Kino, Kino: New York, I love you

Gestern habe ich New York, I love you gesehen. Das ist ein Episodenfilm, der vollkommen unterschiedliche Momentaufnahmen aus Liebesgeschichten erzählt. Da ist man beim ersten Kennenlernen dabei, eine andere Episode erzählt die urkomische Geschichte um ein tolles erstes Date, man beobachtet Szenen einer Beziehung, die beinahe am Ende scheint und es doch noch einmal schafft, der Film zeigt gescheiterte Einzelgänger genau in dem Moment, wo sie Mr. bzw. Mrs. Right begegnen und es manchmal beinahe gar nicht mitbekommen. Jede Episode wurde von einem anderen Regisseur umgesetzt, jede Story hat ihre eigene Dramaturgie. Nebenbei: Es ist absolut erstaunlich, wieviele tolle Schauspieler in dem Film mitmachen.

New York bleibt bei alledem im Hintergrund. Die Stadt ist dennoch allgegenwärtig und man spürt jederzeit den Zauber der Stadt, die niemals schläft. Ich fand den Film wirklich zutiefst bewegend. Und jetzt: Worauf wartet ihr? Der Film läuft derzeit in den Kinos. Hopp hopp .. ;-)

Französische Filme. Jean Rochefort, Johnny Halliday und all die anderen

Erst neulich, nach einem ziemlich bescheidenen Tag entdeckte ich spät abends noch einen feinen Film. »Das zweite Leben des Monsieur Manesquier« erzählt die Geschichte zweier auf den ersten Blick vollkommen unterschiedlicher Männer. Jean Rochefort spielt einen einsamen, vom Leben enttäuschten pensionierten Lehrer. Sein Widerpart, ein alternder Kleinkrimineller, wird wunderbar von Johnny Halliday gespielt.

Beide Männer begegnen sich in einer Apotheke, sind neugierig aufeinander und kurzerhand nimmt Jean Rochefort den Unbekannten mit zu sich nach Hause. Es genügen wenige Augenblicke und ich falle direkt hinein in die Geschichte. Das können halt nur die Franzosen. Diese wundervoll melancholischen Filme kommen ohne großen Pomp, ohne Knalleffekt daher. Da sind nur wundervoll glaubhafte Schauspieler, die eine Geschichte erzählen. Johnny Halliday, die französische Antwort auf Mick Jagger und Jean Rochefort, der meist Figuren mit viel Charakter spielt und diese auch wundervoll ausfüllen kann. Kämen doch öfter solche Filme im Fernsehen. Den Spaß an diesem Film und die Kraft, die zwei Stunden abschalten mir gegeben haben, trage ich noch heute mit mir herum. Vive la France .. :-)

Ils se Marierent et eurent Beaucoup d’Enfants – Happyend mit Hindernissen

Draussen ist es trübe und kalt. Immerhin steht neben mir ein kleiner Helfer in Sachen Ars Vivendi. Manche regelmässigeren Leser werden es ahnen. In einem grossen Becher neben mir steht ein frisch zubereiteter Café au lait.

Zusätzlich hellt sich meine Stimmung ein wenig auf, weil ich an den Film denke, dessen Titel diesem Beitrag seinen Namen verdankt. Der Film lief gestern abend in der ARD und ich kann nur sagen, dass ich mich unbändig amüsiert habe. Wieso können nur die Franzosen solche Filme machen? Der Film atment Leichtigkeit, ist zwar eine Komödie und ist dennoch in keiner einzigen Sekunde plump oder langweilig. Natürlich begeistern vor allem die Darsteller. Charlotte Gainsbourg (als erfolgreiche Immobilienmaklerin) und Yvan Attal (Vincent, der Nobelautos verkauft) spielen ein Ehepaar, das versucht, dem Alltag wenigstens manchmal ein Schnäppchen zu schlagen. Yvan Attal hat neben der männlichen Hauptrolle auch das Drehbuch geschrieben und Regie geführt. Der Film zeigt das Leben der drei Freunde Vincent, Georges und Fred. Alle drei haben so ihre Probleme mit den Frauen, alle drei erleben Abenteuer, machen sich Gedanken um das Leben und der Zuschauer darf all diese Gedanken und Abenteuer mit ansehen. Natürlich ist man in diesem Film auch immer ein wenig Voyeur.

Ich muss Euch zurufen, dass jedermann, der einmal endlich wieder einen wundervollen kleinen Film ansehen will, bei dem er/sie gut unterhalten werden will bzw. einfach nur Spass haben will, dann sollte er mal prüfen, ob der Film nicht demnächst nochmal auf den dritten Kanälen wiederholt wird. Ils se Marierent et Eurent Beaucoup d’Enfants ist ein Film, der neue Einblicke und Erfahrungen zulässt, der aber vor allem unheimlich Spass macht. Hach ja, manchmal erlebt man wundervolle Überraschungen :-) .. Apropos Überraschungen: Hatte ich schon erwähnt, dass der Wahlfranzose Johnny Depp in diesem Film einen wundervollen kleinen Gastauftritt hat? Ich sags ja, der Film ist einfach klasse :-) ..