Der dritte Weg. Microsoft, Palm, HP & Co.

Wie schön wäre das gewesen. Schon seit längerer Zeit denke ich darüber nach, wie schön es doch wäre, wenn es neben den großen Playern am Markt für mobile Endgeräte noch einen weiteren Player gäbe, der einfach ein feines System aufsetzt und es wettbewerbsfähig auf den Markt schmeißt.

Palm, HP & Co.

Man könnte es sehr kurz machen und sagen: das war ja wohl nix, meine Herren. Man täte aber WebOS unrecht damit. Das derzeit vielleicht beste Betriebssystemchen für mobile Endgeräte hatte nie eine wirklich Chance. Von Palm auf die Welt gebracht gab es dort aufgrund der schlechten Situation um Palm niemals eine wirkliche Chance, dass WebOS sich sinnvoll einen Platz auf dem Markt suchen durfte. Als HP Palm kaufte, habe ich wirklich inständig gehofft und habe mir ausgemalt, wie es wohl wäre, wenn ich auf WebOS Gerätchen umsteigen täte. Ich dachte, HP hat eine breite Brust und einen langen Atem. Direkt nach dem Kauf habe ich es dann irgendwann ein wenig aus den Augen verloren, das gebe ich gerne zu. Umso ärger hat mich dann die Nachricht getroffen, dass HP beschlossen hatte, seine WebOS-Sparte aufzugeben. Noch Wochen danach trauere ich ein wenig. Hmm ..

Und wie schaut es mit Microsoft aus?

Gerade in diesen Tagen gewährt Microsoft einen Einblick in Windows 8. Ich wurde mit Macht daran erinnert, dass es ja auch noch Windows Phone 7 gibt. Ich habe auch wieder daran gedacht, dass ich mich beim Kauf meines aktuellen mobilen Begleiters eigentlich nur deshalb nicht für ein Windows Phone betriebenes Gerät entschieden hatte, weil die Jungs aus Redmond noch sehr arg in den Startlöchern standen und man so gar nicht wusste, ob sie das nicht wieder schnell einstampfen, wenn sie sehen, dass es nicht angenommen wird am Markt. Nun ist ein wenig Zeit vergangen und wie man hört, verkaufen sich Windows Phone 7 Geräte tatsächlich eher schleppend. Und doch zeigt Microsoft, dass man sogar auch beim nächsten Betriebssystem für die richtigen Rechner auf die sogenannte Metro-Oberfläche setzt und damit auf eine Oberfläche, die sehr stark an Windows Phone 7 erinnert. Der dritte Weg. Microsoft, Palm, HP & Co. weiterlesen

Browsertales: Über das Finden, das sich Rechtfertigen und das Arbeiten mit dem richtigen Internet-Browser

Im Alltag ist der Browser vermutlich die Anwendung, mit der ich am meisten Zeit zubringe. Man recherchiert etwas, liest seinen Feedreader leer oder ist unterwegs und kommuniziert dann per Email und Webanwendung. Vielerlei Webservices versüßen einem das Webworker-Leben und da bleibt es einfach nicht aus, dass man für die allermeisten Anwendungsfälle eben einen Browser benötigt.

Welchen Browser braucht es denn?

Diese Antwort ist allgemein, meiner Meinung nach, gar nicht zu beantworten. Was ich sagen kann: man sollte sich vor Beginn der Suche genau fragen, was man mit dem Browser machen will. Ich nutze beispielsweise Microblogging-Services wie Twitter und Identica. Gerade letzterer Service ist im Firefox-Browser nur schlecht zu nutzen. Andererseits betreibe ich gerade unterwegs das Microbloggen oft aus dem Browser heraus. Auch wenn ich nach wie vor voll hinter dem Mozilla-Projekt stehe, so reicht mein Hang zur Selbstquälerei nicht aus, um weiterhin den Firefox-Browser zu nutzen. Mein idealer Browser soll vor allem leichtgewichtig sein. Er soll dies ebenso in Bezug auf Speicherressourcen als auch in Bezug auf Systemressourcen sein. Zusätzlich wünsche ich mir von meinem Browser, dass er schnell ist und sich funktionell modular erweitern lässt. Gerade für die Entwicklung von Webseiten braucht man quasi überlebensnotwendig manche (Entwickler)Tools. Aus heutiger Sicht frage ich mich manchmal, wie ich eigentlich früher ohne diese ganzen kleinen nützlichen Tools (über)leben konnte. Aber, dass ist eine andere Tasse Tee .. ;-)

(M)eine Antwort

Als ausgewiesener Ubuntu-Freund und damit als ebenfalls vollkommen enthusiastischer Anhänger von Linux-Systemen habe ich aktuell die Qual der Wahl. Ich will hier nur zwei Produkte nennen und sogar nur auf eines der beiden etwas ausführlicher eingehen. Zuerst aber die süße, kleine Lösung: der Epiphany-Browser. Dieser Browser kann alles, was ein moderner Browser können muss. Er ist dank webkit-engine rattenschnell, ist smart und klein und entspricht (eigentlich) meinem absoluten Ideal. Leider bietet er (noch) nicht allzu viele Funktions-Erweiterungen. Manches fehlt noch. Das Projekt ist aber noch verhältnismässig jung. Ich bin guten Mutes, dass sich dieses Browser-Projekt bald zu einer tollen, erwachsenen Alternative mausern wird. Neben dem Epiphany-Browser gehört meine Zuneigung derzeit vor allem Googles Chrome. Dieser Browser bietet alles, was ich brauche und er bietet mir darüber hinaus noch viele kleine Goodies, die ich anderswo erst vermisse, wenn ich zwischendurch mal wieder fremdgehe. Chrome ist schnell, er bietet mittlerweile eine täglich wachsende Anzahl von Funktions-Erweiterungen, die mich in die Lage versetzt, den Browser genau so zu chapen, wie ich das benötige.

Der Pferdefuß

Ideale Lösungen gibt es nicht. Das ist eine Wahrheit, die ich über viele Jahre immer und immer wieder neu gelernt habe. Wenn jemand von einer idealen Lösung spricht, dann übersieht er absichtlich oder unabsichtlich ein Gegegenargument. Bei Google liegt nahe, wo der Schuh drückt: Google, die Datenkrake. Ich bin nicht hysterisch und doch komme ich nicht umhin festzustellen, dass es eigentlich suboptimal ist, Google-Produkte zu nutzen und dann auch noch den passenden Browser dazu zu verwenden. Wer jetzt glaubt, der eloquente Autor des Artikels hätte eine passende Lösung parat für dieses Grundsatzproblem dem sei gesagt, dass ich auch keine Lösung weiß. Sorry Guys! Ich für mich habe beschlossen, bis auf Weiteres Chrome zu nutzen. Ich tröste mich mit Fatalismen, die aber vermutlich sogar tatsächlich zutreffen. Ich meine Bekenntnisse wie: »Die wissen doch sowieso schon alles!« ;-)

Mein Fazit

Ich nutze, wie gesagt, den Browser. Ich vermeide es, wirklich wichtige Dinge via Gmail zu erledigen und speichere auch keine wirklich relevanten Daten dort. Neben einigen anderen Verhaltensweisen, die Google zumindest ein wenig sportlich herausfordern (wenn sie denn schon alles wissen wollen) sollten, erfreue ich mich der Vorteile, die der Browser ohne jeden Zweifel hat, beobachte aber auch, welche Alternativen es gibt. Falls sich jetzt mancher Leser denkt, wieso ich nicht doch andere Produkte nutze, die besser mit meinen Daten umgehen, so sei diesen Nutzern gesagt, dass alle großen Browser-Produkte nach Hause funken lassen. Dies gilt für Apples-Safari genauso wie für besagten Firefox-Browser. Von Microsoft und seinem Internet Explorer wollen wir da gar nicht erst reden.

Android. Ein Weg zur (möglichen) Marktführerschaft auf dem Markt der sogenannten Smartphones

Schon seit einiger Zeit beobachte ich mit großer Neugier, wie sich der Markt für Smartphones entwickelt. Dabei gilt mein besonderes Interesse Googles Android und der Verbreitung auf dem Markt für Smartphones.

Marktanteile heute und in der Zukunft

Mobile Endgeräte, die Android als Betriebssystem nutzen, hätten aus meiner Sicht eine sehr gute Chance, Apples iPhone eine starke Konkurrenz zu sein. Wenn Android gegenüber Apples iPhone noch nicht mehr Marktanteile gewonnen hat, so liegt das mehr an der Schwäche der anderen Hersteller als an der Stärke von Apple. Immer mehr Leute wünschen sich eine Alternative und würden Apple für sein Auftreten am Markt nur allzu gerne abstrafen. Alleine: Ob es Samsung ist oder HTC, die Hersteller mobiler Endgeräte sehen Android derzeit offenbar mehr als eine billige Möglichkeit, mit wenig eigenem (Entwicklungs)Aufwand ein Betriebssystem für ihre Endgeräte zur Verfügung zu haben. Eine Weiterentwicklung bestehender Modelle und ein Beseitigen von Schwächen wird, so jedenfalls mein Eindruck, derzeit gar nicht gewollt. Dabei würde doch gerade erst durch das soft- und hardwareseitige Weiterentwickeln der Endgeräte ein großes Entwicklungspotenzial und die hohe Entwicklungsgeschwindikgeit zum Tragen kommen. Dadurch könnte man sich schnell positiv von Apple unterscheiden und würde sicher auch Marktanteile gewinnen.

Chancen und Risiken. Eine sehr positive Zukunft wäre möglich

Ein Ausweg wäre, wenn Google sich dazu entschliessen könnte, immer ein Modell auf den Markt zu bringen und zu halten, welches stetig weiterentwickelt würde. Google könnte so die Stärken des Betriebssystems zeigen und andererseits würden die so genannten arrivierten Hersteller von Android betriebenen mobilen Endgeräten einen größeren Druck spüren. Mit etwas Glück würde sich sogar die Erkenntnis durchsetzen, dass es auf lange Sicht keinen Sinn hat, teure Smartphones zu entwickeln, zu bauen und zu verkaufen und für diese Geräte schon wenige Monate nach dem Verkauf keinen inhaltlichen Support mehr zu leisten (Stichwort: Software-Updates). Käufer dieser teuren Geräte werden sich innerhalb kürzester Zeit von diesen Herstellern abwenden und werden dann, manchmal durchaus zähneknirschend, doch wieder beim an sich eher mittelmässigen iPhone landen. Das iPhone ist hardwareseitig nur mittelmässig ausgestattet und doch begeistert es viele Nutzer, weil das OS und das gesamte Bedienkonzept einfach vorbildlich ist. Man stelle sich einmal vor, was passieren würde, wenn man eine hochwetige Hardware mit einer hochwertigen Software verbindet und es dann auch noch schaffen würde, Kunden durch stetige Weiterentwicklung zu binden? Apple würde wohl relativ schnell Marktanteile verlieren und die Nutzer solcher Smartphones hätten ganz neue Optionen .. :)