Frühlingstag in Heidelberg

Ein idealer Ausflug. Wie schaut sowas aktuell aus? Hmm, ich denke, ich würde nicht gerne zuuu lange fahren, aber auch nicht zuuu kurz. Man möchte ja schon mal was anderes sehen und erleben und dazu braucht man eine gewisse Entfernung von den heimatlichen Gefilden. Das ist zumindest meine Meinung dazu. Welche Möglichkeiten gibt es da also? Wiesbaden? Eine schöne Stadt, aber nicht sooo sehr zum Bummeln und Einkaufen. Wiebaden ist schön, um auf Feste zu gehen oder in die Spielbank oder einfach zum Essen gehen. Aschaffenburg? Dito. Mainz? Da waren wir jetzt schon sooo oft, ansonsten wäre das aber durchaus eine Möglichkeit. Mannheim? Auch schön zum Shoppen, aber auch dort waren wir in letzter Zeit schon ziemlich oft. Mal was anderes? Heidelberg?! Ich bin skeptisch. Es ist bestimmt schon zehn Jahre her, dass ich zuletzt in Heidelberg war. Kleinstadt, denkt man und vergisst, dass die Stadt sicher zwar nicht sooo gross ist, andererseits aber durchaus viel Lebenigkeit bietet. Heidelberg ist immerhin Studentenstadt. Hmm, das verspricht ein bisserl Dolce Vita. Das Wetter passt, Strassencafés, der Neckar, Sonne. Also, nix wie hin ..

.. angekommen suchen wir uns erst einmal einen mittelgrossen Wolf. Wir brauchten natürlich ein Plätzchen fürs Auto, möglichst ohne Kosten. Nach etwa 15 Minuten Kurverei finden wir was auf der falschen Neckarseite. Das macht aber nix, denn wir sind nicht lauffaul und die Entfernungen in Heidelberg sind nicht sooooo dolle. Der Bummel kann beginnen. Von Anfang an bin ich überrascht. Es gibt schöne Läden, es gibt die üblichen Kaufhäuser, die man ja auch immer mal wieder braucht und es gibt natürlich das erhoffte Dolce Vita in Form von unzähligen Cafés. Die meisten haben schon Tische draussen. Weil es Steffi aber doch noch ein bisserl friert, setzen wir uns doch in ein Café hinein. Es ist das Extrablatt und wenn ich richtig zurück denke, dann ist das wohl sowas wie eine Institution in Heidelberg. Haaaaach ja, nach vielen vielen Schuhläden, einigen schönen Klamottenläden, einem kleinen Einkauf für Steffi, die ein schönes allzwecktaugliches Shirt gefunden hat, nach einem schönen Kakao und nach einem ebensolchen, wohlschmeckenden Café au lait setzen wir uns an den Neckar, geniessen die schon tiefer stehende Sonne und lassen diesen sehr schönen Tag nocheinmal Revue passieren. Die Rückfahrt unterstützt das gute Gefühl. Wir fahren nicht Autobahn, sondern auf der Bergstrasse, zurück durch schon leicht grüne Weinberge in Richtung Heimat. Der Tag war sehr schön, wir sind jetzt wohlig müde und konnten einen Tag ein wenig unsere Akkus aufladen und Sorgen vergessen. Ich wiederhole mich: Was will man mehr?

Zweitausendundeins: Das Merkheft 200

Neulich war ich tagsüber in Frankfurt. Ich hatte nach einigen Terminen noch Zeit übrig und bin ein wenig durch die Innenstadt gebummelt. Unversehens stand ich vor dem Laden des Verlages Zweitausendundeins. Erinnerungen stellten sich ein. Vor Ewigkeiten hatte ich dort meine ersten Platten gekauft. In diesem Laden herrscht immer eine ganz besondere Stimmung. Es gehört beispielsweise dazu, dass es immer, egal wann man sich im Laden befindet, vollkommen überfüllt ist. Man steht da und will sich einen Bildband mal in Ruhe ansehen und schon Sekunden später hat man den ersten Rempler abbekommen. Sowas gehört einfach dazu. Na ja, jedenfalls ging ich hin zum Laden und sah mir die Auslagen im Schaufenster an. Am Eingang sah ich das aktuelle Merkheft liegen. Es ist die 200ste Ausgabe und die Macher feiern dies als kleines Jubiläum. Es ist nicht im ansonsten typischen extrem dünnen Papier gedruckt und kaum gebunden, sondern es hat einen Einband aus etwas festerem, kartonierten Papier und man kann es auch mehrfach durchsehen, ohne das man alle Bestandteile einzeln in der Hand hat. Ich blätterte durch das ziemlich dicke Heft und Sekunden später stand ich im Laden. Ich meine, ich weiss, dass ich da aktuell nicht einfach so etwas kaufen kann, weil wir es mit dem Geld derzeit einfach nicht sooo dicke haben. Trotzdem hat alleine das Gefühl des Stöberns ein gutes Gefühl erzeugt, hat mich abgelenkt und für einige Augenblicke war es mal wieder so, als gäbe es keine grösseren Probleme als die, das schönste Buch auszuwählen oder sich eine CD zu kaufen, die man schon lange haben wollte. Wie würde franziskript sagen? Hach ..

Bleibt vieles anders

Erst gestern habe ich gedacht, dass ich erst in diesen Tagen langsam ein Gefühl für das Bloggen in der neuen Heimat bekomme. Ich habe das Theme gewechselt, habe es natürlich auch angepasst und nun müssen die kommenden Tage zeigen, ob die Veränderung richtig war/ist. Vom Gefühl her würde ich sagen: Jetzt ist der gesamte Inhalt ein Stückchen näher an mir dran.

Vorerst brauche ich noch kein Theme, welches technisch sehr viele Möglichkeiten bietet. Gerade in den letzten Wochen zieht es mich ohnehin mehr zu den einfachen Dingen, wieso sollte dies hier anders sein. Na ja, man wird sehen, wohin der Weg führt. Time will tell ..