Natürliches Denken. Momentaufnahmen. Und Meinung

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Wunderbare PodcastWelten: Das Medienradio aus Berlin

Heute habe ich zum ersten Mal den Podcast Medienradio gehört. Philip Banse, Markus Heidmeier, Thomas Jaedicke und Jana Wuttke diskutieren alle 14 Tage über Medienthemen. In der Ausgabe »MR014 Plomplom« ist Christian Heller aka @plomlompom zu Gast. Man spricht über das Bloggen und darüber, wie sich Blogs verändert haben. Auch der Begriff Relevanz darf nicht fehlen. Die Runde wirft jeder und jede aus ihrer Sicht interessante Gedanken ein und zeigt, dass Relevanz kein monolithisch darstehender Begriff ist, sondern stattdessen einer vielfachen Deutungsmöglichkeit unterliegt.

Fazit

Die Unaufgeregtheit, mit der die Teilnehmer die anstehenden Themen diskutieren finde ich besonders hervorhebenswert. In diesen Tagen habe ich nicht selten das Gefühl, dass eine gewisse Entspanntheit oftmals verloren geht und mit ihr der Grundrespekt und die Sensibilität gegenüber anderen Menschen und Haltungen, die zum Betrachten mancher Themen unabdingbar sind. Ich kann den Podcast aus meiner Sicht nur wärmstens empfehlen.

WDR5: Matthias Brandt. Schauspieler

Als Podcast in iTunes gefunden: Ein Mitschnitt der WDR Sendereihe “WDR5 – Tischgespräch“. Ein gutes Gespräch. Habe mehr erfahren über den Schauspieler und privaten Menschen Matthias Brandt. Das wollte ich schon seit längerer Zeit. Zum ersten Mal aufgefallen ist er mir in “Zimmer frei“. Er wirkte sympathisch und gewann in dieser Stunde zwischen Götz Alsmann und Christine Westermann. Das gelingt – das muss man sagen – nicht jedem Gast; auch nicht jedem, den man vorher sympathisch fand. Insofern waren erste Eindrücke aus anderen Talkshows und natürlich auch aus Filmen nicht falsch. Es gab auch Fragen nach Willy Brandt, dem Vater von Matthias. Seine Antworten und erzählten Anekdoten lassen ebenfalls auf einen Menschen mit einem eigenen Kopf und einem eigenen Leben schließen, emanzipiert und nicht mehr allzu stark verbandelt mit dem grossen Vater. Das Sendeformat empfinde ich übrigens ebenfalls als sehr gelungen. Natürlich ist dieser regelmäßig erscheinende Mitschnitt kein Podcast im üblichen Sinn des Wortes und dennoch: Für mich als Nutzer unterscheiden sich die klassischen Radiomacher wenig von dem, was ich mir sonst anhöre. Technische Qualität ist für mich – ab einem gewissen Level – nicht mehr so wichtig. Inhalte sind unabdingbar und zählen zuallererst.

Podcast: hr2 – Der Tag

Ist das nun ein Podcast oder ist das einfach nur ein Mitschnitt einer Radiosendung? Oder wie oder was? Hmm, ich weiss nicht. Was ich jedoch weiss ist, dass mir die Podcast-Technik ermöglicht hat, endlich mal wieder eine meiner Lieblingssendungen im Radio zu hören. Früher war ich regelmässig zu dieser Zeit im Auto unterwegs. Heute muss ich mich nicht mehr grämen, wenn ich mal eine Sendung verpasse.

Was aber ist Der Tag? Der Tag ist eine Radiosendung des hessischen Rundfunks. Dort leistet man es sich, täglich über ein einziges aktuelles Thema zu berichten. Eine Stunde Sendung, das bedeutet die Chance, einer Sache wenigstens ansatzweise auf den Grund zu gehen, es bedeutet, dass man Dinge hinterfragen kann. Übrigens, diese Sendung kommt vollkommen ohne Werbung daher. Der Tag ist kurzweilig, die Sendung durchbricht mühelos den Rahmen vorformatierter, stereotypischer Berichterstattung. Ein Beispiel? Neulich gab es eine Sendung, die sich aus Anlass der Ermorderung der russischen Journalistin Anna Politkowskaja mit ihrer Arbeit befasst hat und mit dem Land, in dem solche Ungeheuerlichkeiten tagtäglich passieren. Mitten in der Sendung wurde aus Texten der Anna Politkowskaja vorgelesen. Da hat man sich richtig hineinfühlen können, denn es war nicht etwa Schluss nach zwei Sätzen. In Der Tag werden keine Schnipsel verbreitet. Einspieler werden einzig verwandt, wenn es einem Thema dient und nicht aus Selbstzweck oder aus Populismus. Sendungen wie diese machen mich immer wieder neu zum Radiofan. Danke an den hessischen Rundfunk!

Zurück zur Eingangsfrage: Ist das nun ein Podcast oder doch nur einfach ein Sendungsmitschnitt? Ich finde das gar nicht wichtig. Schlussendlich bereichert diese Technik „den Äther“. Einzig diese Tatsache zählt.