Tapetenwechsel. openSUSE 13.2

Wenig Posts und gerade in den letzten beiden Jahren noch weniger Posts über Linux. Ja, da kann man herauslesen, dass es andere Themen gab und der aufmerksame Beobachter hat vielleicht sogar auch erkannt, dass es bei mir eine gewisse Technikmüdigkeit gibt. Nicht, dass ich weniger stehen würde zu dem Konzept Linux. Linux ist einfach in meinem Leben schon lange Alltag geworden. Aber, niemand schreibt über seine Zahnbürste.

Neues Kapitel. openSUSE mit KDE

Es bedurfte eines neues Reizes, um meinen Blick wieder ein wenig mehr auf Linux zu richten. Dieser neue Reiz ist sozusagen ein Lichtstrahl mit zwei Quellen. In den letzten Jahren habe ich alle grafischen Benutzeroberflächen benutzt, die es gibt. Ich nutzte Unity, als ich noch mit Ubuntu unterwegs war und fand und finde das gar nicht so schlecht, wie es immer noch von vielen Leuten gemacht wird. XFCE kam überall dort zum Einsatz, wo ich ein wenig Ressourcen schonen wollte und Gnome wurde die Oberfläche, die derzeit immer noch meine liebste GUI ist. Nach vielen Jahren wars aber ein wenig langweilig geworden. Grundsätzlich kenne ich die Oberflächen. Das hat für das tägliche Arbeiten sicher Vorteile, aber für die kleine Neugierde, die da im Hinterkopf wohnt, ist sie eher nachteilig. Also, auf zu neuen Ufern. In den letzten Jahren gabs gleich zwei dieser Ufer, die ich mehr oder weniger nachhaltig vermieden habe. Eines der Ufer heißt openSUSE und ist eine der größeren Linux-Distributionen und das andere Ufer ist die einzige große Desktopumgebung, die ich in den letzten Jahren auch mied: KDE. Wenn ich sagen soll, weshalb mir KDE nicht sympathisch war, dann läuft es wohl darauf hinaus, dass die optische Nähe zu Windows recht groß ist. Es gibt das klassische Startmenü über das man Zugang erhält zu allen Programmen und Einstellungen und es gibt diese klassische Kontrollleiste, auf der man die offenen Programme findet und auf der sich auch ein Tray befindet, der die üblichen Auskünfte gibt über Konnektivität, Lautstärke der Lautsprecher etc.. Ich war kein Fan, doch seit einiger Zeit gibt es eine neue Version der Desktopoberfläche und darüber hörte ich viel Gutes. Ich beschloss also, dass ich aufbreche zu neuen Ufern.

KDE. Plasma 5

Ich mag GUI-Design, dass möglichst keinerlei Glossy-Effekte verwendet oder Farbübergänge und ich mags flach. Plasma folgt im Wesentlichen den gleichen Ideen, die man auch in Android 5 wieder findet. „Material Design“ ist flach, ist hell und ist in einem guten Sinne des Wortes unaufgeregt. Ich mag das sehr und so gefällt mir auch Plasma 5 für KDE ausgesprochen gut. openSUSE als Unterbau läuft quasi unmerkbar. Ich will lobend erwähnen, dass der grafische Software-Installer (YaST) auffallend schnell ist und offenbar auch verhältnismäßig Ressourcen schonend arbeitet. Das Vergleichweise beziehe ich hier auf die Gegenstücke von Ubuntu und Fedora, die immer mehr zu großen, unbenutzbaren Monstern geworden sind und mich dazu bringen, Software und Pflege nur noch per Kommandozeile zu machen, weil alles andere ein großes Ärgernis ist und eine Fehlentwicklung. Aber, zurück zu openSUSE & KDE. Nach einigen Tagen im Alltagsbetrieb kann ich eine große Stabilität attestieren, leider hab ich die Rolling Release openSUSE tumbleweed nicht installiert bekommen, weil der Installer sich auf zwei Rechnern an derselben Stelle verabschiedete. Ich hörte von Freunden, dass der Netinstaller aber sauber durchläuft und so werde ich mich also auf Dauer nicht abhalten lassen von tumbleweed aber als ich die Installation machen wollte, war meine Zeit begrenzt und ich wollte möglichst rasch ein einsatzfähiges System haben. Mein Fazit ist, dass openSUSE 13.2 mit KDE absolut dazu in der Lage ist, meine kleinen Ressentiments sowohl gegenüber der Distribution insgesamt als auch in Bezug auf KDE als Bedienoberfläche abzulegen. Mein Liebling ist und bleibt vorerst Gnome, aber KDE mit Plasma 5 hat durchaus Suchtpotential.

Kleiner Nachtrag

openSUSE 13.2 wird „ab Werk“ noch mit Plasma 4 ausgeliefert. Man kann Plasma 5 aber mittels YaST nachinstallieren. Dann ersetzt es Plasma 4 komplett.

Manjaro Linux. Neue Liebe

Vor einiger Zeit machte mich jemand auf Manjaro Linux aufmerksam. Ich habe es mir gleich herunter geladen und spielte es auf ein freies Stück externer Platte auf. Manjaro ist eine relativ neue, eigenständige Distribution, die ein wenig Arch Linux Tools nutzt und, zuerst und nativ, auf Xfce als Desktop-Umgebung setzt. Manjaro ist eine sogenannte Rolling-Release, d.h. es gibt keine regelmäßigen Versions-Updates, sondern die Entwicklung verläuft stetig und permament. Neuerungen werden zeitnah eingebaut bzw. zum Update bereit gestellt. Ich habe viel Spaß mit Manjaro und überlege derzeit, ob ich es als erstes System verwenden soll. Das wäre nur für ein Unterschied und es würde bedeuten, dass ich es auf die interne Notebook-Platte spiele, wo es sicher noch einmal flotter zugange ginge als ohnehin schon, denn meine interne Platte ist eine SSD.

Windows (8) und ich. Eine Annäherung

Manchmal muss man sich ja eine Weile aus dem Weg gehen. Das haben wir getan, Windows und ich. Seit mehr als sechs Jahren habe ich, außer dem Firmenrechner meiner Freundin, kein Windows betriebenes Endgerät mehr in der Nähe. Alle Computer im Haus laufen mit Linux. Was quasi als reines Ubuntu-Haus anfing, ist derweil eine Mischung aus Ubuntu, Fedora und CrunchBang Haus geworden. Mein Liebling ist Fedora, aber ich mag auch CrunchBang sehr gerne. Ubuntu ist nur noch auf dem Notebook meiner Schwiegermutter installiert. Das ist der Gewöhnung geschuldet, denn sie hat genug damit zu tun, das das Notebook tut, was sie will.

Windows 8. Entwicklungsvision(en)?

Als man seinerzeit las, wie Windows seinen Nachfolger für die Version des guten Windows 7 aussehen lassen will, war ich zuerst irritiert, dachte dann ein wenig darüber nach, las viel und wurde im laufe der Zeit immer neugieriger. Als die ersten Entwickler-Previews vorlagen, habe ich sie mir angesehen. Und anders als ich es erwartet hatte, fand ich nichts zum Meckern. Ich klickte mich durch, bestritt Arbeitstage mit dem System, fand heraus, dass ich meinen Workflow anpassen sollte, damit ich Windows 8 auch effektiv nutze, tat das und arbeitete wieder weiter, passte noch ein wenig an, lernte mehr über das Bedienkonzept und viel schneller als ich dachte, hatte ich mich eingeschossen. Was mich selber am meisten überraschte: ich fand gut, was ich vorfand. Windows (8) und ich. Eine Annäherung weiterlesen