Natürliches Denken. Momentaufnahmen. Und Meinung

Schlagwort: Kleineflucht (Seite 1 von 1)

Photographie: Alsace 2007. Bilder einer Reise

ch habe gerade eine wundervoll stimmige und toll fotografierte Bilderserie von Cedric Weber gesehen. Die Bilder entstanden auf einer Tour durch das Elsass. Es sind Herbstbilder voller Kraft und es sind auch – so schaut das zumindest aus – Bilder von einer Reise, die Freunde miteinander gemacht haben. Man spürt Verbundenheit, Freude und großes Vertrauen. Es macht richtig Spaß, sich in die Bilder hinein zu sehen. Man bekommt sofort Fernweh und ich habe an einige Freunde gedacht, die ich viel zu selten sehe, weil es uns in alle Himmelsrichtungen zerstreut hat. Ich habe auch schon überlegt, ob wir nicht mal wieder ins Elsass fahren sollten für ein paar Tage. Pierette würde sich sicher über einen Besuch freuen. Hmm..

Frühlingstag in Heidelberg

Ein idealer Ausflug. Wie schaut sowas aktuell aus? Hmm, ich denke, ich würde nicht gerne zuuu lange fahren, aber auch nicht zuuu kurz. Man möchte ja schon mal was anderes sehen und erleben und dazu braucht man eine gewisse Entfernung von den heimatlichen Gefilden. Das ist zumindest meine Meinung dazu. Welche Möglichkeiten gibt es da also? Wiesbaden? Eine schöne Stadt, aber nicht sooo sehr zum Bummeln und Einkaufen. Wiebaden ist schön, um auf Feste zu gehen oder in die Spielbank oder einfach zum Essen gehen. Aschaffenburg? Dito. Mainz? Da waren wir jetzt schon sooo oft, ansonsten wäre das aber durchaus eine Möglichkeit. Mannheim? Auch schön zum Shoppen, aber auch dort waren wir in letzter Zeit schon ziemlich oft. Mal was anderes? Heidelberg?! Ich bin skeptisch. Es ist bestimmt schon zehn Jahre her, dass ich zuletzt in Heidelberg war. Kleinstadt, denkt man und vergisst, dass die Stadt sicher zwar nicht sooo gross ist, andererseits aber durchaus viel Lebenigkeit bietet. Heidelberg ist immerhin Studentenstadt. Hmm, das verspricht ein bisserl Dolce Vita. Das Wetter passt, Strassencafés, der Neckar, Sonne. Also, nix wie hin ..

.. angekommen suchen wir uns erst einmal einen mittelgrossen Wolf. Wir brauchten natürlich ein Plätzchen fürs Auto, möglichst ohne Kosten. Nach etwa 15 Minuten Kurverei finden wir was auf der falschen Neckarseite. Das macht aber nix, denn wir sind nicht lauffaul und die Entfernungen in Heidelberg sind nicht sooooo dolle. Der Bummel kann beginnen. Von Anfang an bin ich überrascht. Es gibt schöne Läden, es gibt die üblichen Kaufhäuser, die man ja auch immer mal wieder braucht und es gibt natürlich das erhoffte Dolce Vita in Form von unzähligen Cafés. Die meisten haben schon Tische draussen. Weil es Steffi aber doch noch ein bisserl friert, setzen wir uns doch in ein Café hinein. Es ist das Extrablatt und wenn ich richtig zurück denke, dann ist das wohl sowas wie eine Institution in Heidelberg. Haaaaach ja, nach vielen vielen Schuhläden, einigen schönen Klamottenläden, einem kleinen Einkauf für Steffi, die ein schönes allzwecktaugliches Shirt gefunden hat, nach einem schönen Kakao und nach einem ebensolchen, wohlschmeckenden Café au lait setzen wir uns an den Neckar, geniessen die schon tiefer stehende Sonne und lassen diesen sehr schönen Tag nocheinmal Revue passieren. Die Rückfahrt unterstützt das gute Gefühl. Wir fahren nicht Autobahn, sondern auf der Bergstrasse, zurück durch schon leicht grüne Weinberge in Richtung Heimat. Der Tag war sehr schön, wir sind jetzt wohlig müde und konnten einen Tag ein wenig unsere Akkus aufladen und Sorgen vergessen. Ich wiederhole mich: Was will man mehr?