennen, dass Machthaber sogar ihr Volk anlügen und viele Menschenleben opfern, nur um nicht zugeben zu müssen, dass sie sich geirrt haben. Und man kann lernen, was wir als Bürger tun müssen, damit Trump heute keinen Erfolg haben wird mit seiner Agenda der Zerstörung von Strukturen.

Tapetenwechsel. openSUSE 13.2

Wenig Posts und gerade in den letzten beiden Jahren noch weniger Posts über Linux. Ja, da kann man herauslesen, dass es andere Themen gab und der aufmerksame Beobachter hat vielleicht sogar auch erkannt, dass es bei mir eine gewisse Technikmüdigkeit gibt. Nicht, dass ich weniger stehen würde zu dem Konzept Linux. Linux ist einfach in meinem Leben schon lange Alltag geworden. Aber, niemand schreibt über seine Zahnbürste.

Neues Kapitel. openSUSE mit KDE

Es bedurfte eines neues Reizes, um meinen Blick wieder ein wenig mehr auf Linux zu richten. Dieser neue Reiz ist sozusagen ein Lichtstrahl mit zwei Quellen. In den letzten Jahren habe ich alle grafischen Benutzeroberflächen benutzt, die es gibt. Ich nutzte Unity, als ich noch mit Ubuntu unterwegs war und fand und finde das gar nicht so schlecht, wie es immer noch von vielen Leuten gemacht wird. XFCE kam überall dort zum Einsatz, wo ich ein wenig Ressourcen schonen wollte und Gnome wurde die Oberfläche, die derzeit immer noch meine liebste GUI ist. Nach vielen Jahren wars aber ein wenig langweilig geworden. Grundsätzlich kenne ich die Oberflächen. Das hat für das tägliche Arbeiten sicher Vorteile, aber für die kleine Neugierde, die da im Hinterkopf wohnt, ist sie eher nachteilig. Also, auf zu neuen Ufern. In den letzten Jahren gabs gleich zwei dieser Ufer, die ich mehr oder weniger nachhaltig vermieden habe. Eines der Ufer heißt openSUSE und ist eine der größeren Linux-Distributionen und das andere Ufer ist die einzige große Desktopumgebung, die ich in den letzten Jahren auch mied: KDE. Wenn ich sagen soll, weshalb mir KDE nicht sympathisch war, dann läuft es wohl darauf hinaus, dass die optische Nähe zu Windows recht groß ist. Es gibt das klassische Startmenü über das man Zugang erhält zu allen Programmen und Einstellungen und es gibt diese klassische Kontrollleiste, auf der man die offenen Programme findet und auf der sich auch ein Tray befindet, der die üblichen Auskünfte gibt über Konnektivität, Lautstärke der Lautsprecher etc.. Ich war kein Fan, doch seit einiger Zeit gibt es eine neue Version der Desktopoberfläche und darüber hörte ich viel Gutes. Ich beschloss also, dass ich aufbreche zu neuen Ufern.

KDE. Plasma 5

Ich mag GUI-Design, dass möglichst keinerlei Glossy-Effekte verwendet oder Farbübergänge und ich mags flach. Plasma folgt im Wesentlichen den gleichen Ideen, die man auch in Android 5 wieder findet. „Material Design“ ist flach, ist hell und ist in einem guten Sinne des Wortes unaufgeregt. Ich mag das sehr und so gefällt mir auch Plasma 5 für KDE ausgesprochen gut. openSUSE als Unterbau läuft quasi unmerkbar. Ich will lobend erwähnen, dass der grafische Software-Installer (YaST) auffallend schnell ist und offenbar auch verhältnismäßig Ressourcen schonend arbeitet. Das Vergleichweise beziehe ich hier auf die Gegenstücke von Ubuntu und Fedora, die immer mehr zu großen, unbenutzbaren Monstern geworden sind und mich dazu bringen, Software und Pflege nur noch per Kommandozeile zu machen, weil alles andere ein großes Ärgernis ist und eine Fehlentwicklung. Aber, zurück zu openSUSE & KDE. Nach einigen Tagen im Alltagsbetrieb kann ich eine große Stabilität attestieren, leider hab ich die Rolling Release openSUSE tumbleweed nicht installiert bekommen, weil der Installer sich auf zwei Rechnern an derselben Stelle verabschiedete. Ich hörte von Freunden, dass der Netinstaller aber sauber durchläuft und so werde ich mich also auf Dauer nicht abhalten lassen von tumbleweed aber als ich die Installation machen wollte, war meine Zeit begrenzt und ich wollte möglichst rasch ein einsatzfähiges System haben. Mein Fazit ist, dass openSUSE 13.2 mit KDE absolut dazu in der Lage ist, meine kleinen Ressentiments sowohl gegenüber der Distribution insgesamt als auch in Bezug auf KDE als Bedienoberfläche abzulegen. Mein Liebling ist und bleibt vorerst Gnome, aber KDE mit Plasma 5 hat durchaus Suchtpotential.

Kleiner Nachtrag

openSUSE 13.2 wird „ab Werk“ noch mit Plasma 4 ausgeliefert. Man kann Plasma 5 aber mittels YaST nachinstallieren. Dann ersetzt es Plasma 4 komplett.