Firefox Browser. Mit Freunden durchs (Inter)Netz

Er begleitet mich schon seit Jahren auf meinen digitalen Reisen im Internet(z). Und ich mag auch gar nicht lossurfen ohne ihn. In letzter Zeit gibt es neue Begleiter. Gerade dieser eine, er hört auf den Namen Chrome Browser, ist sehr beliebt. Das Neue reizt und das Alte, Gute verliert offenbar seinen Reiz. Für mich kann ich sagen, dass ich dem Firefox treu bleiben werde. Klaro, ich probiere auch mal dieses Google-Dings. Aber, mal im Ernst: Er ist im Alltag nicht schneller als mein Firefox und seit einigen Monaten ist es auch so, dass mein Firefox sogar weniger Ressourcen braucht als der Chrome-Kollege. Ich lese ja meist anderes, aber ich glaube auch, dass die meisten Leutchen da nicht genau hinschauen. Einen einzigen Vorteil hat der Chrome Browser aber tatsächlich. Bei ihm ist jedes offene Tab quasi eine eigene Instanz. Abstürze eines einzigen Tab-Inhaltes ziehen anders als beim Firefox Browser nicht den ganzen Browser in die Tiefe (und damit auch alle geöffneten Tabs), sondern es stürzt halt wirklich nur dieses eine betroffene Tab ab. Das ist ein natürlich vorteilhaft. Allerdings, wenn man seinen Firefox halbwegs richtig einstellt, dann lässt sich der Zustand von vor dem Absturz leicht wieder herstellen. Das klappt bei mir immer, wenn er denn überhaupt mal abstürzt. Das passiert selten.

Er ist halt ein treuer Begleiter mit wenig Fehlern. Und er sorgt dafür, dass es Alternativen gibt auf dem Browser-Markt. Ich mag gar nicht zurückdenken an die Zeiten, in denen es nur diesen sogenannten Internet Explorer gab. Vielleicht sollten die Meckerer vor dem Herrn mal daran denken, bevor sie sich wieder lautstark aufregen, Halbwahrheiten in die Welt pusten und dem Mozillaprojekt schaden und damit am Ende sich selber und uns allen. Das wollte ich schon lange mal sagen.

Epiphany-Browser. Meine (neue) Sicht auf das Internetz

Ein Versuch wird zum Alltag. Always Beta könnte man beinahe sagen. Vor einer guten Woche fing alles an. Angetrieben von dem Gedanken, mich ein wenig von Google zu emanpzipieren, versuchte ich mal wieder, das Internet durch einen alternativen Browser anzuschauen. Meine Wahl fiel auf das Epiphany-Projekt. Ich hatte in der Vergangenheit desöfteren versucht, Epiphany zu meinem Standardbrowser zu machen. Bisher war das vor allem daran gescheitert, dass allzu viele Webseiten nicht korrekt dargstellt wurden und auch dadurch, dass der Anzeigen-Blocker von Epiphany nicht heutigen Standards genügte. Meine Erwartungen waren also an sich nicht besonders hoch.

Alltag mit Epiphany

Schon nach den ersten Klicks war ich überrascht. Epiphany war schon immer sehr sehr schnell, aber was sich mir jetzt zeigte, hatte ich nicht erwartet. Gefühlt (und eben nicht gemessen) stellt Epiphany bezogen auf die Schnelligkeit selbst Googles Chrome-Browser in den Schatten. Noch dazu kommt der Browser in sympathisch asketischer Optik daher und entspricht damit ziemlich exakt meinen Idealen in Sachen Browser-Design. Auch der AdBlocker übte seine Tätigkeit ohne Fehl und Tadel aus. Ich war erstaunt und ertappte mich schon nach wenigen Stunden dabei, dass ich meine Systemsettings dahingehend änderte, dass Epiphany mein Standardbrowser wurde. Well done!

Details. Umdenken. Andersartigkeiten

Und nun steuerte ich auf den größten Unterschied zu. Epiphany geht mit Bookmarks komplett anders um als die großen Browserprojekte von Mozilla und Google. Man taggt Lesezeichen, kann Lesezeichen aber nicht in ein Ordnersystem packen. Man kann sich das Aufbewahren ein wenig so vorstellen wie Gmail den Posteingang sortiert. Dort nennt man das ja Labels. Alle Lesezeichen liegen auf einer Ebene und werden eben nur durch Schlagworte geordnet. Wenn man sehr viele Lesezeichen hat, kann man entweder suchen oder auch Shortcuts vergeben für die oft genutzten Lesezeichen. Für mich ging es nun schlussendlich um die Frage, ob ich bei Epiphany bleiben sollte und in eine andere Lesezeichen-Philosophie investiere oder ob ich mich von der absoluten Andersartigkeit des Abalagesystems abschrecken lasse und wieder in gewohnte Bahnen zurückkehre. Ich entschloss mich erneut zu einem Feldversuch. Ich wollte Epiphany einige Tage testen und wollte ein vollkommen neues Lesezeichenarchiv aufbauen. Im Gegensatz dazu hatte ich sonst immer versucht, die Lesezeichen aus dem Firefox oder aus Chrome einzulesen. Vom ersten Klick an fühlte ich mich wohl mit dem neuen System. Quasi als Abfallprojekt konnte ich so elegant alle Lesezeichen loswerden, die alt waren und die ich einfach noch nicht weggeschafft hatte aus meiner »alten« Lesezeichendatei. Wieder einige Tage weiter habe ich mittlerweile einen neuen Stamm an »Lesezeichen für jeden Tag«. Meine alte Lesezeichen-Datei vermisse ich (bisher) ü-ber-haupt nicht. Stattdessen geniesse ich es, ein wenig mehr Abstand zu haben zu Google. Epiphany-Browser. Meine (neue) Sicht auf das Internetz weiterlesen

Browsertales: Über das Finden, das sich Rechtfertigen und das Arbeiten mit dem richtigen Internet-Browser

Im Alltag ist der Browser vermutlich die Anwendung, mit der ich am meisten Zeit zubringe. Man recherchiert etwas, liest seinen Feedreader leer oder ist unterwegs und kommuniziert dann per Email und Webanwendung. Vielerlei Webservices versüßen einem das Webworker-Leben und da bleibt es einfach nicht aus, dass man für die allermeisten Anwendungsfälle eben einen Browser benötigt.

Welchen Browser braucht es denn?

Diese Antwort ist allgemein, meiner Meinung nach, gar nicht zu beantworten. Was ich sagen kann: man sollte sich vor Beginn der Suche genau fragen, was man mit dem Browser machen will. Ich nutze beispielsweise Microblogging-Services wie Twitter und Identica. Gerade letzterer Service ist im Firefox-Browser nur schlecht zu nutzen. Andererseits betreibe ich gerade unterwegs das Microbloggen oft aus dem Browser heraus. Auch wenn ich nach wie vor voll hinter dem Mozilla-Projekt stehe, so reicht mein Hang zur Selbstquälerei nicht aus, um weiterhin den Firefox-Browser zu nutzen. Mein idealer Browser soll vor allem leichtgewichtig sein. Er soll dies ebenso in Bezug auf Speicherressourcen als auch in Bezug auf Systemressourcen sein. Zusätzlich wünsche ich mir von meinem Browser, dass er schnell ist und sich funktionell modular erweitern lässt. Gerade für die Entwicklung von Webseiten braucht man quasi überlebensnotwendig manche (Entwickler)Tools. Aus heutiger Sicht frage ich mich manchmal, wie ich eigentlich früher ohne diese ganzen kleinen nützlichen Tools (über)leben konnte. Aber, dass ist eine andere Tasse Tee .. ;-)

(M)eine Antwort

Als ausgewiesener Ubuntu-Freund und damit als ebenfalls vollkommen enthusiastischer Anhänger von Linux-Systemen habe ich aktuell die Qual der Wahl. Ich will hier nur zwei Produkte nennen und sogar nur auf eines der beiden etwas ausführlicher eingehen. Zuerst aber die süße, kleine Lösung: der Epiphany-Browser. Dieser Browser kann alles, was ein moderner Browser können muss. Er ist dank webkit-engine rattenschnell, ist smart und klein und entspricht (eigentlich) meinem absoluten Ideal. Leider bietet er (noch) nicht allzu viele Funktions-Erweiterungen. Manches fehlt noch. Das Projekt ist aber noch verhältnismässig jung. Ich bin guten Mutes, dass sich dieses Browser-Projekt bald zu einer tollen, erwachsenen Alternative mausern wird. Neben dem Epiphany-Browser gehört meine Zuneigung derzeit vor allem Googles Chrome. Dieser Browser bietet alles, was ich brauche und er bietet mir darüber hinaus noch viele kleine Goodies, die ich anderswo erst vermisse, wenn ich zwischendurch mal wieder fremdgehe. Chrome ist schnell, er bietet mittlerweile eine täglich wachsende Anzahl von Funktions-Erweiterungen, die mich in die Lage versetzt, den Browser genau so zu chapen, wie ich das benötige.

Der Pferdefuß

Ideale Lösungen gibt es nicht. Das ist eine Wahrheit, die ich über viele Jahre immer und immer wieder neu gelernt habe. Wenn jemand von einer idealen Lösung spricht, dann übersieht er absichtlich oder unabsichtlich ein Gegegenargument. Bei Google liegt nahe, wo der Schuh drückt: Google, die Datenkrake. Ich bin nicht hysterisch und doch komme ich nicht umhin festzustellen, dass es eigentlich suboptimal ist, Google-Produkte zu nutzen und dann auch noch den passenden Browser dazu zu verwenden. Wer jetzt glaubt, der eloquente Autor des Artikels hätte eine passende Lösung parat für dieses Grundsatzproblem dem sei gesagt, dass ich auch keine Lösung weiß. Sorry Guys! Ich für mich habe beschlossen, bis auf Weiteres Chrome zu nutzen. Ich tröste mich mit Fatalismen, die aber vermutlich sogar tatsächlich zutreffen. Ich meine Bekenntnisse wie: »Die wissen doch sowieso schon alles!« ;-)

Mein Fazit

Ich nutze, wie gesagt, den Browser. Ich vermeide es, wirklich wichtige Dinge via Gmail zu erledigen und speichere auch keine wirklich relevanten Daten dort. Neben einigen anderen Verhaltensweisen, die Google zumindest ein wenig sportlich herausfordern (wenn sie denn schon alles wissen wollen) sollten, erfreue ich mich der Vorteile, die der Browser ohne jeden Zweifel hat, beobachte aber auch, welche Alternativen es gibt. Falls sich jetzt mancher Leser denkt, wieso ich nicht doch andere Produkte nutze, die besser mit meinen Daten umgehen, so sei diesen Nutzern gesagt, dass alle großen Browser-Produkte nach Hause funken lassen. Dies gilt für Apples-Safari genauso wie für besagten Firefox-Browser. Von Microsoft und seinem Internet Explorer wollen wir da gar nicht erst reden.