Leistungsschutzrecht

Die hiesigen Zeitungsverlage werden nun also per Gesetz davor geschützt, gegenwärtig oder zukünftig noch eine Leistung erbringen zu müssen? Das habe ich doch richtig verstanden, oder? Und warum soll ich solcherlei Tun per Kaufentscheidung unterstützen? Ja, stimmt, das war eine rein rhetorische Frage.

TEDtalk: Eli Pariser – Beware online „filter bubbles“

Jürgen hat mich wieder einmal daran erinnert. Er hat mich erinnert an Eli Pariser und seinen TEDtalk. Eli spricht über sogenannte „filter bubbles“. Es geht um Such-Algorithmen und was sie mit uns und unseren Suchergebnissen machen.

Ich will gar nicht viel sagen, nicht viel schreiben. Schaut es euch an, soweit ihr diesen TEDtalk noch nicht kennt und selbst wenn ihr ihn kennt, dann schaut ihn euch nochmal an und dann denkt dran, wenn ihr demnächst etwas sucht per Google oder in Facebook oder anderen SocialNetworks unterwegs seit. Schönes neues Internet?!

Browsertales: Über das Finden, das sich Rechtfertigen und das Arbeiten mit dem richtigen Internet-Browser

Im Alltag ist der Browser vermutlich die Anwendung, mit der ich am meisten Zeit zubringe. Man recherchiert etwas, liest seinen Feedreader leer oder ist unterwegs und kommuniziert dann per Email und Webanwendung. Vielerlei Webservices versüßen einem das Webworker-Leben und da bleibt es einfach nicht aus, dass man für die allermeisten Anwendungsfälle eben einen Browser benötigt.

Welchen Browser braucht es denn?

Diese Antwort ist allgemein, meiner Meinung nach, gar nicht zu beantworten. Was ich sagen kann: man sollte sich vor Beginn der Suche genau fragen, was man mit dem Browser machen will. Ich nutze beispielsweise Microblogging-Services wie Twitter und Identica. Gerade letzterer Service ist im Firefox-Browser nur schlecht zu nutzen. Andererseits betreibe ich gerade unterwegs das Microbloggen oft aus dem Browser heraus. Auch wenn ich nach wie vor voll hinter dem Mozilla-Projekt stehe, so reicht mein Hang zur Selbstquälerei nicht aus, um weiterhin den Firefox-Browser zu nutzen. Mein idealer Browser soll vor allem leichtgewichtig sein. Er soll dies ebenso in Bezug auf Speicherressourcen als auch in Bezug auf Systemressourcen sein. Zusätzlich wünsche ich mir von meinem Browser, dass er schnell ist und sich funktionell modular erweitern lässt. Gerade für die Entwicklung von Webseiten braucht man quasi überlebensnotwendig manche (Entwickler)Tools. Aus heutiger Sicht frage ich mich manchmal, wie ich eigentlich früher ohne diese ganzen kleinen nützlichen Tools (über)leben konnte. Aber, dass ist eine andere Tasse Tee .. ;-)

(M)eine Antwort

Als ausgewiesener Ubuntu-Freund und damit als ebenfalls vollkommen enthusiastischer Anhänger von Linux-Systemen habe ich aktuell die Qual der Wahl. Ich will hier nur zwei Produkte nennen und sogar nur auf eines der beiden etwas ausführlicher eingehen. Zuerst aber die süße, kleine Lösung: der Epiphany-Browser. Dieser Browser kann alles, was ein moderner Browser können muss. Er ist dank webkit-engine rattenschnell, ist smart und klein und entspricht (eigentlich) meinem absoluten Ideal. Leider bietet er (noch) nicht allzu viele Funktions-Erweiterungen. Manches fehlt noch. Das Projekt ist aber noch verhältnismässig jung. Ich bin guten Mutes, dass sich dieses Browser-Projekt bald zu einer tollen, erwachsenen Alternative mausern wird. Neben dem Epiphany-Browser gehört meine Zuneigung derzeit vor allem Googles Chrome. Dieser Browser bietet alles, was ich brauche und er bietet mir darüber hinaus noch viele kleine Goodies, die ich anderswo erst vermisse, wenn ich zwischendurch mal wieder fremdgehe. Chrome ist schnell, er bietet mittlerweile eine täglich wachsende Anzahl von Funktions-Erweiterungen, die mich in die Lage versetzt, den Browser genau so zu chapen, wie ich das benötige.

Der Pferdefuß

Ideale Lösungen gibt es nicht. Das ist eine Wahrheit, die ich über viele Jahre immer und immer wieder neu gelernt habe. Wenn jemand von einer idealen Lösung spricht, dann übersieht er absichtlich oder unabsichtlich ein Gegegenargument. Bei Google liegt nahe, wo der Schuh drückt: Google, die Datenkrake. Ich bin nicht hysterisch und doch komme ich nicht umhin festzustellen, dass es eigentlich suboptimal ist, Google-Produkte zu nutzen und dann auch noch den passenden Browser dazu zu verwenden. Wer jetzt glaubt, der eloquente Autor des Artikels hätte eine passende Lösung parat für dieses Grundsatzproblem dem sei gesagt, dass ich auch keine Lösung weiß. Sorry Guys! Ich für mich habe beschlossen, bis auf Weiteres Chrome zu nutzen. Ich tröste mich mit Fatalismen, die aber vermutlich sogar tatsächlich zutreffen. Ich meine Bekenntnisse wie: »Die wissen doch sowieso schon alles!« ;-)

Mein Fazit

Ich nutze, wie gesagt, den Browser. Ich vermeide es, wirklich wichtige Dinge via Gmail zu erledigen und speichere auch keine wirklich relevanten Daten dort. Neben einigen anderen Verhaltensweisen, die Google zumindest ein wenig sportlich herausfordern (wenn sie denn schon alles wissen wollen) sollten, erfreue ich mich der Vorteile, die der Browser ohne jeden Zweifel hat, beobachte aber auch, welche Alternativen es gibt. Falls sich jetzt mancher Leser denkt, wieso ich nicht doch andere Produkte nutze, die besser mit meinen Daten umgehen, so sei diesen Nutzern gesagt, dass alle großen Browser-Produkte nach Hause funken lassen. Dies gilt für Apples-Safari genauso wie für besagten Firefox-Browser. Von Microsoft und seinem Internet Explorer wollen wir da gar nicht erst reden.